Biografie

Björn Borg

Der Schwede galt Ende der 1970er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre als bester Tennisspieler der Welt. Das traditionsreichste Rasenturnier der Welt in Wimbledon konnte der Tenniscrack in den Jahren 1976 bis 1980 fünfmal in Folge gewinnen. Darüber hinaus gewann Björn Borg von 1974 bis 1976 sowie von 1978 bis 1980 sechsmal die French Open und avancierte so zur Tennislegende. Er verbuchte in seiner Laufbahn insgesamt elf Grand-Slam-Siege, die ihn zum ersten Großverdiener im Tennis machten. Von August 1977 bis Juli 1981 belegte Borg ohne Unterbrechung Platz Eins der Weltrangliste. Nach seinem Rücktritt vom Profi-Sport im Jahr 1984 scheitere 1991 ein Comebackversuch...
Björn Borg wurde als Sohn eines Kaufmanns am 6. Juni 1956 in Södertälje, einer Vorstadt der schwedischen Hauptstadt Stockholm, geboren.

Borg erlernte das Tennisspielen als Neunjähriger. Dabei machte sich schon in jungen Jahren seine Fertigkeit bemerkbar, die Rückhand beidhändig zu spielen. Wegen des Tennissports gab er seine schulische Ausbildung auf. 1970 kümmerte sich der erst vierzehnjährige Jugendliche ausschließlich um Tennis. Sein intensives Training kam schnell zum Tragen. Mit 15 Jahren nahm er die Nummer Eins in der Weltrangliste der Juniorspieler ein. 1974 nahm er an den Italian Open teil, dabei konnte er seinen ersten Grand-Prix-Titel gewinnen. Im selben Jahr trat er bei den French Open an. Björn Borg konnte dieses Turnier als Sieger beenden und damit hatte er seinen ersten Sieg einer Grand Slam Veranstaltung verbucht.

Im Jahr darauf, 1975, spielte er für das schwedische Nationalteam im Davis-Cup. Unter seiner Mithilfe gelang es den Schweden, sich gegen die tschechoslowakische Mannschaft durchzusetzen und damit den ersten Davis-Cup-Sieg zu holen. 1976 spielte er auf dem Londoner Wimbledon-Turnier, das er als Sieger verließ. Das traditionsreichste Tennisturnier der Welt gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft. Im Jahr darauf konnte Björn Borg seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Und auch in den darauffolgenden drei Turnieren in Wimbledon gelang ihm der Sieg. Damit hatte Borg das renommierteste Turnier der Welt fünfmal in Folge gewonnen.

Borg avancierte zur Tennislegende. Ähnlich erfolgreich verliefen seine Teilnahmen an den French Open. Dort startete er 1974 und wurde Turniersieger. Und auch im nächsten Jahr beherrschte er diesen Wettbewerb, den er wiederum als Sieger beendete. Dann folgte eine Siegesserie von 1978 bis 1981 bei den French Open, in der er seine Überlegenheit ausspielte. Dagegen versagte Björn Borg bei den US Open und den Australian Open. In diesen Wettbewerben kam er viermal bis in die Finalspiele, wo er dann scheiterte. Der Schwede dominierte das Weltklasse-Tennis in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre bis Anfang der Achtziger. Neben seinem stilistischen Merkmal der beidhändigen Rückhand gab er sich auf dem Platz hochkonzentriert und mit gelassener Ruhe.

Aufregende Begegnungen fanden statt, wenn Borg auf den Tenniscrack John McEnroe oder den routinierten Top-Spieler Jimmy Connors traf. 1984 gab Björn Borg seine Tennis-Karriere auf. Er versuchte sich als Geschäftsmann und stieg in die Modebranche ein. Dieser Ausflug ins Geschäftsleben brachte ihn an den Rand des Ruins. Auch seine privaten Probleme gerieten in die Schlagzeilen. 1991 versuchte er sein Comeback. Doch Borg konnte nicht an seine alte Spielstärke von früher anknüpfen. Ab dem Jahr 1993 startete er in der ATP-Senior-Tour. Dort in den Turnierspielen für Spieler ab 35 Jahren konnte Borg erfolgreiche Teilnahmen bilanzieren und auch hohe Preisgelder kassieren.

Im Jahr 2000 nahm er endgültig Abschied vom aktiven Tennissport. Zu seinen weiteren sportlichen Erfolgen zählen unter anderem der zweimalige Gewinn des Masters-Turniers und der Titel als dreimaliger ITF World Champion. Privat war von 1980 bis 1984 mit der rumänischen Tennisspielerin Mariana Simionescu verheiratet. Von 1989 bis 1993 war er in zweiter Ehe mit der italienischen Sängerin Loredana Berté verbunden. 2002 heiratete er Patricia Östfeldt. 2003 wurde der gemeinsame Sohn Leo geboren. In einer Beziehung mit dem Fotomodell Jannike Björling wurde er 1985 Vater des Sohnes Robin.
S = Siege, F = Finale

1974
S. French Open

1975
S. French Open

1975
F. Masters

1976
F. US Open

1976
S. Wimbledon Championships

1976
S. French Open

1977
S. Wimbledon Championships

1977
F. Masters

1978
F. US Open

1978
S. French Open

1978
S. Wimbledon Championships

1979
S. French Open

1979
S. Wimbledon Championships

1979
S. Masters

1980
F. US Open

1980
S. French Open

1980
Wimbledon Championships

1980
S. Masters

1981
F. Wimbledon Championships

1981
F. US Open

NameBjörn Borg

Geboren am06.06.1956

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortStockholm (SE).