Biografie

Woodrow Wilson

Der US-amerikanische Politiker, Professor für Geschichte und Rechtswissenschaften stellte von 1913 bis 1921 den 28. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Nachdem er innenpolitisch durch die Einführung der Zollsenkung, der Schaffung der Bundeszentralbank, der Antitrust-Gesetze sowie der Einführung der Steuerprogression liberale Reformen gegen die Hochfinanz durchgesetzt hatte, verfolgte er in der Außenpolitik die "Politik der offenen Tür". Zunächst neutral (1914) führte Woodrow Thomas Wilson die USA 1917 in den Ersten Weltkrieg. 1918 proklamierte er "Vierzehn Punkte für einen maßvollen Frieden", auf deren Grundlage die deutsche Regierung um Waffenstillsand gesuchte. 1920 erhielt Wilson den Friedensnobelpreis...

William Taft < > Warren Harding
Woodrow Thomas Wilson wurde am 28. Dezember 1856 in Staunton, Virginia geboren.

Woodrow Wilson, der als drittes von vier Kindern des Elternpaars geboren wurde, war mütterlicherseits schottischer und väterlicherseits schottisch-irischer Abstammung. Wilsons Vater war promovierter Theologe und Pfarrer der Presbyterianischen Kirche, sah darin jedoch keinen Widerspruch zur Sklaverei und hielt eigene Sklaven. Wilson hatte sich in Privatschulen in Augusta, Georgia, und Columbia, South Carolina, auf die Hochschulreife vorbereitet. Er studierte dann an der Universität Princeton (1875-1879), wo er 1879 den Bachelor of Arts ablegte.

Anschließend studierte Wilson ein Jahr Rechtswissenschaften an der Universität von Virginia in Charlottesville, um anschließend in Atlanta, Georgia, ein dreijähriges juristisches Praktikum zu absolvieren (1880-1883). Während dieser Zeit entschied er sich Lehrer zu werden. 1883 studierte er an der Johns Hopkins University in Baltimore Geschichte und Politikwissenschaften; 1886 promovierte er dort mit dem Thema "Congressional Government" zum Doctor of Philosophy. Von 1885 bis 1888 war er Lehrer am Bryn Mawr College, Pennsylvania, einer angesehenen höheren Lehranstalt für Mädchen. 1888 wurde er Professor für Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Wesleyan University, Middletown, Connecticut.

Ab 1890 war er Professor für Rechtswissenschaften und Nationalökonomie an der Universität Princeton, worauf er von 1902 bis 1910 auch deren Rektor stellte. Von 1887 bis 1898 war er nebenbei als Dozent für Verwaltungswissenschaften an der Johns Hopkins University tätig. Im Juni 1885 heiratete er seine aus Savannah, Georgia, stammende Frau Ellen Luise, geb. Axsen; aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Am 8. November 1910 wurde er zum Gouverneur von New Jersey ernannt. Aus diesem Amt wurde er am 5. Dezember 1912 in Washington zum 28. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt und am 4. März 1913 im Amt vereidigt. Der Beginn seiner Administration wurde im zweiten Amtsjahr 1914 vom Ludlow Massaker von Colorado und dem Beginn des Ersten Weltkrieges überschattet.

Im selben Jahr erklärte er die Neutralität Amerikas im Ersten Weltkrieg. Innenpolitisch setzte sich der liberale Reformer gegen die Hochfinanz durch. Ziel war die Senkung der Zollgebühren sowie der allgemeinen Steuer. Außenpolitisch verfolgte er in Lateinamerika eine Politik der offenen Grenzen zu den USA. Weiter wurden unter seiner Politik die Bundeszentralbank, das Antitrustgesetz und die Steuerprogression geschaffen. 1916 besetzte die USA die Dominikanische Republik und die amerikanische Regierung kaufte die Inselgruppe Virgin Island von Dänemark. Weiter wurden in Folge der Ausdehnung des Ersten Weltkrieges die amerikanischen Streitkräfte mit dem "National Defence Act" verstärkt.

Bei den Präsidentschaftswahlen 1916 wurde Woodrow Wilson am 7. Dezember klar im Amt bestätigt. Im April 1917 traten die USA in Folge der russischen Februar-Revolution dem Ersten Weltkrieg bei. Am 6. April erging von Wilson die offizielle Kriegserklärung gegen das Deutsche Reich und im Mai wurde das allgemeine selektive Wehrpflicht-Gesetz verabschiedet. Am 11. November 1918 erfolgte die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches und im Januar 1919 erfolgte die Umsetzung des Hoover-Plans zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mit Lebensmitteln. In Paris wurde am 28. April 1919 der "14 Punkte - Friedensbotschaftsvertrag" geschlossen und in Versailles wurden am 28. Juni 1919 die Versailler-Verträge unterschrieben.

Am 25. September 1919 erlitt Woodrow Wilson einen Nervenzusammenbruch, in dessen Folge er wochenlang arbeitsunfähig wurde. Nach seiner Genesung entschied sich der Senat für Wilsons Veto im Prohibitions-Gesetz, bei den Versailler-Verträgen lehnten die USA eine Ratifizierung ab. Im Dezember 1919 erfolgte die Deportation von 249 in den USA lebenden Kommunisten in die Sowjet Union. Im Januar 1920 folgten zahlreiche Massenverhaftungen weiterer Kommunisten. Darunter waren auch die Anarchisten Sacco und Vanzetti. Am 26. September 1920 erging das Wahlrecht für Frauen und am 10. Dezember 1920 wurde Woodrow Wilson mit dem Friedens-Nobel-Preis bedacht.

Im März 1921 endete seine zweite Amtszeit. Als Nachfolger im Amt der US-Präsidentschaft wurde am 4. März 1921 Warren Harding vereidigt.

Woodrow Thomas Wilson verstarb am 3. Februar 1924, im Alter von 67 Jahren.


William Taft < Woodrow Wilson > Warren Harding

NameWoodrow Wilson

Geboren am28.12.1856

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortStaunton, Virginia (USA)

Verstorben am03.02.1924

TodesortWashington DC. (USA)

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