Biografie

Jacques Villeneuve

Der kanadische Rennfahrer zählte in den 1990er Jahren zu den erfolgreichsten Piloten des Motorsports. Von 1996 bis 2006 startete er in der Formel1. Bereits 1997 feierte er den Sieg der F1-Weltmeisterschaft mit Williams-Renault. Ab dem Jahr 1999 startete er mit BAR-Honda; 2004 mit Renault und nach einer Saison bei Sauber beendete er 2006 seine F1-Karriere als Pilot bei Williams-BMW. Er erzielte in 162 Grand Prix 11 Siege, 13 Poles, 23 Podienplätze und 235 WM-Punkte. Seit der Saison 2007 fährt Villeneuve in der NASCAR Craftsman Truck Series sowie im Sprint Cup. Er ist einer der wenigen Rennfahrer, die in ihrer Karriere das Indianapolis 500, den ChampCar- und den F1-Titel gewinnen konnten. Jacques Villeneuve ist der Sohn des 1982 tödlich verunglückten Ferrari-Piloten Gilles Villeneuve...

Die Formel 1 Weltmeister
Jacques Villeneuve wurde am 9. April 1971 in St. Jean-Sur-Richelieu, Quebec, als Sohn des Formel 1 Piloten Gilles Villeneuve geboren.

Aufgewachsen ist er bei seinen Eltern in wohlhabenden Verhältnissen. Schon früh fand er Interesse am Rennsport. Ein Umstand, der dem Vater Kummer bereitete, gegen den er aber nicht ankämpfte. Dennoch bestand der Vater auf eine ordentliche Berufsausbildung. Am 8. Mai 1982, als Jacques Villeneuve 12 Jahre alt war, verstarb der Vater und Jacques begann noch während der Schulzeit an ersten organisierten Kart-Rennen teilzunehmen. Ab 1986 besuchte er die Rennschule der Formel Ford 1600 Klasse und im nächsten Jahr die der Formel Ford 2000 Klasse.

Dabei zeigte sich schon früh das Talent, das ihm in die Wiege gelegt wurde. Das einzige Hindernis zu starten war sein Alter. Als Jacques 16 Jahre alt war reiste er nach Italien, wo er an seinem ersten professionellen Rennen in einem Tourenwagen von Alfa Romeo teilnahm. Nach nur drei Rennen für Alfa wurde er als Werks-Fahrer für Alfa Romeo in der Formel 3 verpflichtet. Bereits in der 90´ Saison konnte er 14 Punkte sammeln und in der 91´ Saison wurde er in der Gesamtwertung sechster. 1992 wechselte er zur Japanischen Formel 3 und wurde Pilot auf Tom´s Toyota, mit denen er nach drei Siegen den 3. Platz in der Gesamtwertung erreichte.

Im Jahr 1993 fuhr er für die Formel Atlantic mit Forsythe Green Racing und wurde in der Gesamtwertung Dritter und "Rookie of the year". Nach diesem Erfolg qualifizierte er sich 1994 für die amerikanische Königs-Klasse der Indy-Car Serie, in der er erneut "Rookie of the year" wurde. Bereits in seiner zweiten Indy-Car Saison wurde er mit Forsythe Green Racing 1995 jüngster Champion der Serie, die er auch als erster Kanadier gewinnen konnte. So wechselte er 1996 in die internationale Königs-Klasse der Formel1 und wurde beim Top-Team Williams-Renault verpflichtet. Hier wurde er bereits in der ersten Saison Vize-Weltmeister neben Damon Hill und erfolgreichster Neuzuwachs der Formel 1 überhaupt.

In der Saison 1997 wurde er mit sieben Grand Prix Siegen mit Williams Weltmeister der Formel1, trotz einer spektakulären Kollision mit Michael Schumacher, der bis zum Finale in Jerez in WM-Führung lag. 1998 zog sich der Motorenhersteller Renault aus der Formel 1 zurück und Villeneuve erreichte mit einem unterlegenen neuen Mecachrome-Motor nur noch den 5. Platz der WM-Wertung. Noch in der laufenden Saison unterschrieb er seinen neuen Vertrag bei dem neugegründeten englischen "BAR" Team. BAR-Honda wurde die teuerste Neugründung eines Rennstalls und mit Villeneuve hoffte man darauf, auf den Spitzenplätzen platziert zu werden.

Das Material zeigte sich als derart schwach, dass Villeneuve keinen Grand Prix mehr gewinnen konnte. Nach dem Grand Prix von Indianapolis im Oktober 2003 wurde Takuma Sato als neuer Fahrer neben Jenson Button im BAR-Honda Team vorgestellt. Jacuqes Villeneuve zog sich daraufhin zurück und nahm am letzten Grand Prix der 03´ Saison in Suzuka nicht teil. Für die Saison 2004 konnte der Weltmeister keinen Vertragspartner finden und musste somit eine Zwangspause machen.

Ab dem Jahr 2005 wurde Villeneuve von Sauber-Petronas verpflichtet, konnte aber keine großen Erfolge vorweisen; er beendete die Saison auf dem 14. WM-Platz mit 9 Punkten. 2006 startete er für BMW-Sauber. Als WM 15. beendete er nach dem Ende der Saison seine Karriere als Formel1 Pilot. Er erzielte in 162 Grand Prix 11 Siege, 13 Poles, 23 Podienplätze und 235 WM-Punkte. Seit der Saison 2007 fährt Villeneuve in der NASCAR Craftsman Truck Series sowie im Sprint Cup.


Die Formel 1 Weltmeister

NameJacques Villeneuve

Geboren am09.04.1971

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortSt. Jean-Sur-Richelieu, Quebec (Kanada)