Biografie

Carl XVI. Gustaf (Schweden)

Der Marineoffizier und Staatswissenschaftler ist seit 1973 souveräner König des Königreichs Schweden. Carl XVI. Gustaf nimmt in dieser hohen Funktion vorwiegend repräsentative Aufgaben für das skandinavische Land wahr. Die Regentschaft Carls XVI. wurde geprägt von zwei einschneidenden Verfassungsreformen, die 1975 dem König fast alle politischen Mitwirkungsrechte nahmen und 1980 das männliche Thronfolgerecht aufhoben...

Die europäischen Königs- und Fürstenhäuser
Die Europäische Union
Carl Gustaf Folke Hubertus wurde am 30. April 1946 als Sohn von Gustaf Adolf von Schweden und der Prinzessin Sibylla von Sachsen-Coburg-Gotha bei Stockholm in das schwedische Königshaus der Bernadotte
geboren.

Sein Vater verstarb ein Jahr nach seiner Geburt. Nach dem Besuch eines Internatgymnasiums und dem Abitur machte Carl Gustaf von 1966 bis 1968 eine zweijährige Militärausbildung. Danach studierte er Soziologie, Geschichte, Finanz- und Staatswissenschaften an den Universitäten Uppsala und Stockholm. Nach seinem 18. Geburtstag übernahm Carl Gustaf als Thronfolger zunehmend von seinem Großvater Gustaf VI. Adolf politische Repräsentationsaufgaben.

Auch saß er mehrmals dem Staatsrat vor. Infolge des Todes des Großvaters am 15. September 1973 wurde er als Carl XVI. Gustaf zum König von Schweden erhoben. Im Juni 1976 heiratete der schwedische Souverän die deutsche Industriellentochter Silvia Renate Sommerlath, die dadurch zur Königin von Schweden wurde und mit der er drei Kinder hat. Die Regentschaft Carls XVI. wurde geprägt von zwei einschneidenden Verfassungsreformen, die 1975 dem König fast alle politischen Mitwirkungsrechte nahmen und 1980 das männliche Thronfolgerecht aufhoben.

Der schwedische König nimmt seither vorwiegend repräsentative Aufgaben wahr. In den 1990er Jahren vertrat er die Interessen seines Landes auf mehreren Staatsreisen durch Europa. Auch begleitete er den europäischen Integrationsprozess zur Europäischen Union. Carl XVI. Gustaf, König von Schweden, nimmt neben den Verpflichtungen seines hohen Amtes außerdem den Vorsitz der schwedischen Sektion des "World Wide Fund for Nature" wahr. Er ist weiterhin Ehrenpräsident der "World Scout Foundation".

Ihm wurde außerdem eine Ehrendoktorwürde der Universität Stockholm und der "U. S. Environmental Protection Agency Award" verliehen. Im April und im August 2003 warf der norwegische Hof der deutschen Boulevardpresse eine systematische Verfolgung der Königsfamilie vor. König Gustaf und Königin Silvia beschwerten sich insbesondere über die deutschen Falschmeldungen, in denen Kronprinzessin Victoria die Zugehörigkeit zu einer Sekte angedichtet worden war.

Wenige Monate später konnte das schwedische Königshaus einen Erfolg im Kampf gegen die Boulevardpresse verbuchen: Im November 2003 wurden zwei deutsche Verlage wegen erfundener Titelgeschichten über die Kronprinzessin Victoria von deutschen Gerichten verurteilt. Wegen der Falschmeldungen über ihre Töchter entschloss sich das schwedische Königspaar im März 2005 zu Schadenersatzklagen gegen deutsche Boulevardblätter. Wie das Königshaus bekannt gab, seien die Verleumdungen zu häufig und zu schwerwiegend, als dass sie mit den bisher gerichtlich durchgesetzten Entschuldigungen und Widerrufen abzugelten wären.


Die europäischen Königs- und Fürstenhäuser
Die Europäische Union

NameCarl Gustaf Bernadotte

AliasCarl XVI. Gustaf (Schweden)

Geboren am30.04.1946

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortStockholm (Schweden)