Biografie

Fritz Haber

NameFritz Haber

Geboren am09.12.1868

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortBreslau (D).

Verstorben am29.01.1934

TodesortBasel (CH).

Fritz Haber

Der deutsche Naturwissenschaftler und Chemiker fand 1908 eine Methode, um unter hoher Temperatur und unter hohem Druck Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff zu gewinnen. Dieses Modell diente Carl Bosch als Muster zu seiner als "Haber-Bosch-Synthese" realisierten großtechnischen Hochdruckanlage, um u.a. Kunstdünger herzustellen. Für die Synthese von Ammoniak aus dessen Elementen wurde Fritz Haber 1918 mit dem Chemienobelpreis ausgezeichnet. Ab 1911 war er Direktor des Kaiser Wilhelm Instituts. Trotz seines patriotischen Engagements für die deutschen Giftgaseinsätze im Ersten Weltkrieg, sah sich Fritz Haber 1933 im nationalsozialistischen Deutschland aus Beruf und Heimat gedrängt...
Fritz Haber wurde am 9. Dezember 1868 im schlesischen Breslau geboren.

Haber stammte aus einer jüdischen Familie. Sein Vater führte ein Handelsgeschäft für Stoffe, Farben, Lacke und Drogen. Bei seiner Geburt traten schwere Komplikationen auf; die Mutter verstarb drei Wochen später. Nach einer kaufmännischen Lehre studierte er ab 1886 in Berlin und Heidelberg Chemie. In Berlin promovierte er 1891 mit einer Arbeit über einige Derivate des Piperonals in organischer Chemie. Indes konvertierte Haber 1893 zum protestantisch-christlichen Glauben. Haber erhielt 1894 an der Technischen Hochschule Karlsruhe eine Assistentenstelle in der Physikalischen Chemie und habilitierte dort 1896.

Im Jahr 1898 erhielt Haber eine Berufung als Professor an die Universität Karlsruhe. Ab 1904 befasste er sich mit der katalytischen Bildung von Ammoniak. Der Chemiker fand 1908 eine Methode, um unter hoher Temperatur und unter hohem Druck Ammoniak aus Stickstoff und Wasserstoff zu gewinnen. Am 12. Oktober 1908 wurde seine Forschung patentiert. An der Universität Berlin war er ab 1906 Professor, ab 1912 Honorarprofessor für physikalische Chemie. 1911 wurde er zum Leiter des Instituts für Physikalische Chemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, der Vorgängerin der heutigen Max-Planck-Gesellschaft, ernannt. Sein "Verfahren zur synthetischen Darstellung von Ammoniak aus den Elementen" stellte er der BASF zur wirtschaftlichen Verwertung frei.

Zugleich wurde er hier als Wissenschaftler tätig. Haber arbeitete vor allem auf den Feldern der Elektrochemie und untersuchte die Thermodynamik von Gasreaktionen. Auch zur organischen Chemie leistete er durch Arbeiten über Nitroverbindungen seinen Beitrag. Neben Untersuchungen zur physikalischen Chemie entwickelten sich die Reaktionen des Stickstoffs zu seinem bevorzugten Forschungsgebiet. Hierbei bemühte er sich um die Synthese von Ammoniak, das für die Produktion von Explosionsstoffen und Dünger unverzichtbare Grundlage ist. Dies ermöglichte Carl Bosch, um 1913 die Entwicklung des sogenannten Haber-Bosch-Verfahrens in der industriellen Herstellung zu verwirklichen.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs bot Haber 1914 der preußischen Heeresverwaltung die Dienste des Instituts an. Das Institut war in der Folge an der Entwicklung von Gaswaffen beteiligt, die während dieses Krieges erstmals massenhaft zum Einsatz kamen, so beim Chlorgasangriff bei Ypern am 22. April 1915. Der Chemiker erhielt 1918 für die Synthese von Ammoniak den Nobelpreis für Chemie. Im März 1919 wurde die Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch) gegründet, deren Leitung zunächst er, ab 1920 Walter Heerdt innehatte. Haber war seit Gründung der I.G. Farben 1925 in deren Aufsichtsrat. Haber konnte seine Führungsposition über das Institut auch nach Kriegsende in der Weimarer Republik behaupten.

Erst nach der nationalsozialistischen Machtübernahme durch Adolf Hitler im Januar 1933, wurde der Chemiker jüdischer Abstammung aus seiner Stellung und wissenschaftlichen Arbeit in Deutschland gedrängt. Er emigrierte noch 1933 zunächst nach Großbritannien, dann in die Schweiz.

Fritz Haber starb am 29. Januar 1934 in Basel.

NameFritz Haber

Geboren am09.12.1868

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortBreslau (D).

Verstorben am29.01.1934

TodesortBasel (CH).

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