Biografie

Jimmy Wales

Der US-amerikanische Unternehmer war 2001 Mitbegründer der Wikipedia. Das Online-Nachschlagewerk, das von seinen Nutzern selbst gepflegt und erweitert wird, avancierte zur größten Enzyklopädie der Welt. Mit Spendeneinnahmen von über 20 Millionen US-Dollar im Jahr (2012) betrieb das Portal auch das wirtschaftlich erfolgreichste Lexikon des Internets. Der Rekord für Spendeneinnahen stieg davor auf über 430.000 US-Dollar in nur 24 Stunden (2009). Große Mitbewerber, wie etwa die multimediale Enzyklopädie encarta von Microsoft wurden im selben Jahr regelrecht aus dem Markt gekickt. Für seinen Einsatz, lexikalisches Wissen und Nachrichten kostenfrei bereitzustellen, wurde er mehrfach als innovativer Leader ausgezeichnet...

Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution
Jimmy Donal Wales wurde am 7. August 1966 in Huntsville, Alabama geboren.

Nach Abschluss der High School studierte Wales an der Auburn Universität und der Universität von Alabama. Im Zuge der Medienrevolution sowie dem Börsenerfolg zahlreicher Internetunternehmen, wurde Jimmy Wales Mitarbeiter einer im Termingeschäft und Optionshandel aktiven Firma in Chicago. 1996 gründete er das kommerzielle Internetunternehmen Bomis.com, das seine Einkünfte aus dem Anbieten von erotischen Bildern im Internet sowie aus zielgerichteten Anzeigen generierte. Ohne den Einsatz von Risikokapitalgebern entwickelte sich die Plattform zum wirtschaftlichen Erfolg. Ende der 1990er Jahre machte die freie Software-Bewegung für Computerprogramme auf sich aufmerksam. Von 1999 an verfolgte Wales das Ziel der Gründung eines offenen Lexikons.

Im März 2000 gründete er mit Larry Sanger das Online Informations-Projekt Nupedia, dessen Leiter er bis 2003 wurde. Dabei nutze er eine identische Lizenzierung zum Datenaufbau wie freie Programmanbieter. Inspiriert von der Idee, das Wissen der Welt in Zukunft kostenfrei anzubieten, hatte das Projekt keine Schwierigkeiten kostenfrei arbeitende Redakteure, Autoren und Lektoren zu finden, die Nupedia fortan unterstützen. Die Wikipedia entstand 2001 vorerst als Nebenprojekt, das Nupedia durch sein rasches Wachstum aber bald überholte. Technische Komplikationen führten zur Stillegung des Nupedia-Projekts. Im Sommer 2003 erfolgte von Wales die Gründung der Wikimedia Foundation, deren Vorstand er stellte. Der ehemalige Chefredakteur der Nupedia, Larry Sanger, wurde ebenso Gründungsmitglied der Wikipedia. In den folgenden Jahren wuchs das Angebot in atemberaubendem Tempo.

In entscheidender Weise trugen die Suchmaschinen zum Erfolg des Projektes bei, indem sie unter allen Suchbegriffen Wikipedia-Artikel als Treffer auswies, selbst wenn auf den entsprechenden Unterseiten noch keine Inhalte hinterlegt waren. Zugleich wurde es Wikipedia möglich, durch unregelmäßige Spendenaufrufe Millionenbeträge von Nutzern und Förderern des Projektes zu vereinnahmen. Mit diesem Phänomen konnten zahlreiche kommerzielle Wissensanbieter nicht Schritt halten. Auch da ihre ebenso kostenfreie Seite nicht in Suchmaschinen aufgenommen wurden. 2004 gründete Jimmy Wales das kommerzielle Unternehmen Wikia, welches auch einen kostenfreien Hosting-Dienst sowie einige kostenpflichtige "Wikis" betreibt. Indes machte Wikipedia zahlreiche Schlagzeilen, nachdem in Artikeln der Wikipedia Persönlichkeitsrechte verletzt wurden.

Der gesamte Inhalt der Seite wuchs und verbesserte sich jedoch weiterhin ungebrochen. Erweitert wurde das Angebot auch um den Bereich "Wikinews" für Nachrichten. Kostenpflichtig versucht Wikipedia seit 2005 auch Offline-Versionen der Inhalte als CD-Rom und Buch im Handel zu platzieren. 2006 wurde Wales als "Pioneer of the Electronic Frontier" ausgezeichnet und in die TIME-List der 100 einflussreichsten Menschen des Jahres 2006 des TIME Magazine aufgenommen. Das Projekt Wikipedia erhielt im selben Jahr den Grimme Online Award. 2007 startete Wales das Projekt Wikia Search, eine freie und kollaborative Alternative zur Internetsuchmaschine Google auf Wiki-Basis, in welchem das Ranking der Suchergebnisse durch die Internetbenutzer erfolgt. 2008 erhielt Wales den Quadriga-Preis. Bis 2009 zählte der Inhalt der Wikipedia bereits mehr als 1 Millionen Artikel in deutscher Sprache.

Im Jahr 2010 wurde er mit dem Kulturpreis der Eduard-Rhein-Stiftung und 2011 Gottlieb Duttweiler-Preis geehrt. Der Tagesrekord für Spendeneinnahen stieg indes auf über 430.000 US-Dollar in 24 Stunden, und über 10 Millionen US-Dollar pro Jahr. Die Spenden-Kampagne 2012 endete mit einem Rekord von über 20 Millionen Dollar.

Privat ist er mit Christine Wales verheiratet, mit der er in Saint Petersburg lebt. 2000 wurden sie Eltern der gemeinsamen Tochter Kira.


Bedeutende Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution

NameJimmy Wales

Geboren am07.08.1966

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortHuntsville, Alabama (USA).

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