Biografie

Marius Müller-Westernhagen

Der deutsche Künstler erlangte als Rockmusiker und Schauspieler gleichermaßen Popularität. Mit seinem Song "Freiheit" schuf er bei seinen Fans eine unvergessene Hymne. Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte Marius Müller-Westernhagen 1976 in dem Film "Aufforderung zum Tanz". Den Höhepunkt seiner schauspielerischen Tätigkeit stellte "Theo gegen den Rest der Welt" dar, für den er mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet wurde. Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehören das Bundesverdienstkreuz (2001), mehrere "Echos", die "Goldene Stimmgabel" sowie der "A-Ward" des SWR3 New Pop Festivals für sein Lebenswerk...
Marius Müller-Westernhagen wurde als Sohn des Schauspielers Hans Müller-Westernhagen am 6. Dezember 1948 in Düsseldorf geboren.

Müller-Westernhagen spielte bereits als Kind in Fernseh- und Rundfunkproduktionen mit und wurde zum gefragten Kinderstar. Neben seiner Karriere als Schauspieler startete er während der Schulzeit schon erste Versuche als Musiker. Westernhagen schrieb Gags für das Fernseh-Satire-Magazin "Express" und brachte 1973 den Song "Gebt Bayern zurück an die Bayern" in Anlehnung an Paul McCartney "Give Ireland Back To The Irish" in den Handel. Nach massiven Protesten nahm er die CD aber wieder vom Markt. Sein erstes Album brachte Westernhagen 1974 in den Handel; es war allerdings erfolglos. Marius Müller-Westernhagen kehrte wieder zur Schauspielerei zurück. 1976 war er das erste Mal als Stehaufmännchen "Theo" zu sehen und hatte damit großen Erfolg.

Für die Action-Komödie "Theo gegen den Rest der Welt" wurde er 1980 mit dem renommierten Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Schon ein Jahr zuvor konnte sich Westernhagen über eine "Goldene Kamera" für seine Rolle in "Der Gehilfe" freuen. Mit zwei weiteren LPs nahm er nochmals Anlauf, eine Karriere als Musiker zu starten, doch damit hatte er wieder keinen Erfolg. Erst nachdem er mit einem neuen Produzenten zusammenarbeitete, schaffte er 1978 seinen Durchbruch als Musiker. Das Album "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" zeigte einen neuen, frechen Westernhagen und brachte Hits wie "Dicke" und "Johnny W." heraus. Es folgten weitere Alben und Westernhagen erreichte bis Anfang der 1980er Jahre als Schauspieler und Musiker eine große Popularität. Danach endete der Aufstieg vorerst und seine Karriere stagnierte.

Trotz seiner anfänglichen und späteren Musikerkarriere blieb er auch dem Film treu: 1980 in Tankret Dorsts "Mosch", 1982 in Reinhard Hauffs "Der Mann auf der Mauer", 1984/85 in Bringmanns "Der Schneemann", 1986 in "Lausige Zeiten" und 1987 in Hans Ch. Blumenbergs "Madonna Mann". Für die Aufnahmen zu "Westernhagen" ließ er sich zwei Jahre Zeit und landete damit 1987 seinen ersten Millionen-Erfolg. Der Nachfolger "Halleluja" (1989) schaffte sogar Platz eins der deutschen Charts. Von nun an waren seine Alben Millionen-Seller. Er veröffentlichte "Westernhagen Live", "Jaja" und "Affentheater" und war der Mega-Star der deutschen Rockmusik-Szene. Für seine Scheibe "Affentheater" lagen vor Verkaufsbeginn über 700.000 Bestellungen vor - dafür gab es eine Platin-Auszeichnung.

Als musikalisches Zugpferd füllte Marius Müller-Westerhagen ganze Stadien mit Fans. Nach seiner "Affentheater"-Tour schirmte sich Westernhagen von Medien und Fans ab und lebte zurückgezogen von der Öffentlichkeit. 1996 erschien "Keine Zeit - Live" und zwei Jahre später folgte das nächste Studio-Album "Radio Maria". Zusätzlich ließ Westernhagen sämtliche Alben digital überarbeiten und brachte 2000 schließlich sein erstes Best-Off in den Handel - Titel "So Weit". In den Jahren 1991, 1992, 1994 und 1999 erhielt Westernhagen insgesamt fünf Mal den Deutschen Schallplattenpreis "Echo" und wurde 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2003 veröffentlichte Westernhagen das Buch "Mein Herz Dein Blut" mit Liedtexten und Bildern zum Album "In den Wahnsinn".

Im Februar 2004 folgte die Veröffentlichung seiner Autobiografie in Bildform unter dem Titel "Versuch dich zu erinnern". Nach diversen Rücktrittserklärungen veröffentlichte Westernhagen im Frühjahr 2005 das Album "Nahaufnahme", mit dem er noch im selben Jahr auf Deutschlandtournee ging. 2009 folgte sein 18. Studioalbum "Williamsburg". Im Oktober 2010 startete er in Mannheim seine aus zehn Konzerten bestehende Tournee Westernhagen Live 2010.

NameMarius Müller-Westernhagen

Geboren am06.12.1948

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortDüsseldorf (D).