Biografie

Hugo Junkers

Der Erfinder, Konstrukteur und Unternehmer Hugo Junkers ist der Gründer von "Junkers-Motorenbau GmbH" in Dessau. Aus dieser Schmiede gingen berühmte Flugzeuge hervor wie zum Beispiel die legendären Verkehrsflugzeuge "F 13" und "Ju 52" (Tante-Ju) oder die Kampfflugzeuge "Ju 87" (Stuka) und Ju 88. In der Zeit von 1897 bis 1912 war er Professor für Wärmetechnik und Thermodynamik an der Technischen Hochschule Aachen. Hugo Junkers entwickelte im Jahr 1915 das erste Ganzmetallflugzeug und machte noch weitere technische Erfindungen. 1933, im Jahr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, musste Junkers auf Druck des NS-Regimes seine Patente und seine Besitzanteile an seinen Unternehmen dem Dritten Reich übereignen...

Pioniere der Luft- und Raumfahrt
Hugo Junkers wurde am 3. Februar 1859 in Rheydt als Sohn eines Unternehmers geboren.

Nach seiner Schulzeit studierte Hugo Junkers in Charlottenburg, Karlsruhe und Aachen an den dortigen Technischen Hochschulen. Im Jahr 1883 bestand er seine Prüfung zum Bauführer. Im Anschluss daran war er als Konstrukteur bei verschiedenen Firmen tätig. 1888 wechselte er zur Continental-Gesellschaft in Dessau. Zusammen mit Wilhelm Oechelhäuser rief er die "Versuchsstation für Gasmotoren" ins Leben. 1892 war die Entwicklung des ersten Zweitakt-Gegenkolben-Gasmotors beendet und die Herstellung lief an. Im gleichen Jahr ließ er sich seine Erfindung des Kalorimeters, einem Gerät zur Bestimmung von Gas-Heizwerten, patentieren.

Im Jahr 1894 erfand er den ersten Gasbadeofen. Hugo Junkers gründete im Jahr 1895 in Dessau seine eigene Firma mit Namen "Junkers & Co", in der er Gasapparate herstellte. In der Zeit von 1897 bis 1912 war er Professor für Wärmetechnik und Thermodynamik an der Technischen Hochschule Aachen. Im Jahr 1898 heiratete er Therese Bennhold aus Dessau. Aus dieser Verbindung gingen insgesamt zwölf Kinder hervor. 1902 gründete er ein Forschungslabor in Aachen, in dem er sich mit Ölmotoren beschäftigte. Junkers entwickelte den Schwerölflugmotor zur Betriebsreife weiter. Ab dem Jahr 1909 konzentrierte er sich auf den Bau von Flugzeugen.

Im Jahr darauf ließ er einen neuartigen, von ihm entwickelten Flügel patentieren. Die Besonderheit des freitragenden Großraumflügels ist die Nutzung seines Innenraums. Im Jahr 1913 gründete er das Unternehmen "Junkers Motorenbau GmbH". 1915 gelang Hugo Junkers der Bau des ersten Ganzmetallflugzeugs unter der Bezeichnung J 1. Nach dem Willen der Obersten Heeresleitung "OHL" arbeiteten die Junkers-Werke mit dem niederländischen Jagdflugzeugkonstrukteur und Flieger Anthony H. G. Fokker zusammen, um ein militärisches Ganzmetallflugzeug zu bauen. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete Hugo Junkers die "Junkers-Flugzeugwerke AG" in Dessau.

Nach dem Versailler Vertrag wurde Deutschland ein Verbot für den Bau von Luftfahrzeugen und Flugzeugmotoren für die Dauer von sechs Monaten auferlegt. Junkers wollte dies umgehen, indem er seine Produktion nach Russland und Schweden auslagerte. Im gleichen Jahr wurde die F 13, ein Ganzmetallflugzeug gebaut. Es steht in der Bedeutung, die deutsche Verkehrsluftfahrt in Gang gebracht zu haben. In den nächsten Jahren produzierte Hugo Junkers zahlreiche Flugzeugmodelle unter den Bezeichnungen W 33, G 24, G 31 oder G 38. Mit dem Typ W33 gelang die erste Ost-West-Überquerung des Atlantiks im Jahr 1928. Ab dem Jahr wurde die legendäre Ju 52, auch liebevoll Tante Ju genannt, hergestellt.

Bis in die vierziger Jahre entwickelte sich die Maschine zum weltweit meistgebauten Flugzeug. 1921 gründete Hugo Junkers die "Abteilung Luftverkehr der Junkerswerke", um den Inlandflugverkehr zu regeln. Im Jahr 1926 ging die "Junkers Luftverkehr AG" in die "Deutsche Lufthansa" auf. 1923 gründete der Flugzeugbauer die Firma "Junkers Motorenbau GmbH" in Dessau. Im gleichen Jahr wurde der Betrieb zum Flugzeugbau in Fili bei Moskau eröffnet. Es entwickelten sich wirtschaftliche Verbindungen zum Bauhaus in Dessau und damit auch eine freundschaftliche Beziehung zu dem Bauhaus-Architekten Walter Gropius.

Im Jahr 1933, im Jahr der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, musste Junkers auf Druck des NS-Regimes seine Patente und seine Besitzanteile an seinen Unternehmen dem Dritten Reich übereignen. Daraufhin zog er sich ins Privatleben zurück und widmete sich den Forschungen zum Bau von Hochhäusern aus Metall. Im Zweiten Weltkrieg entwickelten sich die Junkers-Werke zur größten Schmiede von Militärflugzeugen. In ihr wurde unter anderem der legendäre Sturzkampfbomber (Stuka) Ju 88 gebaut.

Hugo Junkers starb am 3. Februar 1935 in Gauting bei München.


Pioniere der Luft- und Raumfahrt

NameHugo Junkers

Geboren am03.02.1859

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortRheydt (D).

Verstorben am03.02.1935

TodesortMünchen (D).