Biografie

Horst Janssen

NameHorst Janssen

Geboren am14.11.1929

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am31.08.1995

TodesortHamburg (D).

Horst Janssen

Der Holzschneider, Radierer und Zeichner Horst Janssen begann sein künstlerisches Oeuvre mit expressionistischen Holzschnitten in Farbe. Später, Ende der fünfziger Jahre, widmete er sich den Techniken der Zeichnung und Radierung. Seine Hauptmotive waren vielfach Blumen und Selbstportraits. Horst Janssen äußerte mit den künstlerischen Mitteln oftmals seine sarkastische und kritische Haltung gegenüber der Umwelt. Seine Stilsprache umfasste gleichfalls Elemente der Neuen Sachlichkeit und des Phantastischen Realismus...
Horst Janssen wurde am 14. November 1929 in Hamburg geboren.

Janssen studierte in den Jahren zwischen 1946 und 1951 an der Landeskunstschule in Hamburg. Er war Schüler von Alfred Mahlau und ließ sich in freier und angewandter Graphik ausbilden. In seinem Frühwerk aus Farbholzschnitten realisierte er zunächst eine expressionistische Kunstsprache. Doch bereits in diesen Werken war der makabere und surreale Ausdruck angelegt. Dann, gegen Ende der 1950er Jahre, begann er mit den Techniken der Zeichnung und Radierung. Zu seinen Hauptmotiven wählte er oftmals Blumen oder das Selbstportrait aus. Durch seine eigene Strichführung, die er mit harter Wirkung ausführte, gelang ihm ein brillanter Ausdruck seines Sarkasmuses und seiner Kritik an der Gesellschaft.

Sein satirischer Ausdruck war gepaart mit der Tendenz zur Neuen Sachlichkeit und einem frühen psychologischen Realismus nach dem Vorbild des norwegischen Malers und Grafikers Edvard Munch und des belgischen Malers und Radieres James Ensor. Horst Janssen verstand es, diese Einflüsse zu einer Ausdruckskraft nach dem Phantastischen Realismus mit kafkaesker Anspielung zu verarbeiten. 1993 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Oldenburg ernannt. Er gilt nicht nur als einer der produktivsten deutschen Zeichner der Nachkriegszeit, sondern auch als einer der bedeutendsten. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten standen Darstellungen und Portraits, oft Selbstbildnisse, in denen er psychische Deformationen durch physische Entstellungen sichtbar machte.

Mit seinem künstlerischen Schaffen verband er auch ein umfangreiches publizistisches Werk. So entstanden unter anderem die Buchwerke mit Abbildungen und Texten: "Horst Janssen - Zeichnungen" (1970), "Horst Janssen - Landschaftsradierungen 1970" (1971), "Horst Janssen - Radierungen 1970-1971" (1971), "Horst Janssen - Vierzehn Biber" (1971), "Horst Janssen - Subversionen" (1972), "Horst Janssen - Carnevale di Venezia - Zeichnungen und Radierungen zur Suite für Luigi Toninelli 1971" (1973), "Horst Janssen - Minusio - Aus einem Skizzenbuch des Sommers 1972" (1973), "Horst Janssen - November" (1975).

Weiter folgten "Horst Janssens Festrede anlässlich der Verleihung des Schiller-Preises der Stadt Mannheim" (1975), "Querbeet - Aufsätze, Reden, Traktate, Pamphlete" (1982), "An und für mich" (1986), "Hinkepott: Autobiographische Hüpfereien in Briefen und Aufsätzen" (1987), "Lamme" (1994), "Das Tier" (1995), "Radierzyklen" (1995), "Selbst: Gewörtert" (1995), "Landschaften 1984 – 1994" (1995).

Horst Janssen errang folgende Preise und Auszeichnungen: 1951 die Studienstiftung des deutschen Volkes, 1952 den Lichtwark-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg, 1964 den Kunstpreis der Stadt Darmstadt, 1965 den Edwin-Scharff-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg, 1968 den Ersten Preis für Graphik der 34. Biennale Venedig, 1975 den Schiller-Preis der Stadt Mannheim, 1978 die Biermann-Rathjen-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg und 1990 den Oldenburg Preis der Vereinigung "Die oldenburgische Landschaft".

Horst Janssen starb am 31. August 1995 in Hamburg.

Im Jahr 1997 wurde das Horst-Janssen-Kabinett in der Hamburger Kunsthalle eingerichtet. 2000 wurde das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg eröffnet.

NameHorst Janssen

Geboren am14.11.1929

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am31.08.1995

TodesortHamburg (D).

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