Biografie

Sergej Bubka

Der ukrainische Leichtathlet wurde der erfolgreichste Stabhochspringer. Erstmals griff er 1984 mit einer Höhe von 5,85 Metern in die Entwicklung der Weltrekordhöhe ein. Damit sprang er fünf Zentimeter höher als der Franzose Thierry Vigneron (1981). Im gleichen Jahr übersprang er die Marke von 5,90 und 5,94 Metern. Zu seinen Titeln zählen unter anderem ein Olympiasieg (1988) und sechs Weltmeisterschaftssiege zwischen 1983 bis 1997. Als Erster übersprang er die sechs Meter-Marke 1985 in Rom, worauf in seiner Karriere 43 Sprünge über diese Höhe folgten. Sergej Bubkas Talent, seine eigenen Bestmarken jeweils um nur einen Zentimeter zu verbessern, ließ ihn zum Spitzenverdiener des Sports aufsteigen. Sein bestes Ergebnis erzielte er 1994 mit 6,14 m im Freien, es wurde sein 35. Weltrekord...
Sergej Bubka wurde am 4. Dezember 1963 in Woroschilowgrad geboren.

Bubka fand mit elf Jahren 1975 zum Stabhochsprung. Zusammen mit seinem älteren Bruder Wassili eignete er sich die Grundkenntnisse in dieser schwierigen Disziplin an. Sein Trainer wurde auf Bubkas Talent für diesen Sport aufmerksam und förderte ihn. 1979 siedelte er zusammen mit seinem Trainer nach Donezk über. 1981 nahm Sergej Bubka erstmals an einem internationalen Wettkampf teil. Auf der Junioren-Europameisterschaft schaffte er mit einer Höhe von 5 Metern den siebten Platz. Zwei Jahre später im Jahr 1983 startete er zur Weltmeisterschaft in Helsinki. Dort triumphierte er mit einer Höhe von 5,70 Meter und holte sich Gold und Titel.

Im Jahr 1984 schaffte der Ausnahmeathlet mit einer Höhe von 5,85 Metern in Bratislava seinen ersten Stadien-Weltrekord in Freiluft. Die Saison darauf war eine seiner erfolgreichsten. Er gewann 1985 den Europacup, den Weltcup und den Titel in der Hallen-Europameisterschaft. Und schließlich übersprang er erstmals die magische Marke von 6 Metern. 1986 nahm er an den Europameisterschaften teil und holte sich den Titel. Seine sportlichen Erfolge liefen alle neben seiner Studien-Ausbildung zum Sportlehrer nebenher. 1987 startete Sergej Bubka erneut zu den Weltmeisterschaften in Rom und war auch dort erfolgreich. Der Ukrainer wurde zum zweitenmal Weltmeister im Stabhochspringen.

Im Jahr 1988 beteiligte er sich an den Olympischen Sommerspielen im südkoreanischen Seoul. Mit einer Höhe von 5,90 Metern reichte es für eine Goldmedaille. 1991 verließ Sergej Bubka seine Heimatstadt Woroschilowgrad und siedelte nach Deutschland über. Dort ließ er sich in Berlin nieder. Bubka gründete eine Springerschule und bildete den Nachwuchs aus. Aber er verfolgte auch seine eigene Karriere weiter. Er wurde Mitglied in dem Verein OSC Berlin, für den er fortan startete. Im gleichen Jahr nahm er an den Weltmeisterschaften 1991 in Tokio teil und errang abermals den Goldtitel. Im Jahr darauf nahm er an den Olympischen Sommerspielen in Barcelona teil. Doch die Teilnahme wurde zur Enttäuschung, denn er konnte die Erwartungen nicht erfüllen und fiel bereits bei der Anfangshöhe heraus.

Im Jahr darauf startete er in Stuttgart zur Weltmeisterschaft 1993 und wurde wieder Weltmeister. 1994 stellte er erneut einen Freiluft-Weltrekord auf, er übersprang eine Höhe von 6,14 Metern. In der Halle gelang ihm der Sprung bei 6,15 Metern Höhe. 1995 fanden die Weltmeisterschaften in Göteborg statt. Sie verliefen für Sergej Bubka ebenso erfolgreich wie die vorige. Im Jahr darauf war der gebürtige Ukrainer der Favorit in dieser Disziplin bei den Olympischen Sommerspielen 1996 in Atlanta. Eine Verletzung an der Achillessehne machte aber den Traum vom olympischen Gold schon in der Qualifikation zunichte. Die Weltmeisterschaftskämpfe im Jahr 1997 in Athen machten Bubkas Serie von insgesamt sechs WM-Titeln perfekt.

Damit machte er sich zum erfolgreichsten Überflieger in der Geschichte des Stabhochsprungs. Zum Weltmeisterschaftskampf in Sevilla im Jahr 1999 sagte er wegen einer Verletzung ab. Auch zu den nächsten Olympischen Sommerspielen im Jahr 2000 im australischen Sydney startete Bubka voller Hoffnung als Anwärter auf einen Goldplatz. Doch das Pech verfolgte ihn, und er schaffte nicht einmal die Qualifikation von 5,70 Metern Höhe. Im selben Jahr wurde Sergej Bubka für seine sportlichen Gesamtleistungen vom Internationalen Leichtathletik-Verband (IAAF) mit dem "Distinguished Carrer Award" ausgezeichnet. 2001 beendete Sergej Bubka seine aktive Laufbahn als Stabhochspringer bei einem Meeting in Donezk.

Bubka wurde Mitglied im IOC-Exekutivausschuss und bleibt somit dem Sport als Funktionär erhalten. Zu seiner sportlichen Bilanz zählen 35 Weltrekorde, die sich in 17 Freiluft- und 18 Hallenweltrekorde aufteilen. Im Juni 2005 wurde er zum Präsidenten des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) der Ukraine gewählt.

NameSergej Bubka

Geboren am04.12.1963

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortWoroschilowgrad (UKR).