Biografie

Philipp Melanchthon

NamePhilipp Schwarzerd

AliasPhilipp Melanchthon

Geboren am16.02.1497

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBretten (D).

Verstorben am19.04.1560

TodesortWittenberg (D).

Philipp Melanchthon

Der Philologe, Philosoph, Humanist, Theologe, Lehrbuchautor, neulateinischer Dichter und "Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands) war treibende Kraft der europäischen kirchenpolitischen Reformation. Philipp Melanchthon schloss sich der Reformationsbewegung Martin Luthers an und wurde dessen bedeutendster Mitarbeiter. Er verfasste im Jahr 1520/21 unter dem Titel "Hauptpunkte" eine Zusammenfassung von Luthers Rechtfertigungslehre. Er war an mehreren Religionsgesprächen beteiligt. 1530 verfasste er das "Augsburgische Bekenntnis" und die Apologie dazu. Mit seiner vermittelnden Art diente er der Entwicklung und Akzeptanz der Reformation...
Philipp Melanchthon wurde am 16. Februar 1497 als Sohn des Kurpfälzischen Waffenschmieds Georg Schwartzerd in Bretten geboren.

Sein Nachnahme Melanchthon bedeutet die Gräcisierung seines deutschen Nachnamens Schwar(t)zerd, die sich bereits von 1510 einbürgerte. Mit dem Tod des Vaters im Jahr 1507 siedelte Melanchthon mit seiner Großmutter nach Pforzheim über. Dort besuchte er die Lateinschule. Die Großmutter war eine Schwester des Humanisten, Gelehrten und Schriftstellers Johannes Reuchlin. 1509 begann Philipp Melanchthon an der Universität Heidelberg zu studieren. Schon während dieser Zeit gab er Adelssöhnen Privatunterricht. 1512 verließ er Heidelberg und zog nach Tübingen. Dort begegnete er Johannes Reuchlin wieder als Lehrer, der großen Einfluss auf ihn ausübte.

Melanchthon schloss im Jahr 1514 sein Studium mit der Magisterpromotion ab. Noch während seiner Tübinger Zeit verfasste er eine Grammatik und lieferte Vorwörter zu verschiedenen Schulbüchern. 1518 folgte Philipp Melanchthon einem Ruf des sächsischen Kurfürsten Friedrich der Weise an die neu gegründete Universität Wittenberg. Die Berufung geschah auf Empfehlung von Reuchlin und gegen die Stimme von Martin Luther. Melanchthon hatte die Professur für Griechisch und Hebräisch inne. In seiner Antrittsvorlesung sprach er über Reformen im Studium, die er mit den humanistischen Ideen und der Annäherung an die Bibel verband. Melanchthons Ideen fanden Luthers Zuspruch. Ab dem Jahr 1518 vertrat er die reformatorische Theologie. Im Jahr darauf nahm Melanchthon an der Seite von Martin Luther an dem Religionsgespräch in Leipzig teil.

In dieser Zeit wurde er zusammen mit dem Theologen und Humanisten Johann Agricola zum Baccalaureus biblicus promoviert. 1521 entstand die Schrift "Loci communes", zu Deutsch: "Hauptpunkte", die als Zusammenfassung von Luthers Rechtfertigungslehre die erste evangelische Dogmatik, hervorgegangen aus Melanchthons Vorlesungen über die Römerbriefe, darstellt. Der Theologe und Pädagoge Melanchthon bemühte sich stets, beide Fachbereiche miteinander zu verbinden. Aus dieser Bemühung heraus entstand die Studienanleitung mit dem Titel "Ratio discendi". In der Zeit zwischen 1522 und 1525 veröffentlichte Melanchthon religionspädagogische Schriften wie zum Beispiel Katechismen. Melanchthons vermittelnde Art besonders in der Reformationszeit dokumentiert sich daran, dass er die Verbindung zu Erasmus von Rotterdam aufrecht hielt, während sie Luther wegen theologischer Meinungsverschiedenheiten abbrach.

In der Zeit von 1525 bis 1528 führte Philipp Melanchthon eine überregionale Kirchen- und Schulorganisation im Kurfürstentum Sachsen ein. Danach widmete er sich der Schaffung neuer Schulordnungen. Gleichzeitig vertrat er das Kurfürstentum Sachsen und die evangelischen Stände auf Reichstagen wie zum Beispiel in Speyer oder Augsburg und in Religionsgesprächen wie zum Beispiel in Worms oder Regensburg. Melanchthon verfasste im Jahr 1530 die "Augsburgischen Bekenntnisse" als evangelische Bekenntnisschrift sowie die "Apologie des Augsburgischen Bekenntnisses". Als Verdienst für seine Leistungen auf dem Gebiet der Universitäts- und Schulreform, die vom humanistischen Denken geprägt war, wurde Philipp Melanchthon mit dem Ehrentitel "Praeceptor Germaniae", zu Deutsch: "Lehrmeister Deutschlands", ausgezeichnet.

Zu seinen Verdiensten gehört auch die Einführung des Religionsunterrichtes in das allgemeine Schulwesen. Melanchthons vermittelnde Art ebnete der evangelischen Reformationsbewegung viele Wege. Andererseits trugen sie ihm auch die Gegnerschaft radikaler Reformatoren wie zum Beispiel in der Frage nach der Abendmahlslehre ein. Zu Melanchthons weiteren Leistungen zählen unter anderem, dass er den ersten evangelischen Katechismus verfasste und die Reformation in Europa in auf ökumenischer Basis vertrat.

Philipp Melanchthon starb am 19. April 1560 in Wittenberg. Der 19. April wurde zum evangelischen Gedenktag an Philipp Melanchthon erhoben.

NamePhilipp Schwarzerd

AliasPhilipp Melanchthon

Geboren am16.02.1497

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBretten (D).

Verstorben am19.04.1560

TodesortWittenberg (D).

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