Biografie

Mary Patricia McAleese

Die Politikerin und Tochter eines Belfaster Pubbetreibers wurde in ihrer Kindheit von den blutigen Auseinandersetzungen des Nordirland-Konflikts geprägt. Als Rechtsanwältin, -professorin und Journalistin mit einem ausgeprägten zivilgesellschaftlichen Engagement verschaffte sich Mary McAleese in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine große Popularität in der Öffentlichkeit beider irischer Landesteile. Seit November 1997 amtiert die Integrationsfigur als Staatspräsidentin der Republik Irland...
Mary Patricia McAleese wurde als Tochter von Patrick J. Leneghan und Claire McManus am 27. Juni 1951 im nordirischen Belfast geboren.

Ihr Vater war Besitzer eines Pubs. McAleese wuchs inmitten der blutigen Auseinandersetzungen zwischen katholischen und protestantischen Bevölkerungsgruppen und unter dem Eindruck des Terrors der IRA in Belfast auf. Nach dem Abitur studierte McAleese Jura. 1975 wurde sie als Rechtsanwältin zugelassen. Noch im selben Jahr wechselte sie in die Republik Irland, wo sie eine Berufung als Professorin für Strafrecht an die Universität Dublin erhielt.

Im Jahr 1976 heiratete die Professorin den Zahnarzt Martin McAleese, mit dem sie drei Kinder hat. McAleese unterbrach 1979 das Lehramt, um für das irische Staatsfernsehen die Moderation zweier Magazine zu übernehmen. Das journalistische Engagement hielt sie auch nach ihrer Rückkehr auf den Dubliner Lehrstuhl, den sie von 1981 bis 1987 vertrat, weiterhin aufrecht. Nach dem Wechsel zu ihrem Eltern in Nordirland wurde McAleese 1987 zur Direktorin des "Institute of Professional Legal Studies" berufen, dem sie ein Jahrzehnt vorstand.

Zugleich fungierte sie von 1994 bis 1997 als Pro-Vizekanzlerin der Queen’s University von Belfast. Daneben war McAleese von 1993 bis 1997 als Direktorin von "Channel 4 TV" tätig. 1992 bis 1997 leitete sie außerdem die "North Ireland Electricity". Als katholische Pazifistin legte sie weiter ein intensives zivilgesellschaftliches Engagement für die Rechte der Behinderten, gegen Abtreibung und Ehescheidung an den Tag.

Vor dem Hintergrund ihrer wertkonservativen Haltung überraschte McAleese jedoch auch durch ihren Einsatz gegen die Diskriminierung Homosexueller und gegen die männlich dominierten Machthierarchien innerhalb der katholischen Kirche. Aufgrund ihrer Popularität gewann die parteilose McAleese als Kandidatin der unter Bertie Ahern regierenden "Fianna Fáil"-Partei die Präsidentschaftswahlen vom Oktober 1997. Ab Mitte November 1997 nahm McAleese als Staatspräsidentin der Republik Irland die repräsentativen Funktionen des hohen Amtes wahr.

In dieser Funktion begleitete sie den Friedensprozess in Nordirland und die Integration der Republik in die Europäische Union, deren Euro-Zone die grüne Insel ebenfalls angehört. Ihre erste Amtszeit endete im November 2004. Am 14. September 2004 erklärte sie sich zu einer zweiten Amtszeit bereit. Am 11. November zum zweiten mal im Amt vereidigt.


Die Europäische Union

NameMary Patricia McAleese

Geboren am27.06.1951

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBelfast (Nordirland)