Biografie

Maximilian von Baden

Der Monarch und Sohn des preußischen Generals Wilhelm Max von Baden vollzog zunächst eine militärische Karriere, die ihn zum Generalmajor aufsteigen ließ. Verdient machte sich Prinz Max von Baden durch seinen sozialen Einsatz innerhalb des Roten Kreuzes, ehe er zum Reichskanzler und zum preußischen Ministerpräsidenten aufstieg. Zur Rettung der Monarchie ernannte er 1918 den SPD-Politiker Friedrich Ebert zum Reichskanzler. Nach seinem Rücktritt gründete er mit der Internatsschule Salem eine der renommiertesten Lehranstalten...
Prinz Max von Baden wurde am 10. Juli 1867 als Sohn des preußischen Generals Wilhelm Max von Baden und seiner Frau Maria (geb. von Leuchtenberg) in Baden-Baden geboren.

Hier wuchs er auf und besuchte die Schule. Nach einer humanistischen Ausbildung wurde Max von Baden preußischer Offizier. 1900 heiratete der Monarch Maria-Luise von Hannover, königliche Prinzessin von Großbritannien und Irland, Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg. 1907 wurde er, nach dem Tod seines Onkels, designierter Nachfolger seines kinderlosen Neffen, des Großherzogs Friedrich II. von Baden sowie Präsident der Ersten Badischen Kammer. 1911 beendete Max von Baden mit dem Dienstgrad eines Generalmajors seine militärische Karriere.

Zu beginn des Ersten Weltkrieges 1914 trat Max von Baden als Vertreter des Großherzogs dem Stab des Generalkommandos des 14. Armeekorps bei. Diesem waren auch die Badischen Truppen unterstellt. Sein gesundheitlich schwacher Zustand veranlasste ihn jedoch bald zur Rückkehr nach Baden-Baden. Im Oktober 1914 erfolgte seine Berufung zum Ehrenvorsitzenden im Gesamtvorstand des badischen Landesvereins vom Roten Kreuz. Max von Baden entwickelte sich in der Folge zum fürsorglichen Wohltäter zugunsten Kriegsverletzter und Kriegsgefangener im In- und Ausland. Dabei nutzte er seine familiären Kontakte zum russischen und schwedischen Hof sowie seine geografisch nahen Beziehungen in die Schweiz.

Noch während des Krieges wurde Prinz Max von Baden 1916 zum Ehrenpräsidenten der deutsch-amerikanischen Kriegsgefangenenhilfe des Weltbundes der "Christlichen Vereine Junger Männer" (CVJM) berufen. Am 30. September 1918 empfahl Reichskanzler Georg Graf von Hertlingen Max von Baden als seinen Amtsnachfolger. Am 3. Oktober erfolgte seine Wahl zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten. In dieser Position übermittelte Max von Baden am 5. Oktober 1918 einen Waffenstillstandsgesuch an den US-amerikanischen Präsidenten Woodrow T. Wilson auf der Basis eines 14 Punkte Programms.

Kurz darauf erzwang er auf Druck gegen die oberste Heeresleitung die Entlassung des Generals Erich Ludendorff. Zur Rettung der Monarchie verkündete Max von Baden am 9. November 1918 die Abdankung des Kaisers und übergab eigenmächtig Friedrich Ebert, dem Parteivorsitzenden der SPD, das Amt des Reichskanzlers. Nach seinem Rücktritt galt das Interesse Max von Badens der Gründung einer Internatsschule auf Schloss Salem. Ziel der Einrichtung, die noch bis heute Bestand hat, war der Wunsch zur Schaffung einer Stätte zur Erziehung von Elite-Schülern.

Prinz Max von Baden starb am 6. November 1929 in Salem.

NameMaximilian von Baden

AliasMax von Baden

Geboren am10.07.1867

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBaden-Baden (D).

Verstorben am06.11.1929

TodesortSalem (D).