Biografie

Klaus Kleinfeld

Der promovierte Diplomkaufmann war von 1987 bis 2007 für den Siemens-Konzern tätig, wo er zunächst die Bereiche Unternehmensstrategie und Medizintechnik voranbrachte. Seit Jahresbeginn 2001 trug Klaus Christian Kleinfeld als Chef der Siemenstochter in den USA zur erfolgreichen Sanierung dieses Geschäftsbereichs bei. 2003 folgte der Eintritt in den Konzernvorstand, 2004 in den Zentralvorstand. Ab Januar 2005 stellte Kleinfeld den Vorsitzenden des Vorstands der Siemens AG. Während der Aufdeckung einer "Schmiergeldaffäre" im Unternehmen verzögerte der Aufsichtsrat eine Vertragsverlängerung, woraufhin Kleinfeld zurücktrat. Ab 2008 stellte er den Chief Executive Officer des amerikanischen Aluminiumkonzerns Alcoa...
Klaus Christian Kleinfeld wurde am 6. November 1957 in Bremen geboren.

Nach der Schule absolvierte Kleinfeld ein Studium der Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Universität Göttingen. Darauf folgte die Promotion in Würzburg. Kleinfeld wurde 1982 als wissenschaftlicher Angestellter an das Institut der Stiftung für empirische Sozialforschung nach Nürnberg berufen, wo er einige Jahre tätig blieb. 1986 ging Kleinfeld in die Schweiz, wo er in Basel als Produktmanager für Ciba-Geigy tätig wurde.

Doch bereits ein Jahr später, 1987, trat er in den Siemens-Konzern ein. Bei Siemens kam Kleinfeld zunächst als Referent im Zentralbereich Vertrieb zum Einsatz. Danach war er für das Personalreferat der Unternehmensplanung und als Abteilungsleiter für Projekte tätig. Hier baute er die Hauptabteilung Unternehmensstrategie durch sein Ertragsförderungsprogramm "Top plus" auf. 1998 wechselte Kleinfeld in den Siemens-Bereich Medizintechnik.

Im April 2000 wurde er zum Mitglied des Vorstandes dieses Bereichs erhoben. Zu Jahresbeginn 2001 übernahm Kleinfeld die Funktion des Chief Operating Officer bei Siemens-USA. Für die Siemenstochter in den USA führte er ab 2002 als Chief Executive Officer (CEO) die erfolgreiche Sanierung des Geschäftsbereichs durch. Im Dezember 2002 trat er in den Vorstand des Siemens-Konzerns ein, wo er für den Bereich Telekommunikation zuständig war.

Zu Jahresbeginn 2004 wurde er Mitglied des Zentralvorstands. Nachdem ihn Siemens-Chef Heinrich von Pierer im Juli 2004 zu seinem Nachfolger erklärt hatte, wurde Kleinfeld noch im selben Monat vom Aufsichtsrat zum Vize-Vorstandsvorsitzenden erhoben. Am 27. Januar 2005 übernahm er in der Nachfolge von Pierers den Vorsitz im Vorstand der Siemens AG. Diese Funktion beschert ihm ein Festgehalt von 1,2 Millionen Euro, zuzüglich erfolgsabhängiger Bonuszahlungen.

Ende 2006 kam es bei Siemens zur aufsehenerregenden "Schmiergeldaffäre" mit einem Umfang von rund 200 Mio. Euro. Nun musste Kleinfeld gegenüber der "Financial Times" einräumen, bereits seit Ende Januar 2006 von den Schmiergeldkonten gewusst zu haben. Im Februar 2007 berichteten mehrere Nachrichtenmagazine über eine zweite Schmiergeldaffäre, als Teil deren Aufklärung nun auch die Staatsanwaltschaft Nürnberg mit der Durchsuchung von Siemens-Geschäftsräumen und der Beschlagnahme von Belastungsmaterial begonnen hatte.

Am 25. April 2007 teilte Kleinfeld mit, dass er für eine Vertragsverlängerung nicht zur Verfügung stehen werde. Kleinfeld trat am 30. September 2007 von seinem Amt zurück. Von 2007 bis 2008 wurde er Chief Operating Officer (COO) des amerikanischen Aluminiumkonzerns Alcoa Inc., ehe er am 8. Mai 2008 zu deren Chief Executive Officer aufstieg.

Klaus Kleinfeld ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

NameKlaus Kleinfeld

Geboren am06.11.1957

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortBremen (D).