Biografie

Joachim Bublath

Der deutsche Physiker, Fernsehmoderator und Wissenschaftspublizist promovierte in den Fächern Physik, Mathematik und Chemie. Im Anschluss startete Joachim Bublath seine Karriere beim ZDF als Moderator von Wissenschaftssendungen. Er machte sich als Ressortleiter für Naturwissenschaft und Technik im ZDF sowie als Produzent einen Namen. Seit 1981 war er Autor und Moderator des ZDF-Wissenschaftsmagazins "Aus Forschung und Technik". 1988 wurde die Sendung modernisiert und unter dem Namen "Abenteuer Forschung" fortgesetzt. 2003 wurde das Format komplett auf Bublath zugeschnitten und in "Joachim Bublath" umbenannt...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Joachim Bublath wurde 12. März 1943 in Memel, Ostpreußen, geboren.

Früh entwickelte er seine Leidenschaft für die Naturwissenschaften. Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte Bublath theoretische Physik, Mathematik und Chemie an der Universität Frankfurt und der TU München. Ab 1971 wurde Bublath als Produzent naturwissenschaftlicher Filme für die ARD und das ZDF sowie für Universitäten in Südamerika, Asien und Afrika tätig. 1981 erhob man Bublath zum Leiter der ZDF-Redaktion Naturwissenschaft und Technik. Eine größere Popularität als Moderator verdiente sich Bublath durch die naturwissenschaftliche Sendung "Abenteuer Forschung". In dieser Sendereihe behandelte er aktuelle Themen zum momentanen Stand der Wissenschaft. Im Vordergrund stand dabei auch eine allgemeinverständliche Aufbereitung der wissenschaftlichen Themen.

Als weiteres Erfolgsprogramm präsentierte Bublath die ZDF-Sendung "Knoff-hoff". Darin präsentierte er an Hand zahlreicher Modelle erstaunliche Erkenntnisse der Forschung und der Physik. Die abendfüllende Wissensendung zum Mitdenken und Staunen zählt zu seinen populärsten Produktionen. Bublath trat auch als Autor zahlreicher Sachbücher in Erscheinung. Zu seinen Publikationen zählen die Titel "Verblüffende Experimente aus der Naturwissenschaft" (1995), "Das Geheimnis des Lebens" (1999), "Geheimnisse unseres Universums" und "Chaos im Universum" (2001). 1990 wurde Bublath Preisträger der ISFA (International Science Film Association) und mit dem "Telestar" ausgezeichnet. 1992 erhielt er in Paris den "Prix Jules Verne". Für seine Arbeit als Autor wurde er 1993 mit dem Publizistik-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft ausgezeichnet.

Im Jahr 1994 erhielt Joachim Bublath den Bayerischen Fernsehpreis. 1995 wurde er mit dem "Prix Leonardo da Vinci" im Parma bedacht. 1997 erhielt er den 1. Preis beim 14. Internationalen Festival für wissenschaftliche Dokumentarfilme in Paris. 1997 wurde Bublath mit dem Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit als Wissenschaftspublizist bedacht. 1999 erhielt er den "Prix Ciência" auf dem Filmfestival Teleciência in Portugal und 2000 den 1. Preis des Scientific Film Festival in Lissabon. Zu weiteren Auszeichnungen zählen der "Golden Açor", 1. Preis des internationalen Atlantic Television Festival der Azoren (2001), der "Prix Leonardo Speciale, Parma" (2003), der 1. Preis beim 20. internationalen Festival des wissenschaftlichen Films in Paris sowie 2003 der Preis der slowakischen Filmakademie auf dem Ekotopfilm-Festival in Bratislava.

Im Jahr 2007 wurde er zum Wissenschaftsjournalisten des Jahres gewählt. Seine letzte ZDF-Sendung "Joachim Bublath" fand am 5. März 2008 statt. Im Mai 2008 verlieh ihm die GWUP den Carl-Sagan-Preis für seine journalistische Arbeit, da Bublath seit 1981 die wissenschaftliche Fernsehlandschaft maßgeblich mitgestaltet hatte.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur

NameJoachim Bublath

Geboren am12.03.1943

GeburtsortMemel, Ostpreußen