Biografie

Fredrik Reinfeldt

Der Wirtschaftswissenschaftler und Politiker stellt seit 2006 in der Nachfolge von Göran Persson den Ministerpräsidenten Schwedens. Seit dem 25. Oktober 2003 war John Fredrik Reinfeldt Vorsitzender der liberal-konservativen Moderaten Sammlungspartei. Vorher hatte er sich innerparteilich sehr vernehmlich als Kritiker von Carl Bildt profiliert, dem letzten Regierungschef aus den Reihen der Moderaten von 1991 bis 1994. Nach dem Wahlsieg der "bürgerlichen Allianz" am 17. September 2006 wurde John Fredrik Reinfeldt am 5. Oktober 2006 im Amt vereidigt...

Die Europäische Union
John Fredrik Reinfeldt wurde am 4. August 1965 in Österhaninge, Stockholms län, geboren.

Die Schule beendete er mit dem Abitur. Bereits 1983 war er, im Alter von 18 Jahren, in den Moderaten Jugendverband (Moderata ungdomsförbundet, MUF), die Jugendorganisation der Moderaten Sammlungspartei, beigetreten. 1985 wurde er als Wehrpflichtiger von anderen Soldaten im Jägerregiment Kiruna nördlich des Polarkreises in Schwedens "Wehrpflichtigen-Reichstag" gewählt. Von 1988 bis 1989 war er Vorsitzender der konservativen Studentenorganisation "Bürgerliche Studenten – Opposition '68". 1990 nahm er das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Stockholm auf. 1991 erfolgte seine erste Wahl in den Reichstag.

Im Jahr 1992 wurde er in einer Kampfabstimmung zum neuen Vorsitzenden des Moderaten Jugendverbandes gewählt. Reinfeld vertrat dabei eine konservative Gruppierung, die in der Opposition zur neoliberalen Ausrichtung des Vorsitzenden Ulf Kristersson stand. In dieser Funktion, die er bis 1995 innehatte, unterstützte Reinfeldt die Politik der bürgerlichen Regierungskoalition unter Führung des Vorsitzenden der Moderaten, Carl Bildt, der in der Wirtschaftskrise zu Beginn der 1990er Jahre die Nähe zu den oppositionellen Sozialdemokraten suchte. Er kritisierte aber im Lauf der Zeit die Parteiführung immer offener. 1993 veröffentlichte er das Buch "Das schlafende Volk" (Det sovande folket). Nach der Wahlniederlage der bürgerlichen Parteien, griff John Fredrik Reinfeldt 1994 den Parteivorsitzenden Carl Bildt offen an, dem er eine zu große Dominanz innerhalb der Partei vorwarf.

In seinem darauf veröffentlichten Buch mit dem Titel "Nostalgietrip" (Nostalgietrippen) titulierte er ein Duzend Mitglieder der moderaten Parteiführung als "Carl Bildt-Kopien". Dies führte zu energischen Kritiken der moderaten Reichstagsfraktion. Nach der Fraktionssitzung vom 14. Februar 1995 mäßigte John Fredrik Reinfeldt seine Kritik, worauf er sich im politischen Mittelfeld der Partei positionierte. Auch wurde Reinfeldt in den Jahren darauf mit keiner wichtigen politischen Aufgabe mehr übertagen. Nachdem Bo Lundgren zum neuen Parteivorsitzenden gewählt worden war, gelang Reinfeldt 1999 die Wahl zum Fraktionsvorstand. Von 2001 bis 2002 war er darauf Vorsitzender des Rechtsausschusses des Reichstags. Nach der Wahlniederlage 2002 der Moderaten Sammlungspartei in der Reichstagswahl wurde John Fredrik Reinfeldt Fraktionsvorsitzender, Wirtschaftssprecher und stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses.

Am 25. Oktober 2003 erfolgte seine einstimmige Wahl zum Parteivorsitzenden. Nun setzte er Änderungen in der politischen Ausrichtung der Partei durch, die er stärker zur Mitte ausrichtete. Auch wurde die Forderung nach umfassenden Steuersenkungen niedergelegt. Für diese Politik wurden die Formulierung "Die neuen Moderaten" und der Slogan "Schwedens neue Arbeiterpartei" geprägt. Ab 2004 unterstützte er die Bildung des bürgerlichen Wahlbündnisses "Allianz für Schweden" (Allians för Sverige). Nach zwölf Regierungsjahren erzielten die Konservativen 2006 bei der Parlamentswahl in Schweden die Ablösung der sozialdemokratischen Regierung. Das Bündnis von vier Parteien der rechten Mitte unter Führung der Moderaten Sammlungspartei (MS), errang bei der Reichstagswahl am 17. September 2006 48,1 Prozent der Stimmen.

Die drei Parteien der Mitte-links-Koalition von Ministerpräsident Göran Persson kamen nur auf 46,2 Prozent. Am 5. Oktober 2006 John Fredrik Reinfeldt im Amt des Ministerpräsidenten vereidigt.

Privat lebt John Fredrik Reinfeldt in Täby. Er ist mit Filippa Reinfeldt verheiratet und Vater der drei Kinder Gustav, Erik und Ebba.


Die Europäische Union

NameFredrik Reinfeldt

Geboren am04.08.1965

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortÖsterhaninge (SE).