Biografie

Helge Schneider

Der deutsche musikalische Theater-, Filmschauspieler und Komiker machte sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten durch seinen einzigartigen Stil von vordergründiger Blödelei und hintergründigem Humor einen unverwechselbaren Namen. Als "singende Herrentorte" eroberte Helge Schneider inzwischen nicht nur die bekanntesten Häuser der bundesweiten Entertainment-Szene, sondern auch den deutschen Buchmarkt und Film...
Helge Schneider wurde am 30. August 1955 in Mülheim an der Ruhr geboren.

Bereits mit fünf Jahren erhielt er Klavierunterricht. 1967 wandte sich der 12-Jährige auch dem Cello zu. Nachdem er vorzeitig vom Gymnasium abgegangen war, nahm er 1971 eine Ausbildung zum Bauzeichner auf. Schneiders musische Begabung veranlasste ihn jedoch zum Abbruch der Ausbildung und zur Aufnahme eines Studiums am Konservatorium in Duisburg. Schneider war in der Folge als Helfer in der Industrieproduktion, in der Straßenreinigung und in anderen Bereichen tätig, um sein Studium zu finanzieren, das er jedoch nach zwei Jahren abbrach.

Eine kurzzeitig aufgenommene Lehre zum Landschaftsgärtner gab er ebenfalls wieder auf. Der vielseitige Künstler widmete sich von 1974 an ganz seiner eigentlichen Begabung, der Musik. Mit verschiedenen Bands zog er u.a. als Sänger und Organist durch Westfalen. Am Saxophon und Akkordeon machte sich Schneider durch Tourneen und Platten zunehmend auch in der bundesweiten Musikszene einen Namen. Schneider komponierte auch Filmmusiken, die etwa für die experimentellen Filme von Christoph Schlingensief zum Einsatz kamen.

Außerdem war er an der Produktion von Hörspielen beteiligt. Nicht nur seine musikalische Begabung, sondern auch sein darstellerisches Talent konnte Schneider ab 1984 unter Beweis stellen, als er auch als Komiker aufzutreten begann. Auf zahlreichen Auftritten, die ihn durch die Jugend- und Musikklubs Westfalens und des Ruhrgebiets führten, entwickelte der Künstler seinen spezifischen Stil, der ihn bald als Alleinunterhalter und Musiker mit einer ganz einzigartigen Nonsens-Komik bundesweit bekannt machte.

Auf zahlreichen Bühnenauftritten stellte der versierte Clown seine herausragende Begabung unter Beweis, die erst beim zweiten Hinsehen hinter der exakt kalkulierten Dosis an Blödelei und scheinbar dilettantischer Inszenierung zum Vorschein kam. Im Jahr 1989 verhalf ihm der Erfolg seiner ersten Platte ("Seine größten Erfolge") zum bundesweiten Durchbruch. In ausverkauften Häusern von Berlin bis Dortmund drängte sich ein begeistertes Publikum. 1992 verkaufte Schneider von seinem ersten Buch innerhalb einen Jahres 40.000 Exemplare.

Im Jahr 1993 wandte sich der Künstler auch dem Film zu, um mit der Western-Parodie "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem" dem deutschen Kino den erfolgreichsten Beitrag des Jahres zu bescheren. In den folgenden Jahren landete Schneider mit weiteren Krimi-Büchern und Filmen, die seine eigenwillige Annäherung an das Krimi-Genre dokumentierten, ebenfalls Erfolge. 2001 veröffentlichte der Komiker eine weitere Folge in der Krimi-Reihe über "Kommissar Schneider". Im Frühjahr 2002 brillierte er mit der Inszenierung seiner Musical-Komödie "Plautze voll" am Hamburger "Schmidt Tivoli" -Theater.

Im März 2003 erschien die CD "Out of Kaktus". Außerdem kündigte der Künstler eine Tournee und eine neue TV-Show an. Bis Oktober 2003 war Schneider auf zahlreichen Konzert- und Show-Bühnen in der gesamten Bundesrepublik zu sehen. Die "Schneider - Late Night Show", die einmal vierteljährlich, erstmals am 17. März 2003, bei PRO 7 zu sehen war wurde einen weiteren großen Erfolg in der Karriere des Entertainers. Helge Schneider wurde für seine künstlerischen Leistungen mit zahlreichen Preisen bedacht. 1982 erhielt er den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim. 1988 ehrte man ihn mit dem "Tegtmeier-Kleinkunstpreis".

Im Oktober 2005 wurde Schneider mit dem "Ehrenpreis" des "Deutschen Comedy Preises" ausgezeichnet. Im Januar 2007 kam der Film "Mein Führer" in die deutschen Kinos, in dem Helge Schneider auf satirische Art Adolf Hitler darstellt. Besonders in der Bundesrepublik löste "Mein Führer" jedoch auch eine kontroverse öffentliche Debatte über die ethische Frage aus, ob der Holocaust mit komischen Elementen überhaupt darstellbar und zu inszenieren sei.

Helge Schneider ist seit 1996 mit Andrea Vonscheidt verheiratet.
- Musikveröffentlichungen/Hörmedien -

1989:
Seine größten Erfolge

1990:
New York, I’m Coming

1991:
Tle Last Jazz

1992:
Guten Tach!

1993:
Es gibt Reis Baby

1994:
Katzeklo

1996:
Es rappelt im Karton;
Sex Machine

1997:
Da Humm;
Fitze Fitze Fatze

1998:
Helge Live- solo

1999:
Eiersalat. Eine Frau geht seinen Weg

2000:
Hefte raus - Klassenarbeit!
Ich habe mich vertan

2002:
Plautze voll (Musical)

2003:
Out Of Kaktus!
Helge's Mörchen-Lied


- Buchveröffentlichungen -

1993:
Guten Tach. Auf Wiedersehen (Autobiographie)

1994:
Zieh Dich aus, Du alte Hippe (Krimi)

1995:
Das scharlachrote Kampfhuhn. Kommissar Scheiders letzter Fall (Krimi)

1996:
Der Mörder mit der Strumpfhose. Kommissar Schneider wird zum Elch (Krimi)

2001:
Der Scheich mit der Hundehaarallergie. Kommissar Schneider flippt extrem aus (Krimi)


- Filme -

1987:
Johnny Flash (Rolle)

1988:
Drei D (Rolle)

1993:
Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem (Regie);
Ebbies Bluff (Rolle)

1994:
00 Schneider - Jagd auf Nihil Baxter (Regie);
Felidae (Sprechrolle)

1997:
Praxis Dr. Hasenbein (Regie);
Die 120 Tage von Bottrop (Filmmusik).
Helge Schneider
c/o Helge Schneider Enterprises
Schlossstr. 33
45468 Mühlheim a.d. Ruhr
Deutschland

NameHelge Schneider

Geboren am30.08.1955

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortMülheim an der Ruhr