Biografie

Monica Seles

Die jugoslawisch-US-amerikanisch-ungarische Sportlerin dominierte Anfang der neunziger Jahre das Damentennis und avancierte zu einer der besten und erfolgreichsten Tennisspielerinnen aller Zeiten. Sie gewann 53 Turniere im Einzel und führte in dieser Zeit mehrmals die WTA-Rangliste der weltbesten Spielerinnen an (gesamt 178 Wochen). Monica Seles gewann 1991, 1992, 1993 und 1996 die Australien Open, 1990, 1991 und 1992 die French Open, 1991 und 1992 die US-Open sowie 1990, 1991 und 1992 die WTA Tour Championchips. Nach einem Attentat (1995) bei einem Tennisturnier in Hamburg setzte sie rund 27 Monate aus. Nach ihrem Comeback konnte Monica Seles nicht mehr an die vorigen Leistungen anknüpfen...
Monica Seles wurde am 2. Dezember 1973 als Tochter eines Cartoon-Zeichners in Novi Sad in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Serbien geboren.

Monica Seles begann schon früh in ihrer Kindheit mit dem Tennisspielen. Im Alter von neun Jahren, im Jahr 1981, erreichte sie den jugoslawischen Meistertitel in der Altersklasse unter zwölf Jahren. 1985 wurde sie inoffizielle Junioren-Weltmeisterin. Im Jahr darauf verließ Monica Seles mit ihrer Familie die jugoslawische Heimat und siedelte nach Florida über. Dort wurde sie von Trainer Nick Bollettieri sportlich betreut. 1989 wechselte sie ins Profilager. Mit fünfzehn Jahren besiegte Monica Seles die routinierte Topspielerin Chris Evert, und sie gewann als jüngste Spielerin der Tennisgeschichte ein Grand-Slam-Match.

Nun avancierte sie zu einer der besten und erfolgreichsten Tennisspielerinnen aller Zeiten. Im Jahr darauf, 1990, gewann sie ihr erstes Grand-Slam-Turnier. Im Endspiel stand ihr die als Favoritin geltende Steffi Graf gegenüber. Mit dem Sieg trug sich Monica Seles als jüngste Gewinnerin der French Open in die Geschichte dieses Grand-Slam-Turniers ein. Es folgte der Sieg beim New York Masters. Monica Seles führte erstmals die Weltrangliste der Top-Tennisspielerinnen an. 1991 konnte sie ihre Leistungen weiterhin verbessern.

Sie gewann die Grand-Slam-Turniere Australien Open, French Open und US Open. In diesem Jahr gewann sie erstmals die Wahl zur Weltsportlerin des Jahres. Die fulminante Serie der Turniersiege wiederholte sie im Folgejahr 1992. Auch errang sie zum zweiten Mal hintereinander für ihre sportlichen Leistungen den Titel der Weltsportlerin des Jahres. Im Jahr darauf erspielte sie sich zum drittenmal in Serie den Sieg der Australian Open. 1993 nahm sie an den German Open in Hamburg teil. Dort wurde sie von einem Attentäter auf dem Tennisplatz mit einem Messer attackiert und verletzt.

Das war das vorläufige Aus ihrer bis dahin großartigen Tennislaufbahn. Monica Seles pausierte über 27 Monate lang vom Tenniszirkus. 1995 beging die Tennisspielerin ihr Comeback zunächst mit einem Schaukampf gegen Martina Navratilova. Dann nahm sie auch wieder an Turnierwettkämpfen teil. Zunächst konnte sie an ihre alte Leistungsform anknüpfen. Im gleichen Jahr beendete sie die Australian Open bereits zum viertenmal als Siegerin. In dieser Zeit erschien auch ihre Autobiografie mit dem Titel "From Fear to Victory", die in Deutschland unter dem Titel "Mein zweites Leben" herauskam.

Im Jahr 1996 startete sie für das amerikanische Team im Federation Cup, den es in diesem Jahr auch gewann. 1999 wiederholte sie diesen Erfolg. Monica Seles machten zunehmend gesundheitliche Probleme und Verletzungen zu schaffen und beeinträchtigten ihre Leistungen. Dennoch hielt sie sich bis zum Jahr 1999 unter den zehn weltbesten Spielerinnen. 2000 sackte sie weiter ab und nahm Platz 10 in der Weltrangliste der Damen ein. Im gleichen Jahr war sie bei den Olympischen Sommerspielen in Sydney dabei und konnte die Bronzemedaille gewinnen. 2002 drang Monica Seles bei den Australian Open bis ins Halbfinalspiel vor. Dort traf sie auf die schweizerische Topspielerin Martina Hingis, die das Match für sich entschied.

Monica Seles hatte ihre größten Tennistriumphe vor der Zeit des Attentates. Nach ihrem Comeback gelang ihr der Sieg der Australian Open 1996 als einziger großer Erfolg. Auch im Jahr 2002 scheiterte sie in Wimbledon im Viertelfinale knapp an der Belgierin Justine Henin. Monica Seles ist Linkshänderin, schlägt aber ihre Vor- und Rückhand beidhändig. Zu ihrer Titelbilanz zählen unter anderem 53 WTA-Einzeltitel und sechs WTA-Titel im Doppelspiel.

Mittlerweile hat sich Seles vom Turniersport zurückgezogen und ihre Karriere beendet.

NameMonica Seles

Geboren am02.12.1973

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortNovi Sad (Serbien)