Biografie

Robert Aldrich

Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler avancierte in den 1950er Jahren als Regisseur von Gangsterfilmen zur festen Größe Hollywoods. Weltbekannt wurde Robert Aldrich 1954 mit dem Klassiker "Vera Cruz" mit Gerry Cooper und Burt Lancaster in den Hauptrollen. Kritiker sahen in seinen Arbeiten zu realistische Darstellungen von Gewalt. 1971 verdiente er sich die Anerkennung für die Umsetzung der tragischen Liebesgeschichte im Unterweltmilieu mit dem Titel "Die Grisom-Bande". Davor war Aldrich von 1945 bis 1952 Regieassistent von Charlie Chaplin und Jean Renoir. Zu seinen größten Erfolgen zählen: "Herbststürme" (1955), "Der Flug des Phönix" (1965), "Das dreckige Dutzend" (1967), "Keine Gnade für Ulzana" und "Die Chorknaben" aus dem Jahr 1978...
Robert Aldrich wurde am 9. August 1918 in Cranston, Rhode Island, geboren.

Aldrich studierte nach Abschluss der High School Jura und Betriebswirtschaft an der University of Virginia. 1943 zog er nach Hollywood, wo er bei der Produktionsgesellschaft RKO Pictures als juristischer Angestellter und Schriftführer tätig wurde. Im Anschluss arbeitete er als Regieassistent u.a. für Edward Dmytryk, Jean Renoir, William Wellman, Joseph Losey, Charlie Chaplin, Lewis Milestone und Richard Fleischer. Seine erste Regiearbeit wurde das Baseballdrama "The Big Leaguer" (1953), das er für Metro-Goldwyn-Mayer realisierte. Der Durchbruch gelang Aldrich mit dem Western "Apache" (1954), mit Burt Lancaster in der Hauptrolle.

Im Jahr 1954 folgte "Vera Cruz" mit Gary Cooper und Burt Lancaster. Aldrich trat nun vor allem mit Filmen hervor, die sich kritisch mit aktuellen sozialen und politischen Themen beschäftigten. Mitte der 1950er Jahre gründete er seine eigene Produktionsgesellschaft. Die kommerziellen Höhepunkte seiner Laufbahn erlangte Aldrich mit "Whatever Happened to Baby Jane?" (1962; Was geschah wirklich mit Baby Jane?), dem starbesetzten Abenteuerfilm-Klassiker "The Flight of the Phoenix" (1965; Der Flug des Phönix) und "The Dirty Dozen" (1967; Das dreckige Dutzend).

Aldrich, der aus seiner Kritik am Hollywoodsystem keinen Hehl machte, überzeugte durch seine für Hollywoodverhältnisse unübliche kritisch-direkte Behandlung brisanter gesellschaftlicher Probleme. Das Melodram "The Legend of Lylah Clare" (1968; Große Lüge Lylah Clare), mit Kim Novak, liefert so eine Abrechnung mit den Machtzynismen der Filmindustrie. Kritiker sahen oft in seinen Arbeiten zu realistische Darstellungen von Gewalt. Weitere Höhepunkte markierten die Tragikomödie "The Killing of Sister George" (1968; Das Doppelleben der Sister George) sowie der Spätwestern "Ulzana’s Raid" (1972; Keine Gnade für Ulzana).

Im Jahr 1971 verdiente er sich die Anerkennung für die Umsetzung der tragischen Liebesgeschichte im Unterweltmilieu mit dem Titel "Die Grisom-Bande". Sein letzter Film wurde "All the Marbles" (1981; Kesse Bienen auf der Matte), eine entlarvende Komödie um ein Duo von Catcherinnen.

Robert Aldrich starb am 5. Dezember 1983 in Los Angeles.

NameRobert Aldrich

Geboren am09.08.1918

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortCranston, Rhode Isl. (USA).

Verstorben am05.12.1983

TodesortLos Angeles (USA).