Biografie

Peter Harry Carstensen

Der diplomierte Agraringenieur und Landwirtschaftslehrer stellte von 2005 bis 2012 den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein. Peter Harry Carstensen engagierte sich ab 1971 in der CDU, in der er ab Mitte der 1980er Jahre eine landespolitische Karriere in Schleswig-Holstein vollzog. Mitte 2000 wurde Carstensen zum stellvertretenden Vorsitzenden der schleswig-holsteinischen CDU berufen. Anfang Juni 2002 erhob man ihn zum CDU-Landesvorsitzenden in diesem Bundesland, wo er in der Folge die Opposition gegen die SPD-Regierung unter Heide Simonis anführte. In der Landtagswahl 2005 brachte er die CDU zurück zur Landesregierung. Im Herbst 2011 übernahm Carstensen den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz...
Peter Harry Carstensen wurde am 12. März 1947 in Elisabeth-Sophien-Koog auf Nordstrand geboren.

Carstensen legte 1966 das Abitur ab. Nach einem Praktikum in einem landwirtschaftlichen Betrieb nahm Carstensen 1968 ein Studium der Agrarwissenschaften an der Universität Kiel auf, das er 1973 als Diplom-Agraringenieur abschloss. Carstensen fügte noch eine Qualifikation zum Lehrer hinzu und legte 1976 das Zweite Staatsexamen für das Lehramt ab. In seiner Studienzeit trat Carstensen der Studentenverbindung Landsmannschaft Troglodytia bei. 1971 wurde er Mitglied der CDU. In den Jahren 1976 bis 1983 war Carstensen als Lehrer an der Landwirtschaftsschule Bredstedt tätig. Auch saß er als Wirtschaftsberater in der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein.

Seine politische Karriere begann Carstensen 1983, als er für die CDU in den Deutschen Bundestag einzog, in dem er bis April 2005 vertreten war. 1986 wurde er zum Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Nordfriesland gewählt. Dieses Amt nahm er bis 1992 wahr. Mitte 2000 wurde Carstensen zum stellvertretenden Vorsitzenden der schleswig-holsteinischen CDU berufen. Anfang Juni 2002 erhob man ihn zum CDU-Landesvorsitzenden in diesem Bundesland, wo er in der Folge die Opposition gegen die SPD-Regierung unter Heide Simonis anführte. Bei den Landtagswahlen 2005 trat Carstensen als Spitzenkandidat der CDU auf. Seine Partei ging mit 40,2% der Stimmen als Sieger aus den Wahlen hervor. Damit konnte Carstensen für die CDU das beste Ergebnis seit dem Rücktritt von Uwe Barschel 1987 erzielen.

Infolge der Wahlen zog Carstensen Anfang März 2005 in den Kieler Landtag ein, worauf er sein Bundestagsmandat niederlegte. Da in der konstituierenden Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtages bei der Wahl des künftigen Ministerpräsidenten weder die bisherige Amtsinhaberin Simonis noch Carstensen die erforderliche Mehrheit erreichten, handelten SPD und CDU die Bildung einer Großen Koalition aus. Am 27. April 2005 wählte der Kieler Landtag Carstensen zum neuen Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins. Nach dem Bruch der Großen Koalition, führte er die CDU in die vorgezogene Landtagswahl 2009 und konnte mit der FDP weiterhin die Landesregierung stellen. Am 30. August 2010 stellte das Landesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit des Landeswahlgesetzes fest, worauf eine Neuwahl des Landtages angeordnet wurde.

Am 18. September 2010 übertrug Carstensen den Landesvorsitz der CDU an den Fraktionsvorsitzenden im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Christian von Boetticher. Weiter verzichtete Carstensen auf eine erneute Kandidatur für die vorzeitige Neuwahl des Landtages am 6. Mai 2012. Aus der Wahl gingen SPD, Bündnis 90/Die Grünen und SSW als Sieger hervor, worauf Torsten Albig vom Landtag am 12. Juni 2012 zum Nachfolger Carstensens im Amt des Ministerpräsidenten gewählt wurde.

Peter Harry Carstensen ist seit 1996 Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er ist verwitwet und Vater von zwei Töchtern.


Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

NamePeter Harry Carstensen

Geboren am12.03.1947

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortNordstrand (D).