Biografie

Gregory Peck

Der US-amerikanische Schauspieler avancierte in den 1940er Jahren zu einem der bedeutendsten Darsteller Hollywoods. Berühmt machten ihn die Darstellungen des Gentlemans, der Aufrichtigkeit und Würde verkörperte. In einem seiner erfolgreichsten Filme, "Ein Herz und eine Krone" (1954), spielte Gregory Peck an der Seite von Audrey Hepburn einen Sensationsreporter, der aus Liebe zu einer Prinzessin auf seine Erfolgs-Story verzichtet. In dem Film "Moby Dick" (1956) zeichnete er den besessenen Kapitän "Ahab", was seine Wandlungsfähigkeit eindrucksvoll unterstrich. Für seine Rolle als Anwalt in "Wer die Nachtigall stört" (1962) wurde er mit dem "Oscar" ausgezeichnet. Zu weiteren erfolgreichen Filmen zählen "Spellbound" (1945), "Der Fall Paradin" (1947), "Des Königs Admiral" (1950), "Schnee am Kilimandscharo" (1952) und "Arabeske" aus dem Jahr 1966...
Gregory Eldred Peck wurde als Sohn eines irischstämmigen Apothekers am 5. April 1916 in La Jolla im US-Bundesstaat Kalifornien geboren.

Seine Eltern ließen sich scheiden, als er drei Jahre alt war. Peck wuchs zunächst bei seiner Großmutter auf. Im Alter von zehn Jahren wechselte er auf eine römisch-katholische Militärschule nach Los Angeles. Nach seinem Abschluss ging er an die San Diego State University, die er aber nach einem Jahr wieder verließ. 1936 schrieb sich Peck als Medizinstudent an der University of California, Berkeley ein. Kurz darauf wechselte er im Hauptfach zu Englisch. Am Theater der Universität machte er indes erste Bühnenerfahrungen. Hier fand er seine Berufung, und nach Abschluss des Studiums 1939 reiste er nach New York, um sich im Neighborhood Playhouse weiter ausbilden zu lassen. Eine Rückenverletzung aus der College-Zeit verhinderte, dass er zum Kriegsdienst des Zweiten Weltkrieges eingezogen wurde.

Sein Broadwaydebüt 1942 gab er somit als Hauptdarsteller in Emlyn Williams "Morning Star". 1944 feierte er mit "Days of Glory" sein Hollywood-Debüt. Bereits für seinen zweiten Film "Schlüssel zum Himmelreich" (1944) wurde er für den "Oscar" nominiert. Seinen Durchbruch markierte 1945 der Film "Ich kämpfe um dich" (Spellbound) mit Ingrid Bergman nach der Regie von Alfred Hitchcock. 1947 entstand erneut mit Hitchcock der Film "Der Fall Paradin". Zum Star und zum Prototyp des ehrlichen Gentlemans, der höchste Werte verkörpert, avancierte er in der Rolle des "Captain Horatio Hornblower" in "Des Königs Admiral" (1950). In den 1950er Jahren war Gregory Peck mit Produktionen wie "David und Bathseba" (1951), "Flammen über Fernost" (1954) oder "Die Krone des Lebens" (1959) in einigen erfolgreichen Produktionen zu sehen.

Mit dem Film "Ein Herz und eine Krone" (1954) war Gregory Peck an der Seite von Audrey Hepburn an einem der populärsten Filme des Jahrzehnts beteiligt. 1956 glänzte er als besessener "Captain Ahab" in "Moby Dick". Außerdem war Peck immer wieder in Filmen von Henry King vertreten, zum Beispiel als "Johnny Ringo" in "Der Scharfschütze", in "David", in "Bathsheba" und neben Ava Gardner in "Schnee am Kilimandscharo". 1955 heiratete Gregory Peck seine zweite Frau Veronique Passani, mit der er zwei Kinder bekam. Aus seiner ersten Ehe mit Greta Konen hatte er bereits drei Söhne. 1962 wurde Gregory Peck nach drei Nominierungen schließlich mit dem "Oscar" ausgezeichnet. Er bekam ihn für seine Rolle als Anwalt "Atticus Finch" in dem Drama "Wer die Nachtigall stört". Peck war auch als Produzent und Schauspieler in TV-Produktionen tätig.

