Biografie

Sigmar Gabriel

Der SPD-Politiker stellt seit 2017 den Bundesminister des Auswärtigen; bereits seit 2009 ist er SPD-Parteivorsitzender und seit 2013 Stellvertreter der Bundeskanzlerin. In der Großen Koalition aus SPD, CDU und CSU im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel war Sigmar Gabriel von 2005 bis 2009 Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Davor vollzog der Gymnasiallehrer eine Karriere innerhalb der niedersächsischen Landespolitik, die ihn zunächst zum Fraktionsvorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, zum Mitglied des SPD-Parteivorstandes und von 1999 bis 2003 zum Ministerpräsidenten aufsteigen ließ...

Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland
Sigmar Gabriel wurde am 12. September 1959 in Goslar geboren.

Gabriel besuchte zunächst die Realschule später das Gymnasium in Goslar, das er mit Abitur abschloss. Darauf leistete er zwei Jahre seinen Wehrdienst. Im Anschluss studierte er an der Universität Göttingen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Deutsch, Politik und Soziologie. Von 1976 bis 1989 engagierte sich Sigmar Gabriel innerhalb der Kinder- und Jugendarbeit in der SPD-nahen Jugendorganisation "Sozialistische Jugend Deutschlands - Die Falken". 1977 trat er der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) bei. Ab 1979 wurde Gabriel Mitglied der Gewerkschaft ÖTV, später der IG Metall und der Arbeiterwohlfahrt. Von 1983 bis 1988 war er Dozent in der politischen Erwachsenenbildung bei der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben und für die Gewerkschaften ÖTV und IG Metall.

Im Jahr 1987 legte er das erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Im selben Jahr, 1987, wurde er Kreistagsabgeordneter des Landkreises Goslar. Dieses Amt begleitete er bis 1998. 1988 lege er sein zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien ab. Von 1989 bis 1990 wurde er Lehrer in der beruflichen Erwachsenenbildung im Bildungswerk der Niedersächsischen Volkshochschulen. 1990 wurde er Mitglied des Niedersächsischen Landtages und bis 1994 Mitglied im Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages. Indes stelle er von 1991 bis 1999 den Ratsherrn der Stadt Goslar, sowie den Vorsitzenden des Umweltausschusses und von 1994 bis 1997 den Innenpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. Von 1997 bis 1998 wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und von 1998 bis 1999 Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion.

Ab 1999 wurde Gabriel bis 2005 Mitglied des SPD-Parteivorstandes. Im Dezember 1999 wurde er zum Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen gewählt. Dieses Amt begleitete er bis März 2003. Darauf wurde er Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Im Zuge der vorgezogenen Neuwahlen der rot-grünen Bundesregierung und der daraus resultierenden Großen Koalition aus SPD, CDU und CSU wurde Sigmar Gabriel im Kabinett der Bundeskanzlerin Angela Merkel Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Am 22. November 2005 wurde Gabriel im Amt vereidigt. Als Umweltminister setzte er die Politik von Jürgen Trittin fort und trat mit dem "Atomausstieg" für ein Ende der Nutzung der Kernenergie ein. Bei der Weiterentwicklung des Klimaschutzabkommen von Kyoto strebte Gabriel eine europäische Führungsrolle an.

Zusammen mit Frank-Walter Steinmeier setzt sich Gabriel außerdem für einen sozial-ökologischen New Deal ein, einen Gesellschaftsvertrag zwischen Wirtschaft, Umwelt und Beschäftigung. Bei der Bundestagswahl am 27. September 2009 sackte die SPD von 34,2 auf 23,0 Prozent der Stimmen ab, so dass eine Mehrheit für CDU/CSU und FDP möglich wurde. Gabriel wurde am 5. Oktober 2009 vom Parteivorstand mit 77,7 % zum designierten SPD-Bundesvorsitzenden nominiert. Am 27. Oktober erhielt er seine Entlassungsurkunde als Bundesminister. Bei der Wahl auf dem SPD-Bundesparteitag in Dresden konnte Gabriel am 13. November 94,2 % der Delegiertenstimmen auf sich vereinen. Er nahm seine Wahl zum SPD-Parteivorsitzenden an.

Im Jahr 2011 wurde Gabriel mit 91,6 % aller Delegiertenstimmen im Amt bestätigt. 2015 erfolgte mit 74,3 % seine Wiederwahl. Seit dem 17. Dezember 2013 war Gabriel indes im Kabinett Merkel III Bundesminister für Wirtschaft und Energie sowie Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nachdem Frank-Walter Steinmeier sein Amt als Bundesaußenminister aufgrund der anstehenden Wahl zum Bundespräsidenten aufgegeben hatte, folgte ihm Sigmar Gabriel am 27. Januar 2017 in dieser Funktion nach.



Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland

NameSigmar Gabriel

Geboren am12.09.1959

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortGoslar (D).