Biografie

Georg Friedrich Händel

Der deutsche Komponist gilt als profiliertester Repräsentant des Spätbarocks. Einen großen Erfolg bescherte ihm seine fünfte Oper "Agrippina", die in Venedig uraufgeführt wurde. Zu seinen Werken zählen unter anderem Opern, Oratorien und geistliche Kantaten. Zusammen mit Johann Sebastian Bach erlangte Georg Friedrich Händel die Bedeutung als Vollender der Barockmusik. Seine Opern zeichnen sich aus durch eine flexible und dramatische Realisierung von Rezitativ, Arie, Atioso und Chor; seine Kompositionen bestimmten die zeitgenössische Musik und nachfolgende Generationen von Musikern. Besonders von der Gattung des Oratoriums profitierten Komponisten, wie Joseph Haydn und Felix Mendelssohn. Weltruhm erlangte Händel mit seinem Oratorium "Der Messias"...
Georg Friedrich Händel wurde am 23. Februar 1685 in Halle geboren.

Georg Friedrich Händel wurde von Friedrich W. Zachow an der Orgel unterrichtet. Er fing ein Jura-Studium an, wandte sich aber gleichzeitig der Musik zu. Erst siebzehnjährig wurde er im Jahr 1702 Organist an der Dom- und Schlosskirche in Halle. Im Jahr darauf verließ Händel Halle und siedelte nach Hamburg über. Dort fand er eine Stelle als Konzertmeister am Opernhaus. In Hamburg schrieb er im Jahr 1705 seine erste Oper mit dem Titel "Almira". Zwei Jahre später unternahm Händel eine Italienreise, und er verweilte für zwei Jahre in Florenz und Rom. In dieser Zeit schuf er Opern, geistliche Kantaten und Oratorien. Im Jahr 1709 fand in Venedig die Uraufführung seiner fünften Oper mit dem Titel "Agrippina" statt, die ihm beachtliche Publikumszustimmung einbrachte.

Händel studierte die italienische Oper und fand viele Anregungen für das eigene Werk. Besonders der italienische Adel war von den Kompositionen des Deutschen begeistert. Im Jahr 1710 kehrte Georg Friedrich Händel nach Deutschland zurück. Er ließ sich in Hannover nieder und wurde dort kurfürstlicher Kapellmeister. Im selben Jahr reiste er nach London. Dort komponierte er sein Werk "Rinaldo". Händel wählte England als Wohnsitz und ließ sich dort nieder. Auch auf der Insel wurde sein Schaffen in Adelskreisen und vom Königshaus anerkannt, was ihm eine jährliche Pension einbrachte. In England entstand sein Oratorium "Esther" und in der Zeit zwischen 1717 und 1720 die elf Chandos-Anthems für Soli, Chor und Orchester, die er dem Herzog von Chandos widmete.

Im Jahr 1719 gründete Georg Friedrich Händel im königlichen Auftrag das Opernhaus "Royal Academie of Music", in dem seine Opern "Radamisto" (1920), "Guilio Cesare" (1724), "Tamerlo" (1724) und "Rodelina" (1725) uraufgeführt wurden. Dort konnte er seine gelungensten Aufführungen feiern. Im Jahr 1727 nahm Händel die britische Staatsbürgerschaft an. Zu dieser Zeit machte sich eine bürgerliche Bewegung auf der Insel stark, die im Gegensatz zu den Adelskreisen und ihrer gesamten Unterhaltung stand. Davon betroffen waren auch die italienischen Opernwerke von Händel, die dennoch im übrigen Europa uneingeschränkte Sympathien genossen. Mit der Aufführung von "Beggar's opera" von John Gay erreichte Händel den Höhepunkt dieser Periode.

Im Jahr 1728 stand das königliche Opernhaus vor dem wirtschaftlichen Aus, es folgte die Schließung. Selbst Händels Rettungsversuche schlugen fehl. Der Komponist zog in ein kleineres Theater um. Doch mit seinem gesundheitlichen Zusammenbruch ging im Jahr 1737 auch der endgültige Zusammenbruch dieses Unternehmens einher. In den dreißiger Jahren konzentrierte sich Händel auf andere Gattungen, wie dem Oratorium und der Instrumentalmusik, ohne die Opernkomposition aufzugeben. In den Jahren 1733 und 1739 schuf er die Oratorien "Athalia" und "Saul". Im Bereich der Instrumentalmusik entstanden Stücke, die maßgebliche Akzente in dieser Musikgattung des 18. Jahrhunderts setzten.

Die Solokonzerte aus Opus 4 für Orgel und Harfe (1736) und die zwölf conserti grossi Opus sechs (1739) zählen zu seinen wichtigsten Konzertwerken. Weltbekannt wurde Georg Friedrich Händel mit seinem im Jahr 1742 entstandenen Oratorium "Der Messias", das in Dublin uraufgeführt wurde. Es zählt zu den bedeutendsten Werken dieser Gattung. Die Titel "Samson" (1743) und "Solomon" (1749) gehören zu Händels wichtigsten Oratorien. Im Jahr 1717 entstand seine "Wassermusik", die er zur Thronbesteigung Georgs I. schrieb. Im selben Jahr schuf er die Feuerwerksmusik. Beide Instrumentalstücke entwickelten sich zu den am meisten gespielten Instrumentaltiteln seiner Zeit. Im Jahr 1751 entstand das Oratorium "Jephta". Ebenfalls 1751 litt Händel an Erblindung.

Händels Opern zeichnen sich aus durch eine flexible und dramatische Realisierung von Rezitativ, Arie, Atioso und Chor. Sein Schaffen beeinflusste nachfolgende Generationen von Komponisten, wie zum Beispiel Wolfgang Amadeus Mozart oder Gioacchino Rossini. Händel erlangte die Bedeutung als Vollender der italienischen Oper und des Oratoriums im Barock. Besonders von der Gattung des Oratoriums profitierten Komponisten, wie Joseph Haydn und Felix Mendelssohn.

Georg Friedrich Händel starb am 14. April 1759 in London.

NameGeorg Friedrich Händel

Geboren am23.02.1685

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortHalle (D).

Verstorben am14.04.1759

TodesortLondon (GB).