Biografie

Harald Ringstorff

Der promovierte Chemiker und SPD-Politiker stellte von 1998 bis 2008 den Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Davor war er in der DDR zunächst für zwei Jahrzehnte für Rostocker Schiffsbaukombinate tätig, um dann in der Herbstrevolution 1989 die SPD mit zu gründen. Harald Ringstorff stellte darauf von 1990 bis 2003 den Landesvorsitzenden der SPD in Mecklenburg-Vorpommern und von 1990 bis 1994 sowie von 1996 bis 1998 den Fraktionsvorsitzenden seiner Partei im Schweriner Landtag. Weiterhin war er 1994 bis 1996 der Wirtschaftsminister seines Landes. Seit Herbst 1998 amtierte er dan als Ministerpräsident Mecklenburg-Vorpommerns in einer Koalition mit der PDS...

Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland
Harald Ringstorff wurde am 25. September 1939 in Wittenburg geboren. Er wuchs in der DDR auf.

Nach dem Abitur leistete Ringstorff von 1958 bis 1960 seinen Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee der DDR (NVA). Im Anschluss daran studierte er Chemie an der Universität Rostock, wo er 1965 mit dem Diplom abschloss. In den Jahren 1965 bis 1969 war Ringstorff als wissenschaftlicher Assistent an der genannten Universität tätig. 1969 promovierte er dort. Seine berufliche Tätigkeit als Chemiker begann Ringstorff 1969 beim Kombinat Schiffbau in Rostock, wo er bis 1987 arbeitete. Im Anschluss war er bis 1990 beim Rostocker Kombinat Lacke und Farben als Leiter der Außenstelle Schiffsfarben Küste tätig.

Im Zuge der friedlichen Revolution, die ab Herbst 1989 zur Auflösung der DDR führte, begann Ringstorff auch sein politisches Engagement bei der SPD, die er in der DDR mit begründete. Bei den ersten freien Volkskammerwahlen zog Ringstorff im Frühjahr 1990 in die letzte DDR-Volkskammer ein. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde er im Herbst 1990 in den Landtag des neuen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Ringstorff wurde noch 1990 zum Landesvorsitzenden der SPD in Mecklenburg-Vorpommern erhoben. Im Landtag stellte er bis 1994 den Fraktionsvorsitzenden seiner Partei. Nach den Landtagswahlen 1994 wurde Ringstorff als Minister für Wirtschaft und EU-Angelegenheiten in die Große Koalition unter Ministerpräsident Berndt Seite berufen, als dessen Stellvertreter er außerdem fungierte.

Diese Ministerämter nahm Ringstorff bis 1996 wahr. Im Mai des Jahres trat er davon zurück, um an den Vorsitz der SPD-Landtagsfraktion zurückzukehren. Infolge der Landtagswahl von 1998 entschloss sich die SPD zu einer Koalition mit der PDS. Ringstorff wurde am 3. November 1998 zum Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns gewählt. Seine Regierungsmacht konnte Ringstorff bei der Landtagswahl 2002 erfolgreich verteidigen. Die SPD ging daraus mit Stimmgewinnen hervor, während ihr Koalitionspartner PDS deutliche Verluste hinnehmen musste. Bei der Landtagswahl 2006 wurde Ringstorffs Regierung erneut bestätigt; die SPD musste einen Stimmenanteilsrückgang von ca. 10 Prozentpunkten hinnehmen, blieb aber dennoch noch stärkste Partei. Vom 1. November 2006 bis zum 31. Oktober 2007 war Ringstorff Bundesratspräsident.

Ringstorff gab am 6. August 2008 bekannt, aus Altersgründen als Ministerpräsident zurücktreten zu wollen. Sein Nachfolger im Ministerpräsidentenamt wurde am 6. Oktober Erwin Sellering.


Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

NameHarald Ringstorff

Geboren am25.09.1939

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortWittenburg (D).