Biografie

Karl Rahner

NameKarl Rahner

Geboren am05.03.1904

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortFreiburg i.B. (D).

Verstorben am30.03.1984

TodesortInnsbruck (D).

Karl Rahner

Der katholische Theologe und Religionsphilosoph war offizieller päpstlicher Fachtheologe des Zweiten Vatikanischen Konzils, das er auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machte. Der Gelehrte Karl Rahner hinterließ ein umfangreiches Schriftenwerk von über 3.500 Arbeiten, die sich unter anderem mit den widersprüchlichen Erfahrungen in der modernen Welt beschäftigen. In Rahners theologische Studien fanden auch moderne philosophische Vorstellungen wie zum Beispiel der Existenzialismus Eingang. Eines seiner Hauptwerke trägt den Titel "Hörer des Wortes". Er kritisierte Missstände innerhalb der katholischen Kirche, förderte die internationale theologische Kommunikation und trieb den Dialog der Theologie mit den Naturwissenschaften und dem Marxismus voran...
Karl Rahner wurde am 5. März 1904 in Freiburg im Breisgau geboren.

Rahner schloss sich 1920 der Gesellschaft Jesu an. Dort absolvierte er von 1922 bis 1924 eine Ausbildung, das Noviziat. Ab 1924 studierte er Philosophie im österreichischen Feldkirch und in Pullach bei München. Im Anschluss daran machte er ab 1927 praktische Erfahrungen als Erzieher und Lateinlehrer in Feldkirch. 1929 nahm er ein Theologiestudium im niederländischen Valkenburg auf, das er 1933 beendete. 1932 empfing er die Priesterweihe. Ab 1934 studierte Rahner an der philosophischen Fakultät in seiner Geburtsstadt Philosophie. Er war ein Schüler Martin Heideggers, der ihn besonders beeinflusste. Noch vor Studienabschluss wechselte Rahner zur Theologie.

Im Jahr 1936 promovierte er in Innsbruck. Seine Dissertationsschrift handelt über die Philosophie Thomas von Aquins. Sie wurde 1929 unter dem Titel "Geist in der Welt" publiziert. 1937 habilitierte Rahner in Innsbruck. Im Anschluss daran begann er dort seine Lehrtätigkeit. 1938 wurde Österreich von den Nationalsozialisten an das deutsche Reich "angeschlossen". Die Theologische Fakultät in Innsbruck wurde geschlossen und im Jahr darauf wurde für Jesuiten ein Gauverbot ausgesprochen. Ab 1939 war Rahner am Seelsorginstitut in Wien tätig. 1941 erschien eines seiner Hauptwerke mit dem Titel "Hörer des Wortes". Darin thematisiert er das Problem der göttlichen Offenbarung aus der Perspektive des Menschen. In den Jahren 1944 bis 1945 hielt er sich in Niederbayern auf, wo er eine Pfarrstelle inne hatte.

Im Jahr 1945 folgte er einer Berufung als Professor für Dogmatik nach Pullach bei München. 1948 verließ er Pullach und hatte in Innsbruck eine Professur für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät inne. In den Jahren 1954 bis 1984 erfolgte die sukzessive Herausgabe seiner sechzehnbändigen Reihe "Schriften zur Theologie". Ab 1964 ließ sich Rahner in München nieder, wo er eine Lehrtätigkeit als Professor für christliche Weltanschauung und Religionsphilosophie ausübte. Er wurde der Nachfolger von Romano Guardini. Ab 1965 gab Rahner die Zeitschrift "Concilium" heraus. Im gleichen Jahr betätigte er sich als Herausgeber der Quellensammlung der Kirchendokumente "Enchiridon Symbolorum". Es folgte 1967 die Professur für Dogmatik und Dogmengeschichte in Münster. 1969 wurde Rahner Mitglied der päpstlichen Theologenkommission.

Im Jahr 1971 emeritierte er, um als Honorarprofessor für theologisch-philosophische Grenzfragen ans Jesuitenkolleg nach München zu wechseln. Im Jahr darauf war er Honorarprofessor für Dogmatik und Dogmengeschichte in Innsbruck. 1976 erschien ein weiteres bedeutendes Werk Rahners unter dem Titel "Grundkurs des Glaubens". Zu seinen weiteren schriftstellerischen Tätigen zählen unter anderem theologische Nachschlagewerke. Sein Gesamtwerk umfasst rund 3.500 Arbeiten. Zu seinem 80. Geburtstag lobte die Universität Innsbruck den Karl-Rahner-Preis für theologische Forschung aus. In seinem Lebenswerk leistete Rahner einen maßgeblichen Anteil zum Aufbruch der katholischen Kirche in das moderne Zeitalter. Er war zunächst Konzilsberater von Kardinal König und später offizieller Konzilstheologe am Zweiten Vatikanischen Konzil.

Seine "Schriften zur Theologie", die Herausgabe der "Quaestines disputatae" und sein "Lexikon für Theologie und Kirche" beeinflussten das Konzil, das eine große Bedeutung für die Geschichte der katholischen Kirche im 20. Jahrhundert erlangte. In seinen philosophischen Studien holte sich Rahner Anregungen von Immanuel Kant und dem Jesuiten Joseph Maréchal, der die Lehre des transzendentalen Thomismus begründet hatte. In seinen Untersuchungen zur katholischen Theologie öffnete sich Rahner stets modernen philosophischen Anschauungen wie zum Beispiel dem Existenzialismus oder Personalismus. Seine intensive theologische Beschäftigung zielte vor allen Dingen auf Probleme ab, die durch die modernen Wissenschaften und die Philosophie aufkamen.

Rahner machte sich einen Namen als bedeutender Theologe der Neuzeit, der die katholische Theologie im Grundsatz neu durchdachte. Er betrachtete die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und Leben als eine grundsätzliche Aufgabe der Theologie. Neben seiner Mitarbeit an wissenschaftlichen Einrichtungen wie "Ökumenischer Arbeitskreis", "Paulus-Gesellschaft" oder "Internationale Theologenkommission" war Rahner auch involviert in grundlegende kirchliche Veranstaltungen wie zum Beispiel die Synode der Bistümer in Deutschland, wodurch er seine theologische Auffassung zur Verbreitung und Geltung brachte.

Karl Rahner starb am 30. März 1984 in Innsbruck.


Bedeutende Persönlichkeiten aus Religion und Kirche

NameKarl Rahner

Geboren am05.03.1904

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortFreiburg i.B. (D).

Verstorben am30.03.1984

TodesortInnsbruck (D).

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