Biografie

Klaus Mann

NameKlaus Mann

Geboren am18.11.1906

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMünchen (D).

Verstorben am21.05.1949

TodesortCannes (F).

Klaus Mann

Der deutsche Schriftsteller, Sohn der Literaturgröße Thomas Mann, begann seine literarische Laufbahn im Berlin der "Goldenen Zwanziger" und der Weimarer Republik als Theaterautor und Kritiker. Infolge der nationalsozialistischen Machtübernahme emigrierte Klaus Mann als bekennender Gegner der NSDAP (1933) über Paris und Amsterdam in die USA, wo er mit seinen Romanen und seinem politischen Engagement zu einer führenden Größe der deutschen Exilkultur aufstieg. Nun folgten mit den Romanen "Symphonie Pathétique" (1935), "Mephisto. Roman einer Karriere" (1936) und "Der Vulkan" (1939) seine autobiografisch gefärbten Hauptwerke. Zugleich war Manns Leben unter dem Schatten des Vaters mit schweren Depressionen verknüpft, denen er auf tragische Weise unterlag. Die eigentliche Entdeckung seines Werkes fand erst postum statt...
Klaus Heinrich Thomas Mann wurde als zweites Kind und ältester Sohn von Thomas Mann und seiner Ehefrau Katia am 18. November 1906 in München geboren.

Sein Vater hatte in die vermögende Münchner Familie Pringsheim eingeheiratet und mit seinem Roman "Buddenbrooks" bereits einen ersten schriftstellerischen Erfolg erzielt. Aufgewachsen ist er in großbürgerlichen Verhältnissen in München; zunächst in Schwabing, ab 1910 lebte die Familie in der Mauerkircher Straße 13 in Bogenhausen. 1914 zog die Familie in das Haus der Poschingerstraße 1 am Herzogpark. Von 1912 bis 1914 besuchte Klaus Mann mit seiner Schwester Erika eine Privatschule, das Institut von Ernestine Ebermayer, anschließend für zwei Jahre die Bogenhausener Volksschule.

Zusammen mit seiner Schwester und Ricki Hallgarten, dem Sohn einer jüdischen Intellektuellenfamilie, gründete er 1919 den Laienbund Deutscher Mimiker. Nach der Volksschule wechselte Klaus Mann auf das Wilhelmsgymnasium in München. Von April bis Juli 1922 besuchte er zusammen mit seiner Schwester Erika die Bergschule Hochwaldhausen im Vogelsberg nahe Fulda. Mann besuchte darauf von September 1922 bis Juni 1923 die Odenwaldschule in Oberhambach des Reformpädagogen Paul Geheeb, die er auf eigenen Wunsch wieder verließ, um publizistisch für Zeitungen und Zeitschriften tätig zu werden.

Er kehrte zunächst ins Elternhaus zurück und erhielt Privatunterricht zur Vorbereitung auf das Abitur, den er allerdings Anfang 1924 abbrach. Mann ging 1925 nach Berlin, wo er als Theaterkritiker tätig wurde. In der Metropole der "Goldenen Zwanziger" nahm der Schriftsteller an dem ausschweifenden Nachtleben insbesondere der Homosexuellenszene teil, was manchen seiner Romane beeinflusst hat. Zusammen mit seiner Schwester Erika, seiner Verlobten Pamela Wedekind (von 1924 bis 1928) und dem Schauspieler Gustav Gründgens rief Mann eine eigene Theatergruppe ins Leben, die etwa das von ihm verfasste Drama "Anja und Esther" aufführte.

Mit Erika Mann, mit der ihn eine enge Beziehung verband, unternahm er auch eine Weltreise, auf der sie Vorstellungen als "The Literary Mann-Twins" zum Besten gaben. Sein erstes Theaterstück "Anja und Esther" wurde am 20. Oktober 1925 in München und am 22. Oktober an den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt. Das Stück wurde von der Öffentlichkeit als Skandal gewertet, da es die lesbische Liebe zweier Frauen thematisierte. Im selben Jahr, 1925, bekannte sich Klaus Mann öffentlich zu seiner Homosexualität, indem er sein Werk "Der fromme Tanz" veröffentlichte, der als einer der ersten sogenannten Homosexuellen-Romane in der deutschen Literatur gilt.

Erika Mann heiratete Gustaf Gründgens am 24. Juli 1926. 1927 brachte Mann am Leipziger Schauspielhaus unter der Regie von Gustaf Gründgens das Stück "Revue zu Vieren" zur Uraufführung und ging anschließend mit Erika und Pamela Wedekind auf Tournee. 1929 erschien Manns "Alexander. Roman der Utopie", in dem er die Lebensgeschichte Alexander des Großen nachzeichnete. Am 9. Januar 1929 wurde die Ehe Gründgens Mann geschieden. Anfang 1930 unternahmen Klaus und Erika Mann eine Reise nach Nordafrika. 1932 legte Mann mit "Kind dieser Zeit" seine erste Autobiographie vor. Nach der Machtübernahme Adolf Hitlers zu Jahresbeginn 1933 ging der Schriftsteller ins Exil nach Paris, von wo er später nach Amsterdam wechselte.

