Biografie

Sergio Leone

NameSergio Leone

Geboren am03.01.1929

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortRom (I).

Verstorben am30.04.1989

TodesortRom (I).

Sergio Leone

Der italienische Regisseur wurde mit nur sieben Filmen zur Legende. Er löste mit dem Kinoerfolg "Für eine Hand voll Dollar" 1964 mit Clint Eastwood in der Hauptrolle, den Boom der sogenannten "Italo-Western" aus, der die Grundmuster des Westerns auf übersteigerte Archetypen reduzierte. Sergio Leone wurde zugleich der zentrale Filmemacher dieses Genres. Den Höhepunkt seiner Karriere markierte der Film "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) mit Henry Fonda, Charles Bronson und Claudia Cardinale in den Rollen, ehe er mit dem epochalen Werk "Es war einmal in Amerika" (1982-84), mit Robert de Niro, einen der populärsten Gangsterfilme inszenierte. Kritiker sahen in diesem Werk ein Abgesang auf die Ideale des "American Dream"...
Sergio Leone wurde als Sohn von Roberto Roberti und seiner Frau, einer Opernsängerin, am 23. Januar 1921 in Rom geboren.

Schon der Vater von Sergio Leone war in der Filmindustrie beschäftigt. Er drehte unter anderem den ersten italienischen Stummfilm-Western. Seine Mutter war eine bekannte Opernsängerin. Zunächst betätigte sich Sergio Leone unter seinem Vater als Regieassistent. Mit seinem 18. Lebensjahr wurde Leone Schauspieler. Später arbeitete er in dieser Tätigkeit unter anderem bei Vittorio De Sicas Filmwerk "Fahrraddiebe" (1948), ein Neorealismus-Klassiker, mit. 1950 wurde er Regieassistent in Cinecittá. Durch Beziehungen zu Hollywood war er als Second-Unit-Assistent für amerikanische Produktionen, die in Rom gedreht wurden, tätig. Dabei handelte es sich unter anderem um Monumentalfilme wie "Quo vadis" aus dem Jahr 1951 oder "Ben Hur" aus dem Jahr 1959.

Sergio Leone schrieb indes auch Drehbücher. Darunter befanden sich Vorlagen zu den in den 1950er Jahren begehrten Gladiatoren-Filmen. 1961 gab er sein Debüt als Regisseur in diesem Genre, er drehte den Titel "Der Koloß von Rhodos". Damit zog Leone erstmals die Aufmerksamkeit der Filmwelt auf sich. Schon bald danach realisierte er Western-Filme nach seinem eigenen Stil, die als "Italo-Western" weltbekannt wurden. Ihre Merkmale sind viel Gewalt und schnelle Schnittfolgen aber auch lange, stille Szenen. Die musikalische Begleitung zu Leones Italo-Western stammte von seinem Freund Ennio Morricone, dem italienischen Komponisten für Filmmusik, der maßgeblich zur Popularität dieser Western beitrug. Das Ergebnis war eine gelungene Verbindung zwischen Ton und Bild.

Die Soundtracks selbst erreichten Weltruhm. Zu diesen auch "Spaghetti-Western" genannten Filmen verpflichtete er unter anderem Clint Eastwood oder Lee Van Cleef, die mit diesen Rollen ihren Weltruhm begründeten. Zu Leones Filmwerken nach Art des Italo-Westerns zählen Titel wie "Für eine Handvoll Dollar" aus dem Jahr 1964, ein Kurosawa-Remake mit einem beispiellosen Erfolg, die Fortsetzung "Für ein paar Dollar mehr" aus dem Jahr 1965 oder "Zwei glorreiche Halunken" aus dem Jahr 1966. Alle diese Filme orientierten sich an US-amerikanischen Westernproduktionen, die auf ihre eigene Art und Weise überaus erfolgreich kopiert wurden. Der Zeitpunkt schien für den Regisseur Leone günstig, denn das amerikanische Film-Vorbild verlor immer mehr an Popularität.

Die Film-Metropole Hollywood entdeckte die Talente von Sergio Leone, der eine Chance erhielt, in Hollywood zu drehen. Bei Paramount Pictures konnte Leone im Jahr 1968 den weltberühmten Western "Spiel mir das Lied vom Tod" realisieren. Dazu wurde Charles Bronson als namenloser Rächer verpflichtet. Obwohl die Produktionsfirma 25 Minuten von den insgesamt 165 Minuten Filmdauer wegschnitt, gehört das Western-Epos heute noch zu den wichtigsten Genre-Werken in der Filmgeschichte. Danach folgte der Westerntitel "Todesmelodie". Nach 15 Jahren, im Jahr 1983, drehte Sergio Leone abermals in Hollywood – das Gangster-Epos "Es war einmal Amerika". Es war ein Remake des gleichnamigen Vorgänger-Films, das sich über vier Stunden zieht.

Besonders durch seine Rückblendenstruktur und seine Melancholie machte das Werk Furore. Leone setzte Robert De Niro für die Hauptrolle ein. Aber auch in diesem Werk musste sich Leone Eingriffe der Produktionsfirmen gefallen lassen, die noch weitreichender waren als bei dem Westerntitel "Spiel mir das Lied vom Tod". "Es war einmal in Amerika" wurde auf weniger als die Hälfte der ursprünglichen Länge zusammengestrichen, darüber hinaus wurde die Abfolge der Szenen geändert. Der Film kam gleichfalls auf Videokassetten heraus und erschien auf diesem Träger in Originallänge. Kritiker sahen in diesem Werk ein Abgesang auf die Ideale des "American Dream".

Sergio Leone starb am 30. April 1989 während seiner Vorbereitungen zu einem Film über die Belagerung Leningrads.
1961 - Der Koloß von Rhodos

1964 - Für eine Handvoll Dollar

1965 - Für ein paar Dollar mehr

1966 - Zwei glorreiche Halunken

1969 - Spiel mir das Lied vom Tod

1972 - Todesmelodie

1984 - Es war einmal in Amerika

NameSergio Leone

Geboren am03.01.1929

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortRom (I).

Verstorben am30.04.1989

TodesortRom (I).

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