Biografie

Friedrich Bayer

Der Sohn eines Barmener Seidenbandwirkers und gelernte Kaufmann stieg um die Mitte des 19. Jahrhunderts zum erfolgreichen Textilfarbenhändler in der deutschen Staatenwelt auf. Mit der von ihm nach englischem und französischem Vorbild in Deutschland eingeführten Teerfarbenproduktion erlebte Friedrich Bayer in den 1860er Jahren seinen Durchbruch. Die erfolgreiche Kooperation zwischen Bayer und Johann Friedrich Weskott führte zur Gründung einer ersten kleinen Fabrikationsanlage; der Keimzelle der späteren Bayer AG die am 1. August 1863 unter der Bezeichnung "Farbenfabriken Friedrich Bayer & Co." in das Handelsregister eingetragen wurde. Bayer übernahm innerhalb der jungen Firma die kaufmännische, Wescott die technische Leitung...

Menschen und Marken
Friedrich Bayer wurde am 6. Juni 1825 in Barmen (heute zu Wuppertal) als Sohn einer traditionsreichen Handwerkerfamilie in Barmen geboren.

Vater und Großvater waren als Seidenbandwirker tätig. Nach der Schule machte Bayer ab 1839 eine kaufmännische Ausbildung in einem Barmener Handelsgeschäft, das chemische Produkte vertrieb. Noch in der Lehre stieg er zum Stellvertreter des Unternehmensführers auf. Bald machte sich Bayer jedoch selbständig, um mit chemischen Produkten und Textilfarben zu handeln. Er expandierte rasch in allen deutschen Staaten, die er mit Farbhölzern und Farbextrakten belieferte. Zu Beginn der 1860er Jahre lernte Bayer auf Reisen nach England und Frankreich die Produktionsmethoden für Teerfarben kennen.

Ab 1861 experimentierte er in der Waschküche seines Hauses mit der eigenen Herstellung solcher Farben, die er als Erster im deutschen Raum zu vertreiben begann. Von Beginn an kooperierte Bayer dabei mit seinem Freund Friedrich Weskott, der die in Eigenherstellung gewonnenen Farben in seiner Färberei zur Anwendung brachte. Nachdem der im Garten Bayers errichtete Fabrikationsraum zu klein geworden war, gründeten er und Weskott 1863 außerhalb Barmens die "Farbenfabriken Friedrich Bayer & Co.", die raschen wirtschaftlichen Erfolg einbrachte.

Im Jahr 1866 wurde ein zweites Werk bei Elberfeld gebaut, mit dessen nachfolgender Produktion sich das Unternehmen, das um 1880 rund 400 Mitarbeiter zählte, auf dem internationalen Markt der Teerfarbenindustrie zunehmend behauptete. Die "Friedrich Bayer & Co." belieferte weltweit alle Standorte der Textilindustrie. 1875 trat Bayers gleichnamiger Sohn, welcher der 1848 mit Carolina Juliana Hülsenbusch geschlossenen Ehe entstammte, in das Unternehmen mit ein, deren Teilhaber er 1877 wurde.

Friedrich Bayer starb am 6. Mai 1880 in Würzburg.

Sein ihm in der Unternehmensleitung nachfolgender Sohn Friedrich Bayer (1851-1920) führte die Farbenfabriken, die 1881 in die "IG Farbenindustrie AG Leverkusen" umgewandelt wurden, gemeinsam mit Henry Theodor von Böttinger und Carl Duisburg zum Welterfolg.


Menschen und Marken

NameFriedrich Bayer

Geboren am06.06.1825

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortBarmen, h. Wuppertal (D).

Verstorben am06.05.1880

TodesortWürzburg (D).