Mann war von 1933 bis 1935 als Mitherausgeber der Emigrantenzeitschrift "Die Sammlung" tätig. Im Exil entstand nun auch der Roman "Symphonie Pathétique" (1935), der das Leben und Werk des Komponisten Tschaikowsky behandelt. 1936 ging Mann in die USA, wo er 1942 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm und sich auf mehreren Vortragsreisen einen Namen machte. Indes entstand der Roman "Mephisto. Roman einer Karriere" (1936), der eine Anspielung auf die opportunistische Schauspielerkarriere von Gustaf Gründgens darstellt. Im Zuge des Spanischen Bürgerkriegs hielt sich Mann 1938 als Berichterstatter für die US- Army auf der iberischen Halbinsel auf.

Im Jahr 1939 legte er seinen Emigrantenroman "Der Vulkan" (1939) vor. In den Jahren 1941/42 gab er in New York die avantgardistische Zeitschrift "Decision" heraus. Außerdem publizierte er nun mit "The Turning Point. Thirty-five Years in this Century" (1942) eine zweite Autobiographie. Mann trat 1944 in die US Army ein, um noch im selben Jahr an deren Feldzug im Mittelmeerraum teilzunehmen. 1945 kehrte er als Korrespondent der Militärzeitung "Stars and Stripes" erstmals wieder nach Deutschland zurück. Das Erscheinen von Manns "Mephisto"-Roman wurde im westlichen Nachkriegsdeutschland auf Betreiben der Nachkommen Gründgens per Gerichtsbeschluss für längere Zeit verhindert. Der Roman konnte daher zunächst nur in der DDR veröffentlicht werden.

Absagen von seinen Verlegern ließen ihn mehr und mehr befürchten, dass er als Autor nicht mehr gefragt sei. Mann litt fortan an tiefen Selbstzweifeln und Depressionen. Erst 1952 erschien posthum die erweiterte deutsche Fassung der zweiten Autobiographie unter dem Titel "Der Wendepunkt". Anfang April 1949 zog er in die Pension Pavillon Madrid in Cannes, um an seinem letzten, unvollendeten Roman "The Last Day" zu arbeiten, der das Thema Suizid als Reaktion auf eine unvollkommene Welt behandelt.

Anfang Mai musste er einige Tage zur Drogen-Entgiftung in einer Klinik in Nizza verbringen. Denn indessen hatten sich die Depressionen, unter denen der Schriftsteller seit längerem litt, verstärkt.

Klaus Heinrich Thomas Mann beging am 21. Mai 1949 in Cannes durch eine Überdosis Schlaftabletten Selbstmord.
Romane

1925
Der fromme Tanz. Das Abenteuerbuch einer Jugend

1929
Alexander. Roman der Utopie

1932
Treffpunkt im Unendlichen. Berlin

1934
Flucht in den Norden

1935
Symphonie Pathétique. Ein Tschaikowsky-Roman

1936
Mephisto, Roman einer Karriere

1939
Der Vulkan, Roman unter Emigranten

1949
The Last Day. (Unvollendet, Unveröffentlicht)


Erzählungen, Berichte, Aufsätze

1925
Vor dem Leben, Erzählungen

1926
Kindernovelle, Erzählung

1929
Rundherum. Ein heiteres Reisebuch (mit Erika Mann)

1929
Abenteuer, Novellen

1931
Auf der Suche nach einem Weg, Aufsätze

1931
Das Buch von der Riviera oder was nicht im Baedeker steht (mit Erika Mann)

1933-1935
Die Sammlung. Literarische Monatsschrift.

1937
Vergittertes Fenster, Novelle (über die letzten Tage von Ludwig II. von Bayern)

1939
Escape to Life (zusammen mit Erika Mann)

1940
The Other Germany (zusammen mit Erika Mann)

1941-1942
Decision. A Review of Free Culture. Ed. by Klaus Mann

1943
André Gide and the Crisis of Modern Thought, New York (Creative Age), (dt.: Andre Gide und die Krise des modernen Denkens)

1943
Heart of Europe. An Anthology of Creative Writing in Europe 1920 - 1940.

1948
André Gide: Die Geschichte eines Europäers

1948
Die Heimsuchung des europäischen Geistes, Essay


Autobiografien

1932
Klaus Mann - Kind dieser Zeit

1942
Klaus Mann - The Turning Point, (dt.: Klaus Mann - Der Wendepunkt 1952)


Theaterstücke

1925
Anja und Esther

1926
Revue zu Vieren

1929 / UA. 1930
Gegenüber von China

1930
Geschwister

1932
Athen

1946
Der siebente Engel, Drama

NameKlaus Mann

Geboren am18.11.1906

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortMünchen (D).

Verstorben am21.05.1949

TodesortCannes (F).

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