Biografie

John McEnroe

Der US-Amerikaner gehört zu den erfolgreichsten Tennisspielern der 1980er Jahre. Er gewann insgesamt sieben Grandslam-Turniere und zählt damit zur Weltspitze in der Geschichte des Tennis. Weniger angenehm bekannt wurde John McEnroe wegen seiner Wutausbrüche und Schimpftiraden auf dem Court. Zu McEnroes sportlicher Erfolgsbilanz zählen unter anderem 77 Einzelsiege und 78 Titel im Doppel. Von 1981 bis 1985 belegte er mit Unterbrechungen Platz Eins der Weltrangliste. John McEnroe entschied im Einzel insgesamt dreimal das Wimbledon-Turnier (1981, 1983, 1984) und viermal die US-Open (1979, 1980, 1981, 1984) für sich...
John McEnroe wurde am 16. Februar 1959 als Sohn eines ehemaligen Air-Force-Soldaten in der hessischen Hauptstadt Wiesbaden geboren.

McEnroe besuchte die Stanford University in Kalifornien. 1978 wechselte er ins Profilager und bereits im Jahr darauf verließ er das Grandslam-Turnier der US-Open als Sieger. Im gleichen Jahr, 1979, gewann er mit der amerikanischen Mannschaft den Davis-Cup. In der Rangliste der weltbesten Spieler nahm er den dritten Platz ein. 1980 entschied er die US Open zum zweitenmal für sich. Im Finale unterlag ihm die schwedische Tennislegende Björn Borg in fünf Sätzen. In den beiden Jahren 1981 und 1984 ging McEnroe zum dritten- und viertenmal als Sieger der US Open hervor. Seine Erfolgsserie setzte sich in den Jahren 1981, 1983 und 1984 fort, als er in dieser Zeit dreimal das Wimbledon Turnier in London gewann.

Der traditionelle Wettbewerb in England gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft. Bereits im Jahr 1979 machte John McEnroe dort Furore, als er in einem der besten Tennisspiele überhaupt gegen Björn Borg unterlag. Zu John McEnroes sportlicher Erfolgsbilanz zählen unter anderem 77 Einzelsiege und 35 Titel im Doppel. In der Zeit von 1981 bis 1985 war er der weltbeste Spieler und belegte mit Unterbrechungen Platz Eins in der Weltrangliste. Neben seinen Erfolgen als Einzelspieler war John McEnroe auch als Partner im Doppelspiel sehr erfolgreich. So entschied er insgesamt fünfmal das Wimbledon-Turnier für sich. Häufig spielte er dabei mit Peter Fleming. Im US-Open-Turnier siegte er im Doppel insgesamt viermal. Sein Preisgeld während seiner aktiven Laufbahn soll rund 12,5 Millionen US-Dollar betragen. McEnroe ist Inhaber eines kuriosen Tennisrekords.

Er absolvierte das längste Daviscup Match. Das Viertelfinalspiel in St. Louis gegen Mats Wielander dauerte insgesamt sechs Stunden und 22 Minuten. Zum Schluss konnte der Amerikaner die Begegnung in fünf Sätzen für sich entscheiden. Mit dem glücklichen Ende trug McEnroe entscheidend zum 3 : 2-Sieg der USA bei. Bereits im Jahr 1987 quälte sich der Amerikaner wieder in rekordverdächtiger Zeit auf dem roten Sportbelag. In dem Daviscup-Turnier in Hartford begegnete er dem deutschen Weltklasse-Spieler Boris Becker, dem er in fünf Sätzen unterlag. Der Vergleich zwischen den beiden dauerte nur eine Minute kürzer, nämlich sechs Stunden und 21 Minuten. Mit dem Spielgewinn Beckers gewann Deutschland den Daviscup. 1992 holte er sich zusammen mit Michael Stich im Doppelspiel den Sieg in Wimbledon.

Im gleichen Jahr gewann er mit der amerikanischen Mannschaft erneut den Daviscup. Zwei Jahre später, 1994 beendete er nach 16 Jahren seine Karriere als aktiver Tennisprofi. Noch einmal trat er in den Tenniszirkus zurück, als er sich im Jahr 1999 mit Steffi Graf am Mixed-Turnier in Wimbledon beteiligte. John McEnroe gehörte zu den seltenen Topspielern, die ihr Tennis links spielen. Sein herausragendstes Merkmal ist die Technik. Weltklasse-Spiel zeigte er am Netz, wenn es darum ging, Volleys zu returnen. Andererseits zeigte er Schwächen im Grundlinienspiel, die sich in seiner Langsamkeit ausdrückten. Nach seiner aktiven Zeit als Tennisspieler verschrieb sich McEnroe als Kommentator. Er betreut kompetent das US-Open-Turnier für den bekannten Sender CBS.

Im Jahr 1999 wurde McEnroe angesichts seiner sportlichen Leistungen und Erfolge im Tennis eine seltene Ehrung zuteil. Er wurde in die Hall of Fame aufgenommen. In der Zeit von September 1999 bis November 2000 leitete der ehemalige Champion das amerikanische Daviscup-Team. Seit 2002 moderierte McEnroe die Gameshow "The Chair" beim amerikanischen TV-Sender ABC. Im gleichen Jahr fiel der Sportler laut Zeitungsbericht unangenehm wegen Drogenbesitzes auf. Nach der aktiven Profikarriere spielte McEnroe noch in der ATP-Senior-Serie. Auch dort war er sehr erfolgreich und belegte in der ATP-Liste Rang eins. Zu seinen Hobbys zählen unter anderem das Gitarrespielen in einer Rockband. Der ehemalige Tenniscrack gilt als etablierter Kunstsammler in New York. Immer öfter war John McEnroe auch als Schauspieler tätig.

In Gastrollen in TV- und Kinoproduktionen verkörperte er meist sich selbst. Weniger erfolgreich war seine TV-Show "McEnroe" bei dem US-Sender NBC. Laut Umfrage landete seine Sendung auf dem vorletzten Platz der Beliebtheitsskala des amerikanischen TV-Publikums.

NameJohn McEnroe

Geboren am16.02.1959

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortWiesbaden (D).