Biografie

Friedrich Meinecke

Der Sohn eines preußischen Postmeisters stieg im deutschen Kaiserreich und in der Weimarer Republik zu einem der führenden deutschen Historiker auf. Friedrich Meinecke gilt als Begründer der Ideengeschichte in der deutschen Geschichtswissenschaft. 1893-1935 leitete er die "Historische Zeitschrift". Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er ab 1948 Rektor der Freien Universität Berlin. Meinecke wurde durch Werke wie "Weltbürgertum und Nationalstaat" (1908) und "Die deutsche Katastrophe" (1946) in der internationalen Fachwelt bekannt...
Friedrich Meinecke wurde am 20. Oktober 1862 in Salzwedel als Sohn eines Postmeisters geboren.

Die Familie wechselte 1871 nach Berlin. In der Hauptstadt des neuen deutschen Kaiserreiches machte Meinecke 1882 sein Abitur. Ab 1882 studierte Meinecke an der Universität Berlin Geschichte und Germanistik. Er wurde durch die Historiker und Professoren Gustav Droysen, Heinrich von Sybel und Heinrich von Treitschke beeinflusst. 1886 schloss er das Studium mit der Promotion ab. 1893 übernahm Meinecke die Leitung der "Historische Zeitschrift", die sich zur bedeutendsten Fachzeitschrift der deutschen Geschichtswissenschaft entwickelt hatte.

Er leitete bis 1935 die Redaktion. Meinecke habilitierte 1896 an der Universität Berlin. Im Anschluss daran war er als Privatdozent tätig. 1901 wurde Meinecke als ordentlicher Professor für Geschichte an die Universität Straßburg im so genannten "Reichsland Elsass-Lothringen" berufen, das nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 von dem neuen deutschen Nationalstaat annektiert worden war. Ab 1906 lehrte Meinecke an der Universität Freiburg. Zum Wintersemester 1914/15 wurde er an die Universität Berlin berufen, wo er bis zu seiner Erimitierung 1932 lehrte. Nach dem Ersten Weltkrieg und der Novemberrevolution von 1918 unterstützte der Historiker die Weimarer Republik.

In der ersten deutschen Republik und Demokratie engagierte er sich auch politisch als Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei (DDP). Während des Nationalsozialismus legte Meinecke seine politische und gesellschaftliche Tätigkeit nieder. Er war jedoch weiterhin in der wissenschaftlichen Publizistik tätig. Nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Meinecke 1948 zum Rektor der im Westsektor Berlins neu gegründeten Freien Universität (FU) berufen.

Der Historiker gilt als Begründer der Ideengeschichte in der deutschen Geschichtswissenschaft, die er durch Werke wie "Weltbürgertum und Nationalstaat" (1908), "Preußen und Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert" (1918), "Das Zeitalter der deutschen Erhebung 1795-1815" (1924) und "Die Idee der Staatsräson in der neueren Geschichte" (1924) zum Ausdruck brachte. Im westlichen Nachkriegsdeutschland machte Meinecke mit Publikationen wie "Die deutsche Katastrophe" (1946), "1848" (1948) und "Das Hauptstadtproblem in der Geschichte" (1952) auf sich aufmerksam.

Friedrich Meinecke starb am 6. Februar 1954 in Berlin. Das Institut für Geschichte an der FU Berlin ist bis heute nach ihm benannt.


Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte

NameFriedrich Meinecke

Geboren am20.10.1862

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortSalzwedel (D).

Verstorben am06.02.1954

TodesortBerlin (D).

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