Im Jahr 1982 schlüpfte er beispielsweise in die Rolle des amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln in der Serie "The Blue And The Grey". Danach stand Peck mit Jane Fonda in "Old Gringo" vor der Kamera und hatte eine Rolle neben Danny DeVito in "Das Geld anderer Leute". Peck verabschiedete sich in der Folge nach und nach vom Filmgeschäft. Er arbeitete unter anderem an seiner Autobiographie "An Actor's Life", die 1988 erschien. 1991 übernahm er noch einmal eine kleine Rolle in Martin Scorseses "Kap der Angst", einem Remake des Thrillers von 1962. Neben seiner Arbeit beim Film war Peck ein engagierter Mann in einigen Ämtern. 1964 wurde er in den "National Council Of Arts" berufen, von 1967 bis 1970 war er der Präsident der "Academy Of Motion Picture Arts And Sciences" und im selben Jahr war er Mitbegründer des "American Film Institute".

Ebenfalls 1967 erhielt er für sein Engagement den "Jean Hersholt Humanitarian Award", 1989 wurde er mit dem "Life Achievement Award" des "American Film Institute" ausgezeichnet und 1993 bekam Gregory Peck den "Goldenen Bären" der Berliner Filmfestspiele für sein Lebenswerk. 1995 erhielt er den Ehren-César für sein Lebenswerk. Zu seinen letzten Filmprojekten zählte der Titel "American Prophet: The Story of Joseph Smith" aus dem Jahr 2000.

Gregory Peck starb am 12. Juni 2003 in Los Angeles.
1945 - Die Entscheidung

1945 - Ich kämpfe um Dich

1946 - Duell in der Sonne

1947 - Der Fall Paradin

1947 - Die Wildnis ruft

1948 - Affäre Macomber

1948 - Der Kommandeur

1948 - Herrin der toten Stadt

1949 - Der Spieler

1950 - Scharfschütze Jimmy Ringo

1951 - Bis zum letzten Atemzug

1951 - David und Bathseba

1951 - Des Königs Admiral

1952 - Schnee am Kilimandscharo

1952 - Sturmfahrt nach Alaska

1953 - Ein Herz und eine Krone

1954 - Das unsichtbare Netz

1954 - Flammen über Fernost

1954 - Sein größter Bluff

1956 - Der Mann im grauen Flanell

1956 - Moby Dick

1957 - Warum hab' ich ja gesagt?

1958 - Weites Land

1959 - Das letzte Ufer

1959 - Die Krone des Lebens

1959 - Mit Blut geschrieben

1961 - Die Kanonen von Navarone

1962 - Das war der Wilde Westen

1962 - Ein Köder für die Bestie

1962 - Wer die Nachtigall stört

1963 - Captain Newman

1964 - Deine Zeit ist um

1965 - Die 27. Etage

1966 - Arabeske

1969 - Der gefährlichste Mann der Welt

1969 - Der große Schweiger

1969 - Mackenna's Gold

1969 - Verschollen im Weltraum

1970 - Der Sheriff

1971 - Abrechnung in Gun Hill

1973 - Begrabt die Wölfe in der Schlucht

1973 - The Lady and the Outlaw

1976 - Das Omen

1977 - MacArthur - Held des Pazifiks

1978 - The Boys from Brazil

1980 - Die Seewölfe kommen

1983 - Im Wendekreis des Kreuzes

1987 - Schweigende Stimmen

1989 - Old Gringo

1991 - Das Geld anderer Leute

1991 - Kap der Angst

1993 - The Portrait

1998 - Moby Dick (1)

1998 - Moby Dick (2)

1999 - A Conversation with Gregory Peck

NameGregory Peck

Geboren am05.04.1916

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortLa Jolla, Kalifornien (USA).

Verstorben am12.06.2003

TodesortLos Angeles (USA).