Biografie

Nigel Kennedy

Der englische Geiger vollzog bereits in jungen Jahren eine glänzende Karriere in seinem Fach. Als Schüler des Altmeisters Yehudi Menuhin standen Nigel Kennedy die Türen zu den weltweit bedeutendsten Orchestern offen. 1977 gab er in London sein Debüt als Konzertgeiger mit dem "Royal Festival Hall Orchestra" unter der Leitung von Riccardo Muti. Mit seinem breit gefächerten Repertoire von Klassik, Jazz bis Pop, wurde er international bekannt. So versteht sich Kennedy als Grenzgänger zwischen verschiedenen Musikstilen. Seine Virtuosität und Energie haben indes der klassischen wie auch der modernen Musik neue Impulse verliehen. Kennedy wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, darunter dreimal mit dem "ECHO Klassik"...
Nigel Kennedy wurde am 28. Dezember 1956 in Brighton als Sohn eines Cellisten und einer Klavierlehrerin geboren.

Im Alter von sechs Jahren begann Kennedy Violine zu spielen. Er studierte früh an der Jehudi Menuhin School in London und wurde von Menuhin persönlich gefördert. Ab 1972 war er an der Juilliard School of Music in New York eingeschrieben. Bereits während seines klassischen Studiums widmete er sich auch dem Jazz und der populären Musik. 1977 gab er in London sein Debüt als Konzertgeiger mit dem "Royal Festival Hall Orchestra" unter der Leitung von Riccardo Muti. Ab dem Jahr 1980 trat Kennedy auch regelmäßig mit den Berliner Philharmonikern auf, außerdem spielte er mit Gidon Kremer in Lockenhaus und trat auch auf anderen Festivals auf.

Großen Erfolg hatte er mit den Einspielungen der "Vier Jahreszeiten" von Antonio Vivaldi. Weiter entstanden Aufnahmen der Violinkonzerte von Edward Elgar und Felix Mendelssohn Bartholdy. Das große Interesse an Nigel Kennedy beruhte nicht nur auf seinem geigerischen Können, sondern auch auf seiner untypischen und lockeren Haltung. So trägt er legere Kleidung, die ihm das Image des "Punk-Geigers" bescherte. Weiter liegt sein Interesse auch in der zeitgenössischen Musik. Von 1974 bis 1976 sammelte er umfangreiche Erfahrungen als Jazzgeiger in der Zusammenarbeit mit Stéphane Grappelli.

Im Jahr 1990 erhielt er die "Goldene Rose von Montreux" für eine Fernsehaufzeichnung von Vivaldis "Vier Jahreszeiten". Das Album, das diesem Konzert zu Grunde lag, wurde über ein Jahr auf Platz eins der britischen Klassikcharts gelistet. Seit 1990 ist Kennedy Ehrenvizepräsident des Fußballvereins Aston Villa. 1991 veröffentlichte er seine Autobiographie mit dem Titel "Spielen ist alles". Nach einer längeren Pause folgte das Album "Kafka" aus dem Jahr 1997, das auch eigene Kompositionen enthält und Elemente von Klassik, Jazz und Pop vereint, sowie eine Einspielung von Jimi Hendrix-Songs, die er 1999 auf einer Konzerttournee vorstellte.

Im Jahr 2000 veröffentlichte Nigel Kennedy mit dem Titel "Riders on the Storm – The Doors Concerto" einen weiteren Rock Klassiker. 2001 wurde er als "Male Artist of the Year" mit dem "Classical BRIT Award" und mit dem "ECHO Klassik" als "Instrumentalist des Jahres". Für seine Konzerteinspielung "The Vivaldi Album Vol. 2" wurde er erneut mit dem "Klassik-Echo" 2005 ausgezeichnet.

NameNigel Kennedy

Geboren am28.12.1956

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortBrighton (GB).