Biografie

Juan Pablo Montoya

Der kolumbianische Rennfahrer behauptete sich in zahlreichen Motorsport-Serien als talentierter Pilot. Seine Stärken im Automobilsport liegen in der optimalen Beherrschung des Fahrzeugs und einer exzellenten Fahrweise, die sich besonders durch seine gekonnten Überholmanöver auszeichnet. Er gilt als ein nervenstarker Fahrer mit einer sprichwörtlich stoischen Gelassenheit. Nach seinen erfolgreichen Jahren bei BMW Williams F1-Team wechselte Juan Pablo Montoya in der Saison 2005 zu McLaren-Mercedes. In der laufenden Saison 2006 wurde der Vertrag gekündigt, worauf er ab Oktober 2007 in der ARCA-Serie und der NASCAR-Serie startete. In der Formel1 hatte Montoya bis dahin in 94 Rennen 307 WM-Punkte, 7 Siege, 13 Poles und 30 Podienplätze gewonnen...
Juan Pablo Montoya wurde am 20. September 1975 als Sohn des Architekten Pablo Montoya im kolumbianischen Bogota geboren.

Pablo stieg 1981 als Sechsjähriger in den Kart-Sport ein. 1984 gewann er als Neunjähriger in der Kinderklasse die nationalen Kart-Meisterschaften. Im Jahr darauf belegte er den zweiten Platz. 1986 war er Sieger in der Junior-Klasse bei lokalen und nationalen Rennen.

Nach weiteren erfolgreichen Teilnahmen auf wichtigen Wettbewerben lokaler Ebene ging Montoya nach Europa. Dort nahm er 1990 an der Kart-Junior-Weltmeisterschaft teil und gewann den Kart-Junioren-Weltcup im italienischen Lonato. 1991 wurde er ebenfalls Sieger im Kart-Junioren-Weltcup im französischen Laval.

Nach seiner Rückkehr nach Kolumbien startete Montoya seine Laufbahn im Automobilrennsport. 1992 ging er in der Formel Renault an den Start und gewann vier von acht Rennen. Im folgenden Jahr gewann Montoya mit sieben Siegen in acht Rennen die nationale Tournement Swift GTI-Meisterschaft, wobei er sich sieben Pole-Positions herausfuhr. Ein Jahr später nahm er an der amerikanischen Barber Saab Meisterschaft teil, die er mit einem dritten Platz beendete.

Gleichzeitig beteiligte sich Montoya am Kart-Sport, in dem er Gewinner seiner Klasse wurde. In Mexiko fuhr er in der Formel N Klasse drei Siege bei fünf Rennen heraus. 1995 startete er bei den britischen Formel-Vauhhall-Meisterschaften, bei denen er Rang drei erreichte. Beim Marlboro Masters im niederländischen Zandvoort erzielte er den vierten Platz.

Im Jahr 1996 bedeuteten seine zwei Siege in der britischen Formel-3-Meisterschaft die Qualifikation für die Teilnahme am F3000-Wettbewerb. Montoyas dortiges Debüt im Marko-Team war überaus erfolgreich. Mit nur 1,5 Punkten Abstand zum erstplatzierten Ricardo Zonta belegte Montoya den zweiten Rang. Doch schon in der nächsten Saison dominierte er das komplette Fahrerfeld des F3000-Klassements, das er mit 65 Punkten als der höchsten Punktzahl, die je ein Fahrer in der 14-jährigen Geschichte des Wettbewerbs erreicht hatte, abschloss.

Im gleichen Jahr, 1996, ging der Kolumbianer als Sieger beim Sechsstundenrennen in Bogota hervor. In dieser Saison startete er am ITC-Rennen im britischen Silverstone mit einem Mercedes. 1997 fand der erste Test im WilliamsF1-Team statt. Daraufhin wurde Montoya WilliamsF1-Testfahrer. Der Rennstall Williams F1 hatte zunächst beabsichtigt, Montoya bereits 1999 als Nachfolger des Deutschen Heinz Harald Frentzen in der Formel 1 fahren zu lassen.

Der Zeitpunkt schien dann aber weniger günstig, zumal auch Jacques Villeneuve das Team verlassen hatte. Daraufhin entschieden sich die Verantwortlichen bei Williams F1 für den neu verpflichteten Ralf Schumacher als einen Mann mit Formel 1-Erfahrung. Zeitweise fuhr der Kolumbianer dann als Fahrer-Ausleihe bei dem ChampCar-Teambesitzer Chip Ganassi.

Montoya nahm 1999 an den CART FedEx Championship Series teil. Dabei erkämpfte er sich bei sieben Pole-Positions sieben Siege und wurde mit 24 Jahren jüngster Sieger in der Geschichte dieser Serie. Im Jahr darauf konnte er nicht mehr an diese Leistung anknüpfen und schloss diese Serie mit dem neunten Platz ab, bei drei Siegen und sieben Pole-Positions. 2000 startete Montoya erstmals beim legendären Rennen von Indianapolis 500, das er auf Anhieb gewinnen konnte.

Im Jahr 2001 startete Montoya für das BMW Williams F1-Team erstmals in der Formel1, die er mit einem sensationell erfolgreichen 6. Platz in der Weltmeisterschaftswertung der Fahrer abschloss. In der Rennsaison 2002 schob sich Montoya auf Platz drei der Tabelle vor. Die Formel 1-Saison 2003 beendete Montoya als WM-Dritter mit 82 Punkten, hinter Michael Schumacher und Kimi Raikkönen. Die Saison 2004 schloss er als Vierter ab.

Nach seinem Wechsel zu McLaren-Mercedes in der Saison 2005, konnte Montoya diese erneut als WM-Vierter, mit 60 Punkten beenden. 2006 kamen erste Gerüchte auf, McLaren könnte für 2007 Montoya durch einen anderen Piloten ersetzen. Nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte gab er seinen Wechsel in die amerikanische NASCAR-Serie für 2008 bekannt. Darauf wurde er nach dem GP der USA von McLaren gekündigt. Montoya erzielte bis Juli 2007 in 94 F1-Rennen 7 Siege, 13 Poles und 30 Podienplätze.

Am 6. Oktober 2006 fuhr Montoya sein erstes Ovalrennen in der ARCA-Serie auf dem Talladega Superspeedway in Talladega, Alabama. Am 28. Oktober 2006 fuhr er dann sein erstes Rennen in der NASCAR Busch Series im Memphis Motorsports Park in Memphis, Tennessee. Am 19. November 2006 gab Montoya sein Nextel Cup-Debüt. Am 28. Januar 2007 konnte Montoya das 24-Stunden-Rennen von Daytona gewinnen. Am 4. März 2007 gewann Montoya das NASCAR Busch Series-Rennen in Mexiko-Stadt.

NameJuan Pablo Montoya

Geboren am20.09.1975

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortBogota (Kolumbien).