Biografie

Max Baer

Der Sohn eines Metzgers geriet zu Beginn seiner Profi-Karriere im Boxsport durch einen tragischen Unfall in die Schlagzeilen: Max Baer versetzte 1930 seinem Gegner Frankie Campbell einen so heftigen K.o.-Schlag, dass dieser daran verstarb. Durch seinen Sieg über Max Schmeling avancierte Baer 1933 zu einem Hauptgegner der nationalsozialistischen Propaganda. 1934 erlangte er im Kampf gegen Primo Carnera den Weltmeistertitel im Schwergewicht, den er im Jahr darauf wieder an James Braddock abgeben musste. Auch nach dem Ende seiner Profi-Karriere im Jahr 1941 verschwand Baer nicht aus der Öffentlichkeit: Als Filmschauspieler, Sportberichterstatter und Entertainer blieb der vielseitige Star seinem Publikum bis zu seinem frühen Tod treu...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Max Baer wurde als Maximilian Adelbert Baer am 11. Februar 1909 in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska geboren.

Er wuchs in Colorado und Kalifornien auf. Der Vater Baers betrieb dort Metzgereien, in denen der Junge aushalf. Durch das Tragen schwerer Lasten bildete er frühzeitig seinen Körper aus, weshalb er sich bald dem Boxsport zuwandte. Baer begann 1929 seine Karriere im Profi-Boxsport, die er jedoch ein Jahr später wegen eines tragischen Unfalls fast wieder beendet hätte: Im August 1930 besiegte er in San Francisco Frankie Campbell durch K.o., der kurz darauf seinen Verletzungen erlag.

Gegen Baer wurde wegen Totschlags ermittelt und er litt noch Monate nach dem Kampf unter Alpträumen. Obwohl er von allen Vorwürfen freigesprochen wurde, verhängte die Boxkommission Kaliforniens eine einjährige Sperre über ihn. Baer stiftete die Einnahmen der folgenden Kämpfe den Hinterbliebenen Campbells. 1933 besiegte Baer in einem legendären Kampf in New York den deutschen Boxer Max Schmeling. Der Sieg wurde von der nationalsozialistischen Propaganda in Deutschland in Frage gestellt, da Baer jüdischen Glaubens war.

Umgekehrt bescherte er dem amerikanischen Boxer weltweite Popularität bei der jüdischen Bevölkerung. Im selben Jahr gab Baer sein Filmdebüt in dem MGM-Streifen "The Prizefighter and the Lady", der 1934 ein Aufführungsverbot in Nazi-Deutschland erhielt. Im Juni 1934 trat Baer um den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Primo Carnera an, den er prompt besiegte. Er verlor den Titel wieder im Juni 1935 an James Braddock.

Baer setzte dann seine Karriere noch für einige Jahre fort. Im Juni 1939 trat er in dem ersten fernsehübertragenen Schwergewichtskampf der Boxgeschichte im WNBT-TV New Yorks gegen Lou Nova an, den er besiegte. Seinen letzten Profi-Kampf bestritt Baer 1941 gegen Nova, dem er diesmal jedoch unterlag. Danach zog er sich aus dem Boxsport zurück. Während seiner Profi-Karriere hatte er im Zeitraum 1929-1941 insgesamt 84 Begegnungen bestritten, von denen er 72 gewann, darunter 53 durch K.o.-Siege.

Der ehemalige Profi-Boxer war dann noch in rund 20 Filmen als Schauspieler zu erleben. Er trat auch in anderen Medien wie lokalen Radio- und TV-Stationen in Sacramento und anderswo auf, wo er sich u.a. als Sportberichterstatter betätigte.

Max Baer starb am 21. November 1959 an einem Herzanfall in Hollywood. Er wurde in Sacramento beigesetzt.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameMaximilian Adelbert Baer

AliasMax Baer

Geboren am11.02.1909

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortOmaha (Nebraska, USA)

Verstorben am21.11.1959

TodesortHollywood (Kalifornien, USA)