Biografie

Joe Louis

Der Abkömmling afro-amerikanischer Sklaven stieg in den 1930er Jahren zum beliebtesten schwarzen Boxer Amerikas auf. Joe Louis wurde 1937 durch seinen Sieg über James J. Braddock Boxweltmeister im Schwergewicht. Bis 1948 konnte er, einmalig in der Boxgeschichte, seinen Titel 25 Mal mit Erfolg verteidigen. Die anfängliche Niederlage gegen Max Schmeling von 1936 konnte "The Brown Bomber" 1938 durch einen K.o.-Triumph über das Boxsymbol aus Nazi-Deutschland wieder wettmachen. Trotz der patriotischen Aufladung dieser Kämpfe pflegte Louis eine besondere Freundschaft mit Schmeling ...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Joe Louis wurde am 13. Mai 1914 in Lafayette in Alabama unter dem Namen Joseph Louis Barrow als Urenkel eines afrikanischen Sklaven geboren.

Louis wuchs in den 1920er Jahren mit Mutter und Stiefvater in Detroit auf, wo er auch mit dem Boxen begann. Während seiner Amateurkarriere stieg Louis 1934 zum US-Meister im Halbschwergewicht auf. Er erlangte 53 Siege und nur drei Niederlagen. 1935 begann Louis seine Profi-Karriere. Aus den ersten 27 Kämpfen ging er als Sieger hervor. Im Juni 1936 unterlag er beim WM-Ausscheidungskampf gegen Max Schmeling in New York durch K.o. in der 12. Runde. Im Juni 1937 trat Louis gegen den Boxweltmeister James J. Braddock an.

Die Begegnung entschied Louis in Chicago durch einen K.o.-Sieg in der achten Runde für sich: Mit 23 Jahren stieg er zum bisher jüngsten Boxweltmeister im Schwergewicht auf. Louis trat im Juni 1938 zum Revanche-Kampf gegen Schmeling an, den er durch K.o. in der ersten Runde besiegte. Auch in den folgenden Kämpfen konnte er seinen Titel bis 1948 erfolgreich, insgesamt 25 Mal, verteidigen. Louis wurde zu einem Idol und Symbol der Emanzipation für die ausgegrenzte und diskriminierte afro-amerikanische Bevölkerung in den USA. Die Fachwelt würdigt ihn als einen der besten Boxer der Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs setzte Louis seine Popularität und seine Erfolge für die US Army ein, die er moralisch und finanzielle unterstützte.

Im Jahr 1949 verteidigte er letztmals seinen Titel in einem Kampf gegen Jersey Joe Walcott, den er ebenfalls besiegte. Nach dieser Begegnung zog sich Louis vorübergehend aus dem Profi-Boxsport zurück. Aus Finanzgründen stand er jedoch im Juli 1950 erneut im Ring: Den Kampf gegen den Boxweltmeister Ezzard Charles verlor er über 15 Runden nach Punktentscheidung. Nach der K.o.-Niederlage gegen Rocky Marciano in einem legendären Kampf von 1951 zog sich Louis endgültig aus dem Boxsport zurück. Der Profi-Boxer hatte von 73 gewonnenen Kämpfen 59 Begegnungen durch einen K.o.-Sieg für sich entschieden. Louis pflegte in den folgenden Jahren eine besondere Freundschaft zu seinem ehemaligen Gegner Max Schmeling, den er mehrmals in Deutschland besuchte.

Joe Louis starb am 12. April 1981 in Las Vegas an einem Herzanfall. Auf Intervention von Präsident Ronald Reagan wurde seine Beisetzung auf dem Nationalfriedhof von Arlington angeordnet.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameJoseph Louis Barrow

AliasJoe Louis

Geboren am13.05.1914

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortLafayette (Alabama, USA)

Verstorben am12.04.1981

TodesortLas Vegas (Nevada, USA)