Biografie

Paul Carl Beiersdorf

Der Hamburger Apotheker entwickelte in den 1880er Jahren neuartige Haft- und Heilpflaster, mit denen er die Grundlage für das von ihm gegründete Unternehmen legte. In enger Zusammenarbeit mit dem Dermatologen Paul Gerson Unna begründete er das Pflastergeschäft und erhielt für die Guttaperchapflastermulle 1882 sein erstes Patent. Aus der Erfindung Paul Beiersdorfs entstanden unter seinen Nachfolgern die Marken "Leukoplast", "Nivea", "Hansaplast" und "Tesa", die den Namen "Beiersdorf" weltweit bekannt machten. 1890 verkaufte er die Firma, die seinen Namen behielt, an Oscar Troplowitz...

Menschen und Marken
Paul Carl Beiersdorf wurde am 1836 in Neuruppin geboren.

Über seine Kindheit, Jugend und ersten beruflichen Tätigkeiten ist nichts bekannt. Fest steht, dass sich Beiersdorf wohl lange Zeit im Ausland aufhielt. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in Berlin nieder, wo er Mitinhaber einer optischen Firma wurde. 1880 erfolgte der Wechsel nach Hamburg, wo Beiersdorf die Merkur-Apotheke betrieb. Als Apotheker führte er auch physiologische und lebensmittelchemische Untersuchungen durch. Beiersdorf vertiefte sich in die Produktion dermatologischer Präparate und entwickelte Salbenmullbinden.

Von den Apotheken in den USA übernahm er die Kautschukpflaster: Somit führte er erstmals in Deutschland ein Pflaster ein, das auch im kalten Zustand haftete. In enger Zusammenarbeit mit dem Dermatologen Paul Gerson Unna begründete er das Pflastergeschäft. Er entwickelte die Heftpflaster zu Heilpflastern weiter, indem er sie mit klebendem Harz und mit Guttapercha versah, worauf die Pflaster mit unterschiedlichen Arzneistoffen bestrichen wurden. Am 28. März 1882 erhielt er sein Patent zur Produktion "gestrichener Pflaster". Dieses Datum gilt als Geburtsstunde des Unternehmens Beiersdorf.

Denn im selben Jahr wurde die Pflasterherstellung aus der Apotheke ausgelagert, um sie nun auf die Firma "Beiersdorf" überzuführen, die ab 1886 auch Salbenstifte und medizinische Seifen herstellte. Ihren eigentlichen Durchbruch erlebten die Produkte jedoch erst unter Beiersdorfs Nachfolger: 1890 übernahm Oscar Troplowitz (1863-1918) das Unternehmen, für das er bereits 1892 eine große Fabrik errichtete.

Paul Carl Beiersdorf verstarb am 17. Dezember 1896 in Berlin.

Der neue Beiersdorf-Chef Troplowitz entwickelte indes die Guttaperch-Pflastermulle mit Hilfe einer Zinkoxyd-Kautschuk-Mischung zur Marke "Leukoplast" weiter, die ab 1901 ihren Siegeszug um die Welt antrat und durch Beiersdorf-Niederlassungen in den USA, Großbritannien und Argentinien die weltweite Expansion der Firma einleitete. Die Beiersdorf-Chemiker entwickelten 1911 eine schneeweiße Handcreme, indem sie Wasser und Öl durch den Emulgator Eucerit miteinander verbanden: Die Marke "Nivea" (nivis, lat.: Schnee; niveus/nivea/niveum, lat.: schneeweiß) war geboren.

Nach dem Tod Troplowitzs wurde 1922 mit "Hansaplast" ein verbessertes Leukoplast-Pflaster mit Mulleinlage auf dem Markt eingeführt. Das Unternehmen wurde im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die 1933-1954 von Carl Claussen und 1957-1979 von Georg W. Clausen geführt wurde. 1994 wurde Rolf Kunisch Vorstandsvorsitzender der Beiersdorf AG.


Menschen und Marken

NamePaul Carl Beiersdorf

Geboren am00.00.1836

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortNeuruppin (D).

Verstorben am17.12.1896

TodesortBerlin (D).

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