Biografie

Marie Curie

Die französische Chemikerin und Physikerin polnischer Abstammung legte die Grundlagen für die moderne Kernphysik. Marie Curie erhielt für den gelungenen Nachweis von Radioaktivität und Strahlungsphänomenen 1903 mit ihrem Ehemann Pierre Curie und mit Antoine Henri Becquerel den Physiknobelpreis. Für die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium wurde Curie 1911 mit dem Chemienobelpreis ausgezeichnet. Damit erhielt Curie als erste Frau überhaupt sowie als erste Frau ein zweites Mal den Nobelpreis. 1906 wurde sie als Professorin für Physik an die Sorbonne berufen und 1922 zum Mitglied der "Internationalen Kommission für geistige Zusammenarbeit" des Völkerbundrates ernannt...
Marie Sklodowska wurde am 7. November 1867 in Warschau geboren.

Ihr Vater war Mathematik- und Physiklehrer. 1883 verließ sie das Lyzeum mit Auszeichnung und nahm dann eine Stelle als Erzieherin an, um ihrer Schwester das Studium zu finanzieren. Jahre später folgte sie ihrer Schwester nach Frankreich. Hier begann sie 1891 ein Studium der Mathematik und der Physik an der Pariser Sorbonne. Sie schloss beide Fächer mit Auszeichnung ab und wurde Doktorandin des Physikprofessors Antoine Henri Becquerel. Am 26. Juli 1895 ging sie mit dem Physiker Pierre Curie die Ehe ein und gemeinsam arbeiteten sie in einem Laboratorium unter primitiven Umständen. Becquerel entdeckte die Strahlung des Uranium.

Curie war überzeugt, dass diese Strahlung auch in anderen Elementen nachweisbar ist. Sie arbeitete ab 1896 mit ihrem Mann an dem Projekt. 1897 wurde die gemeinsame Tochter Irène geboren. Durch die Isolierung von Radium und Polonium entdeckten sie, dass die Strahlung radioaktiv war. Auch die Radioaktivität von Thorium stellten sie nach mehreren Versuchen fest. Dabei prägte sie 1898 selbst den Begriff "Radioaktivität". 1898 gelang ihnen die Isolierung des radioaktiven Elements Radium. Im Dezember desselben Jahres erfolgte die Veröffentlichung der Arbeit. Ab 1900 unterrichtete Marie Curie an der École Normale Supérieure für Mädchen in Sèvres, wo sie experimentelle Demonstrationen als didaktisches Element in den Unterricht einführte.

Im Jahr 1901 konnte Pierre Curie erstmals "Atomenergie" nachweisen. 1902 isolierte Marie erstmals Radium. 1903 promovierte sie in Physik. Gemeinsam mit ihrem Mann und Becquerel erhielt sie 1903 den Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der Radioaktivität und der Strahlungsphänomene. 1904 wurde Pierre Curie Professor an der Sorbonne. Die zweite Tochter Ève wurde im selben Jahr geboren. 1905 folgte seine Aufnahme in die Académie des scienes. Ab 1906 wurden bei ihm deutliche Strahlenschäden sichtbar. Nach dem Unfalltod ihres Mannes, der am 19. April 1906 von einem Pferdewagen überrollt wurde, führte Curie als erste Frau, die an der Sorbonne zur Professorin berufen wurde, die Vorlesungen ihres Mannes weiter.

In den Jahren 1908 und 1910 veröffentlichte sie die Bücher "Oeuvres de Pierre Curie" und "Die Radioaktivität". 1911 erhielt Marie Curie den Chemienobelpreis für den gelungen Nachweis der Isolierung der Elemente Radium und Polonium. 1914 wurde sie Leiterin des Instituts du Radium. Im Ersten Weltkrieg entwickelte sie mit ihrer Tochter Irène eine mobile Röntgenstation, die auch an der Front für verletzte Soldaten eingesetzt wurde. Von 1918 bis 1927 forschte Curie mit ihrer Tochter am Radium-Institut in Paris. Das Institut entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem Zentrum der Nuklearphysik. In Begleitung ihrer beider Töchter bereiste Curie 1920 die USA. Präsident Warren G. Harding überreichte ihr am 20. Mai in Washington ein Gramm Radium als symbolische Anerkennung für ihre Forschungsarbeit.

In dieser Zeit zeigten sich an Curies Gesundheit erste Strahlenschäden. Kurz danach wurde sie Mitglied der Akademie für Medizin. Sie führte chemische Untersuchungen an radioaktiven Substanzen durch, um deren Nutzungsmöglichkeiten für die Medizin zu erforschen. 1922 wurde sie zum Mitglied der "Internationalen Kommission für geistige Zusammenarbeit" des Völkerbundrates ernannt.

Am 4. Juli 1934 starb Marie Curie in Sancellemoz in der Schweiz an Leukämie. Verursacht wurde diese Krankheit wahrscheinlich durch die Überdosen radioaktiver Strahlung während ihrer Arbeit. Die Leichname von Marie Curie und ihrem Mann wurden im Panthéon beigesetzt.

NameMarie Curie

Geboren am07.11.1867

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortWarschau (P).

Verstorben am04.07.1934

TodesortSancellemoz (CH).