Biografie

Charles Bronson

Der US-amerikanische Schauspieler verkörperte in seinen Filmen meist den harten und unbarmherzigen Kämpfer. Charles Bronson, mit dem zerfurchten Gesicht, spielte seit den 1950er Jahren in rund 100 Filmen und etablierte sich als Star Hollywoods. Den internationalen Durchbruch bescherte ihm 1968 der Western "Spiel mir das Lied vom Tod". Zu seinen populärsten Filmen zählen "Zwischen zwölf und drei", "Ein Mann sieht rot" und "Der Seewolf", in denen er mit Pathos und maskuliner Mimik zum Idealtypen des Westernhelden avancierte...
Charles Bronson, mit bürgerlichem Namen Charles Dennis Bunchinsky, wurde am 3. November 1921 in Ehrenfeld, im US-Bundesstaat Pennsylvania, als Sohn eines Bergarbeiters geboren.

Bronson wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, er war das fünfte von insgesamt 15 Kindern. Er arbeitete während des Zweiten Weltkriegs in einer Kohlemine, um seine Familie zu versorgen. Bronsons Berufsziel war bereits die Schauspielerei. So trat er zunächst in Werbespots auf. Seine ersten Erfolge als Schauspieler feierte er in den Streifen "Dieser Mann weiß zuviel", "Massai", "Revolver Kelly" und im Film-Hit "Die glorreichen Sieben". Im Jahr 1962 stand Bronson neben Elvis Presley in "Kid Galahad - Harte Fäuste, heiße Liebe" vor der Kamera.

Seinen Durchbruch schaffte er aber nicht in Amerika, sondern zuerst in Europa, wo er 1968 in dem französischen Krimi "Bei Bullen singen Freunde nicht" und in dem Italo-Western "Spiel mir das Lied vom Tod" zu sehen war. Er avancierte zum internationalen Superstar und ging mit seiner Rolle als stiller Mundharmonikaspieler in "Spiel mir das Lied vom Tod" in die Filmgeschichte ein. Als rauer Typ wurde Bronson bis Ende der 1960er Jahre zu einem der größten Filmstars.

Im Jahr 1971 wurde dieser Erfolg mit dem "Golden Globe" für den "populärsten Schauspieler der Welt" gewürdigt. Nicht nur seine Rollen und die knallharten Handlungen begründeten seinen Erfolg, sondern gleichfalls sein durchtrainierter Körper. Kein Schauspieler hatte in den 1970er Jahren so hohe Gagen wie Bronson, der pro Drehtag bis zu 100.000 Dollar kassierte. Einen Höhepunkt erreichte er mit dem Film "Zwischen zwölf und drei", bei dem er 1,5 Millionen Dollar Gage plus 50 Prozent des Nettogewinns einstrich.

Seinen größten Erfolg landete Bronson im Jahr 1974, als er für den umstrittenen Thriller "Ein Mann sieht rot" vor der Kamera stand. Bis zum Jahr 1994 wurden vier Fortsetzungen zu dem Streifen inszeniert, jeweils mit Charles Bronson in der Hauptrolle: "Der Mann ohne Gnade", "Death Wish III", "Das Weiße im Auge" und "Death Wish 5". Bronson arbeitete oft mit dem Regisseur Jack Lee Thompson zusammen, insgesamt sieben Filme drehten sie gemeinsam, darunter auch "Cabo Blanco" und "Murphys Gesetz".

In "Der Mordanschlag" war Bronson ein letztes Mal gemeinsam mit seiner Frau Jill Ireland zu sehen. Vier Jahre später starb sie an Krebs. Bronson und Ireland waren 22 Jahre verheiratet und standen 15 Mal zusammen vor der Kamera. Charles Bronson machte sich nach dem Tod seiner Frau rar und spielte nur noch in wenigen Filmen, darunter in "...und den Weihnachtsmann gibt's doch" von 1991 und in "Der Seewolf". 1996 war er im Action-Thriller "Revanche - Jetzt erst recht..." zu sehen.

Damit blieb er dem Genre treu, in dem er so viel Erfolg verbuchte. Bronson wurde Vater von sieben Kindern. Im Jahr 1998 heiratete er die 40 Jahre jüngere Fernsehproduzentin Kim Weeks. Als Mordinspektor in der Serie "Family of Cops" stand er 1998 zum letzten Mal vor der Kamera.

Charles Bronson, der an Alzheimer erkrankt war, starb am 30. August 2003 an einer Lungenentzündung in Los Angeles, im Alter von 81 Jahren.
1951 - Pat und Mike

1952 - Die Feuerspringer von Montana

1952 - Kurier nach Triest

1953 - Das Kabinett des Professor Bondi

1953 - Fegefeuer

1954 - Dieser Mann weiß zuviel

1954 - Der einsame Adler

1955 - Blutgeld

1956 - Der Mann ohne Furcht

1957 - Hölle der 1000 Martern

1958 - Ein Mann in den besten Jahren

1958 - Revolver-Kelly

1959 - Wenn das Blut kocht

1960 - Die glorreichen Sieben

1961 - Massaker im Morgengrauen

1962 - Kid Galahad - Harte Fäuste, heiße Liebe

1963 - Gesprengte Ketten

1964 - ... und knallten ihn nieder

1965 - Die letzte Schlacht

1965 - Dieses Mädchen ist für alle

1966 - Das dreckige Dutzend

1967 - Pancho Villa reitet

1968 - Die Hölle von San Sebastian

1986 - Bei Bullen singen Freunde nicht

1986 - Spiel mir das Lied vom Tod

1969 - Der aus dem Regen kam

1970 - Der Amerikaner

1970 - Kalter Schweiß

1971 - Rivalen unter roter Sonne

1971 - Der Einsame

1972 - Kalter Hauch

1973 - Ein Mann geht über Leichen

1974 - Das Gesetz bin ich

1974 - Ein Mann sieht rot

1975 - Zwischen Zwölf und Drei

1976 - Nevada-Paß

1977 - Telefon

1978 - Ein Mann räumt auf

1979 - Cabo Blanco

1980 - Der Grenzwolf

1981 - Der Mann ohne Gnade

1982 - Ein Mann wie Dynamit

1983 - Der Liquidator

1985 -Death Wish 3

1986 - Murphy's Gesetz

1986 - Der Mordanschlag

1987 - Das Weiße im Auge

1989 - Kinjite - Tödliche Tabus

1991 - ... und den Weihnachtsmann gibt's doch!

1993 - Der Seewolf

1995 - Eiskalte Wut

1996 - Revanche - Jetzt erst recht

NameCharles Dennis Bunchinsky

AliasCharles Bronson

Geboren am03.11.1921

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortEhrenfeld (USA).

Verstorben am30.08.2003

TodesortLos Angeles (USA).