Biografie

Madeleine Albright

Die Tochter jüdisch-tschechischer Einwanderer vollzog eine steile politische Karriere, die sie unter US-Präsident Bill Clinton von 1997 bis 2001 zur 64. Außenministerin werden ließ. Damit stellte sie zugleich, in der Nachfolge von Warren Christopher, die erste Frau in diesem Amt. Davor studierte Madeleine Albright Staats- und Rechtswissenschaften. Seit den 1970er Jahren war sie in der Politik der Demokratischen Partei engagiert. Von 1978 bis 1981 war sie Mitglied des US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsrats und des Stabs von Präsident Jimmy Carter. Ab 1993 vertrat sie die USA als Botschafterin bei der UNO, ehe sie zur formal mächtigsten Frau in der Geschichte der USA avancierte...
Madeleine K. Albright, geb. Marie Jana Korbelová, wurde am 15. Mai 1937 in Prag geboren.

Ihr Vater Josef Korbel war tschechoslowakischer Diplomat, später Politikprofessor an der Universität Denver in den USA. Ihre Großeltern wurden 1945 in Auschwitz ermordet. Vor dem Einmarsch deutscher Truppen floh die Familie 1939 nach London. Nach dem Krieg kehrte die Familie 1945 nach Prag zurück. Sie verbrachte auch einen Teil ihrer Kindheit in Belgrad, Serbien, wo ihr Vater für die Tschechoslowakei im diplomatischen Dienst tätig war. Nach dem kommunistischen Staatsstreich 1948 reiste die Familie ins US-amerikanische Exil.

Im Jahr 1957 wurde sie Staatsbürgerin der USA. Nach Abschluss der High School studierte sie politische Wissenschaften am Wellesley College und Rechts- und Staatswissenschaften an der Columbia University, wo sie 1976 promovierte. Seit den 1970er Jahren war sie in der Politik der Demokratischen Partei engagiert. Von 1976 bis 1978 beriet sie den US-Senator Edmund S. Muskie, von 1978 bis 1981 war sie Mitglied des US-amerikanischen nationalen Sicherheitsrats und des Stabs von Präsident Jimmy Carter. Indes lehrte sie an verschiedenen Akademien.

Sie war von 1982 bis 1992 Fakultätsmitglied für internationale Beziehungen der School of Foreign Service an der Georgetown University, Washington (D.C.). Ab 1989 war sie Leiterin des Center for National Policy. Als politische Beraterin des Weißen Hauses verdiente sie sich indes größtes Ansehen. In den Präsidentschaftswahlkämpfen der 1980er Jahre beriet sie 1984 die demokratischen Kandidaten Walter Mondale und 1987/88 Michael Dukakis. Ab 1993 vertrat sie die USA als Botschafterin bei der UNO. Am 23. Januar 1997 wurde Albright in der Nachfolge von Warren Christopher als 64. Außenminister der USA vereidigt.

Damit wurde Albright die erste Außenministerin und die bis zu dieser Zeit formal mächtigste Frau in der Geschichte der USA. In ihrer Amtszeit setzte sie im Weltsicherheitsrat strengere Sanktionen gegen den Irak durch, für den Fall, dass die UN-Abrüstungskommission UNSCOM weiter in ihrer Arbeit behindert werden würde. Keine Unterstützung erhielt sie in der arabischen Welt für einen Militärschlag gegen Saddam Hussein. Sie blieb US-Außenministerin bis zum Ende der Amtszeit Präsident Clintons 2001.

Nach ihrem Ausscheiden lehrte sie an der Georgetown School of Foreign Service und wurde Vorstandsmitglied des National Democratic Institute for International Affairs, Washington. Weiter gründete sie eine Consulting-Firma in Washington, die politische und strategische Beratung anbietet.

Privat war sie von 1959 bis 1982 mit dem Journalisten Joseph Medill Patterson Albright verheiratet, das Paar wurde Eltern von drei Töchtern, die Zwillinge Alice und Anne (17. Juni 1961) sowie Kathrine (5. Juni 1967).

NameMadeleine Albright

Geboren am15.05.1937

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortPrag