Biografie

Otto Hahn

NameOtto Hahn

Geboren am08.03.1879

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortFrankfurt a.M. (D).

Verstorben am28.07.1968

TodesortGöttingen (D).

Otto Hahn

Der Chemiker zählte zu den herausragendsten Kapazitäten in der Geschichte der deutschen Naturwissenschaften des 20. Jahrhunderts. Otto Hahn erlangte durch die erste Uranspaltung internationale Anerkennung. Während der nationalsozialistischen Herrschaft fiel er durch seine Verweigerungshaltung gegenüber dem Regime auf. In der Nachkriegszeit engagierte sich Hahn gegenüber den Gefahren eines Missbrauchs der Kernenergie für eine ethische Verantwortungspflicht des Wissenschaftlers...
Otto Hahn wurde am 8. März 1879 als Sohn eines Kaufmanns in Frankfurt am Main geboren.

Nach der Schule begann er ein Chemie-Studium, das er 1901 mit der Promotion abschloss. In den Jahren 1905 bis 1906 tat sich Hahn durch radiochemische Forschungen unter der Leitung von Rutherford hervor. Im Anschluss daran war er bis 1910 für das Chemische Institut der Universität Berlin tätig. 1910 erhielt Hahn in Berlin seine Berufung zum Professor. Nachdem er im Ersten Weltkrieg 1914 bis 1918 kurzfristig als Offizier an der Front eingesetzt worden war, arbeitete Hahn für die militärische Giftgas-Einheit unter der Leitung von Fritz Haber.

Im Jahr 1924 wurde Otto Hahn zum kommissarischen Leiter des "Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie" ernannt. In den Jahren 1928 bis 1945 fungierte Hahn als Direktor des Instituts. 1928 trat er außerdem als Senator in die "Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft" ein. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 und der anschließenden Vertreibung Fritz Habers wurde Hahn zum kommissarischen Leiter von dessen Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie bestellt. Zugleich schied Hahn jedoch aus der Berliner Universität aus. Auch verweigerte er den üblichen Beitritt zur NSDAP.

Im Jahr 1935 nahm Hahn an einer von den Nationalsozialisten verbotenen Gedenkveranstaltung für Haber teil. Drei Jahre später, 1938, verhalf er seiner Mitarbeiterin Lise Meitner zur Flucht ins Ausland. Meitner war unter Hahn zur unverzichtbaren Mitarbeiterin avanciert. Im regen Briefwechsel mit Hahn lieferte sie die theoretischen Grundlagen zur Atomspaltung. Ebenfalls im Jahr 1938 erzielte Hahn die erste Kernspaltung mit Uran und Thorium. Für diese Leistung und die nachfolgende Erforschung der Spaltungsergebnisse erhielt der Chemiker im Dezember 1944 den Nobelpreis.

Nach Kriegsende 1945 und einer anschließenden vorübergehenden Internierung in Großbritannien wurde Otto Hahn 1946 zum Präsidenten der "Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft" berufen. Von 1848 bis 1960 fungierte er als erster Präsident von deren Nachfolgeorganisation, der "Max-Planck-Gesellschaft". In der Nachkriegszeit trat Hahn wiederholt für eine verantwortungsvolle Haltung und ein ethisches Bewusstsein des Naturwissenschaftlers gegenüber den Gefahren im Atomzeitalter ein.

Gegen den Missbrauch der Kernenergie nahm er im Sommer 1955 an der Mainauer Kundgebung teil. Im April 1957 unterschrieb Hahn die Göttinger Erklärung, die eine ähnliche Zielrichtung verfolgte. 1968 erschien die Autobiographie des Chemikers unter dem Titel "Mein Leben".

Otto Hahn starb am 28. Juli 1968 in Göttingen.

NameOtto Hahn

Geboren am08.03.1879

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortFrankfurt a.M. (D).

Verstorben am28.07.1968

TodesortGöttingen (D).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html