Biografie

Ronald Lauder

Der Unternehmersohn und Wirtschaftsexperte ist im Verwaltungsrat des New Yorker Museums of Modern Art und seit Juli 2007 Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC). Davor war er von 1965 bis 1983 für den mütterlichen Konzern und Kosmetikhersteller "Estée Lauder Inc." tätig. Nachdem Ronald S. Lauder in der ersten Hälfte der 1980er Jahre durch politische Ambitionen unter der Reagan-Administration auf sich aufmerksam gemacht hatte, was ihm von 1983 bis 1986 den Posten eines stellvertretenden Bereichsleiters für die Europa- und NATO-Politik im US-Verteidigungsministerium bescherte, baute er sich im Zuge des Mauerfalls ab 1989 ein Medienimperium in Mittel- und Osteuropa auf...

Menschen und Marken
Ronald Stephen Lauder wurde am 26. Februar 1944 in New York geboren.

Seine Großeltern mütterlicherseits entstammten einer österreichisch-jüdischen Familie. Lauders Mutter, Estée Lauder (geb. Josephine Esther Mentzer), gründete 1946 das Unternehmen "Estée Lauder Inc.", das sich zu einem führenden Kosmetikproduzenten weltweit entwickelte. Nach der Schule nahm Lauder ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der University of Pennsylvania auf, das er für Auslandsstudien an der Pariser Sorbonne und der Universität Brüssel unterbrach, bevor er mit dem Bachelor abschloss. 1965 trat Lauder in das mütterliche Unternehmen ein, für dessen belgische und französische Tochterfirma er bis 1967 tätig war.

Lauder heiratete 1967 Carole Knopf, mit der er zwei Töchter hat. Lauder wechselte dann 1968 in die Werbeabteilung (Sales Promotion) des Mutterkonzerns, wo er als Direktor, dann Vizepräsident und schließlich ab 1972 als Generalmanager die Sales Promotion leitete. 1975 erhob man Lauder zum Executive Vice President der "Estée Lauder International Inc.". 1978 wurde ihm auch die Funktion des Vorsitzenden übertragen. Lauders älterer Bruder, Leonard Alan Lauder, übernahm 1982 als Präsident und CEO die Leitung des Konzerns. Inzwischen zeigte sich Lauder auch in der Politik engagiert.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf von 1980 hatte er die Kandidatur von Ronald Reagan unterstützt, was ihm von 1983 bis 1986 den Posten eines stellvertretenden Bereichsleiters für die Europa- und NATO-Politik im US-Verteidigungsministerium bescherte. Lauder stellte vom Frühjahr bis Herbst 1986 vorübergehend auch den US-Botschafter in Österreich. In dieser Funktion erregte er durch seine kompromisslose Haltung gegenüber dem neu gewählten österreichischen Bundespräsidenten Kurt Waldheim das internationale Medieninteresse: Da Waldheims Verstrickung mit dem nationalsozialistischen Unrechtsregime bekannt geworden war, verweigerte ihm Lauder die offizielle Anerkennung.

Dies bescherte Lauder manche Kritik und auch antisemitisch motivierte Anfeindungen. Nach seiner Rückkehr in die USA wurde Lauder wieder in der Wirtschaft aktiv. Er trieb als Präsident und Vorsitzender der von ihm in New York gegründeten "Lauder Investments Inc." nach dem Mauerfall und der Öffnung der Sowjetunion ab 1989/90 die Expansion nach Osteuropa voran. 1990 rief er die "Central European Development Corp." ins Leben. 1991 folgte die Gründung des Medienunternehmens "Central European Media Enterprises" auf den Bermuda-Inseln, die zahlreiche private Fernsehkanäle in Mittel- und Osteuropa eröffnete und aufbaute.

Neben diesen unternehmerischen Tätigkeiten zeigte sich Lauder durch mehrere Initiativen auch in jüdischen Fragen engagiert. Die Erfahrungen in Österreich hatten ihn seine eigene jüdische Identität ins Bewusstsein gerufen. So gründete er 1987 die Ronald S. Lauder Foundation, die seither jüdische Einrichtungen in Mittel- und Osteuropa unterstützt. Nach einer gescheiterten Kandidatur für das Amt des New Yorker Bürgermeisters 1989 führte Lauder 1999 als Vertreter der israelischen Regierung Verhandlungen mit der syrischen Regierung in Damaskus.

Im Jahr 2001 eröffnete Lauser sein eigenes Museum. Die Neue Galerie an der Fifth Avenue, emtstand in der früheren Stadtvilla der Vanderbilts, Eisenbahnbarone des 19. Jahhunderts. Hier stellt er seine Sammlung deutscher und österreichischer Kunst aus. Im Juli 2007 wurde er Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC).


Menschen und Marken

NameRonald Lauder

Geboren am26.02.1944

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNew York (USA).