Biografie

Harald V. (Norwegen)

Der Politologe, General und Olympia-Segler kam als dritter norwegischer König nach der Aufhebung der Personalunion mit Schweden (1905) auf den Thron des skandinavischen Landes. Seither trägt die diskrete Regentschaft Haralds V. von Norwegen zur allgemeinen Akzeptanz der konstitutionellen Monarchie in dem nordischen Königreich bei. Als Regattasegler vertrat er Norwegen in mehreren Yachtsport-Wettbewerben bei den olympischen Spielen. 2005 wurde er mit seiner "Fram XV" in Schweden IMS-Europameister. Harald V. segelt mit Proficrew in der non Corinthian-Class...

Die europäischen Königs- und Fürstenhäuser
Die Europäische Union
Prinz Harald wurde am 21. Februar 1937 in Skaugum bei Oslo als Sohn des späteren Königs Olav V. von Norwegen und der Prinzessin Märtha von Schweden geboren.

Die früheste Kindheit verbrachte Harald von 1940 bis 1945 infolge des deutschen, durch Adolf Hitler ausgelösten und durch die Wehrmacht vollzogenen Überfalls auf Norwegen im US-amerikanischen Exil. Nach Kriegsende kehrte die Königsfamilie nach Oslo zurück, wo Harald eine reguläre öffentliche Schule besuchte und 1955 das Abitur ablegte. Durch die Thronübernahme seines Vaters wurde Harald 1957 zum Thronfolger erhoben. In der Folge absolvierte er eine Militärausbildung in einer Offiziersschule in der Kavallerie-Akademie.

Im Anschluss daran nahm Harald ein Studium der Volkswirtschaft und Politologie an der Universität Oslo auf, von wo er dann nach Oxford wechselte. Während der Studienzeit begann er sich für den Segelsport zu interessieren, in dem er sich erfolgreich betätigte: So vertrat der Kronprinz in der Disziplin etwa 1964, 1968 und 1972 sein Land bei den Olympischen Spielen. 1968 heiratete Harald seine Jugendliebe Sonja Haraldsen, die einer Kaufmannsfamilie entstammte. Trotz ihrer bürgerlichen Herkunft stieß die neue Kronprinzessin auf allgemeine Akzeptanz in der Bevölkerung.

Nach den Studien arbeitete sich Harald zunehmend in die Amtsgeschäfte seines Vaters Olav V. ein, den er bei offiziellen Anlässen begleitete oder vertrat. Er unternahm auch die ersten Staatsbesuche ins Ausland. 1979 beförderte man den Kronprinzen zum Heeres- und Luftwaffengeneral sowie zum Admiral. Nach dem Schlaganfall seines Vaters übernahm Harald im Sommer 1990 dessen Geschäfte. Wenige Monate später folgte er dem verstorbenen Olav V. auf dem Thron nach: Als Harald V. wurde er am 21. Januar 1991 im "Storting", d. h. dem norwegischen Parlament, vereidigt.

Seither nahm Harald V. auf eher diskrete und zurückhaltende Weise die dem norwegischen Staatsoberhaupt obliegenden Funktionen wie die Eröffnung des Parlaments, das Vetorecht bei der Gesetzgebung und die formelle Nominierung der Regierung wahr. Der König hielt sich in der Regel aus innenpolitischen Streitfragen heraus und bezog daher auch keine Position in der öffentlichen Debatte über eine EU-Mitgliedschaft des skandinavischen Landes. Seine ersten Staatsbesuche als König führten ihn mit Königin Sonja 1994 nach Deutschland, 1995 nach Spanien und 1996 in die Niederlande und nach Österreich.

Das norwegische Königshaus tritt ohne großen Prunk in der Öffentlichkeit auf, was sich als förderlich für die parteiübergreifende Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber der Monarchie erwiesen hat. So pflegte König Harald V. etwa in völlig unspektakulären Rahmen zu internationalen Sportereignissen in der Öffentlichkeit zu erscheinen. 2005 wurde er mit seiner "Fram XV" in Schweden IMS-Europameister. Harald V. segelt in der sogenannten non Corinthian-Class, also mit einer Proficrew.

Das norwegische Königspaar hat zwei Kinder, unter denen Sohn Haakon Magnus die Thronfolge vorbehalten bleibt.


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NameHarald V. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

AliasHarald V. (Norwegen)

Geboren am21.02.1937

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortSkaugum bei Oslo (Norwegen)