Biografie

John F. Kerry

Der US-amerikanische Jurist und Politiker stellte von 2013 bin Januar 2017 den Außenminister der Vereinigten Staaten. Davor war der hochdekorierte Vietnam-Veteran seit 1985, neben Edward Kennedy, US-Senator von Massachusetts. Verdient machte er sich nach dem Kriegsdienst für seinen Einsatz für den Frieden. 1984 wurde er Mitglied des US-Senats. Als liberaler Politiker engagierte sich John F. Kerry für die Rechte Homosexueller, sprach sich jedoch gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aus. Auch trat er als Befürworter der Beschränkung des Rechts auf Waffenbesitz auf und war Verteidiger des "Kyoto-Protokolls". Weiter war Kerry Befürworter des Rechtes auf Abtreibung und Gegner der Todesstrafe. 2004 scheiterte er als Kandidat der Demokratischen Partei für das Amt des US-Präsidenten. Zur populären Kraft an seiner Seite avancierte seine Ehefrau Teresa Heinz-Kerry, die Erbin der weltbekannten Marke "Heinz-Ketchup"...
John Forbes Kerry wurde am 11. Dezember 1943 in Denver, Colorado, als Sohn des Diplomaten Richard Kerry geboren.

Einen großen Teil seiner Jugend verbrachte John Kerry, bedingt durch die Tätigkeit seines Vaters, in Europa. Er machte Stationen im Berlin und im Internat "Institut Montana" bei Zug in der Schweiz. Nach Abschluss der High School studierte Kerry von 1962 bis 1966 an der renommierten Yale Universität Jura mit Hauptfach Politikwissenschaft und wurde dort Mitglied der Studentengemeinschaft "Skull and Bones". Im Anschluss meldete sich Kerry im Jahr 1966 freiwillig zum Militärdienst bei der US Navy. John Kerry absolvierte eine Offiziersausbildung an der Marineoffiziersschule in Newport und ab 1968 diente er auf dem Kriegsschiff USS-Gridly. 1968 meldete sich Kerry freiwillig zum Kriegsdienst in Vietnam. Als Kommandant eines Patrouillenbootes nahm er an zahlreichen Kriegseinsätzen im Mekong-Delta teil.

Hier verdiente er sich eine Vielzahl von Auszeichnungen, wie den "Silver Star", den "Bronze Star" sowie drei "Purple Hearts" für drei schwere Verletzungen. Seine Dienstzeit an der Waffe endete 1970. Nach seiner Rückkehr in die USA wurde Kerry zum energischen Kriegsgegner, der selbst als Mitglied der Organisation "Vietnam Veterans Against the War" Friedensdemonstrationen organisierte und anführte. Dieser Einsatz bescherte ihm erstes Medieninteresse und große Popularität in der Bevölkerung. 1970 heiratete Kerry seine Jugendliebe Julia Thorne. Die Ehe scheiterte 1982. Aus dieser Verbindung gingen die zwei Töchter Alexandra und Vanessa hervor. Nachdem Kerrys Kandidatur 1972 um einen Sitz im Kongress gescheitert war, zog er sich zunächst aus der Politik zurück. Von 1972 bis 1976 studierte er Rechtswissenschaften am Boston College.

Kerry wurde Staatsanwalt und später Rechtsanwalt in Massachusetts. 1982 kehrte Kerry in die Politik zurück und gewann die Wahl um das Amt des stellvertretenden Gouverneurs von Massachusetts. 1984 wurde er Mitglied des US-Senats. Einen ersten politischen Höhepunkt seiner Karriere markierte 1985 Kerrys Wahl zum Senator des US-Bundesstaates Massachusetts. Auch hier setzte er seinen Friedenseinsatz fort und bemühte sich um diplomatische Aussöhnung mit Vietnam. Im Inneren setzte sich Kerry verstärkt für die Aufklärung der "Iran-Contra-Affäre" ein und wurde Mitwirkender in der dafür geschaffenen Untersuchungskommission. Als liberaler Politiker engagierte er sich für die Rechte Homosexueller, sprach sich jedoch gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aus. Weiter trat er als Befürworter der Beschränkung des Rechts auf Waffenbesitz auf, stimmte gegen das Gesetz zum Schutz der Ehe und war Fürsprecher und Verteidiger des "Kyoto-Protokolls".

Weiter wurde Kerry Befürworter des Rechtes auf Abtreibung und Gegner der Todesstrafe. 1995 heiratete John Kerry in zweiter Ehe Teresa Heinz, die Witwe des republikanischen Senators und Inhabers der weltbekannten Marke "Heinz-Ketchup", John Heinz, der 1991 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Das Vermögen von Teresa Heinz wurde auf etwa eine halbe Milliarde US-Dollar geschätzt. Erst 2003 nahm Teresa Heinz den Namen Kerry als zweiten Nachnamen an. Nachdem sich John Kerry 19 Jahre lang erfolgreich als Senator behauptet hatte, wurde er beim Demokratischen Parteitag in Bosten im Juli 2004 offizieller Präsidentschaftskandidat. Im selben Monat gab John Kerry auf einer Wahlkampfveranstaltung in Pittsburgh, Pennsylvania, bekannt, dass John Edwards, US-Senator für North Carolina, sein Vizepräsident sein würde, falls er die Wahl im November des Jahres gewinnen sollte.

Seine Frau, Heinz-Kerry, ließ in dieser Zeit ihre Wähler-Registrierung von Republikanerin zur Demokratin umschreiben und avancierte, neben Ex-Präsident Bill Clinton, zur tragenden Person in der Unterstützung des Wahlkampfes ihres Mannes durch Auftritte in der Öffentlichkeit und in den Medien. Kerrys programmatische Vision als möglicher 44. Präsident der Vereinigten Staaten galt einer intensiveren Unterstützung der Armen, der Einführung einer gesetzlichen Krankenversicherung, einer besseren Handelspolitik und höheren Mindestlöhnen. In der Außenpolitik wollte er endlich eine amerikanische Initiative im globalen Klimaschutz entwickeln und eine neue Beziehung zur UNO sowie den internationalen Organisationen etablieren. Nach einem der heftigsten Wahlkämpfe in der politischen Geschichte der USA musste Kerry allerdings Anfang November 2004 seine Niederlage einräumen: George W. Bush wurde für eine zweite Amtsperiode als Präsident der Vereinigten Staaten wieder gewählt.

Statt einer Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2008 gab Kerry am 10. Januar 2008 seine Unterstützung für den Kandidaten Barack Obama bekannt. Am 29. Januar 2013 bestätigte der Senat Kerrys Nominierung zum US-Außenminister unter US-Präsident Barack Obama. In der Nachfolge von Hillary Clinton wurde John Kerry am 1. Februar 2013 in einer nicht-öffentlichen Zeremonie als 68. Außenminister der Vereinigten Staaten vereidigt.

NameJohn F. Kerry

Geboren am11.12.1943

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortDenver, Colorado (USA).