Biografie

Franz Mehring

NameFranz Mehring

Geboren am27.02.1846

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortSchlawe (Pommern)

Verstorben am29.01.1919

TodesortBerlin

Franz Mehring

Der preußische Journalist aus Pommern entwickelte sich im jungen deutschen Kaiserreich vom liberal-bürgerlichen zum sozialdemokratischen Publizisten. Vor dem Ersten Weltkrieg galt Franz Mehring als einer der führenden marxistischen Geschichtsschreiber in Deutschland, der etwa mit seiner "Geschichte der deutschen Sozialdemokratie" (1897/98) maßgeblich zum Selbstverständnis seiner Partei beitrug. In seiner Spätphase distanzierte sich Mehring von der SPD, um sich ab 1916 an führender Stelle für den kommunistischen Spartakusbund zu engagieren...

Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte
Franz Mehring wurde am 27. Februar 1846 in Schlawe in Pommern geboren.

Nach der Schule wandte sich Mehring dem Journalismus zu. In Preußen schrieb er für verschiedene periodische Blätter. Bei dem Wochenblatt "Neue Zeit" war er für die Leitartikel zuständig. Mehring kam 1868 nach Berlin, wo er am Vorabend der deutschen Reichseinigung für die Tageszeitung "Die Zukunft" zu arbeiten begann. Das Blatt gehörte dem demokratischen Spektrum an. Nach der Gründung des Deutschen Reichs wohnte Mehring von 1871 bis 1874 als Reporter den Sitzungen des Deutschen Reichstags und des Preußischen Abgeordnetenhauses in Berlin bei. Er verfasste entsprechende Berichte darüber für das Oldenbergsche Korrespondenzbüro.

Außerdem schrieb Mehring vorübergehend für die demokratischen Blätter "Frankfurter Zeitung" und "Die Waage". 1884 berief man ihn zum Chefredakteur der Berliner "Volks-Zeitung", die dem liberalen preußischen Bürgertum zuzuordnen war und etwa gegen die Sozialistengesetzte Bismarcks eintrat. Nach der Aufhebung der Sozialistengesetze trat der sich inzwischen politisch radikalisierende Mehring 1891 der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) bei. Von 1902 bis 1907 wirkte er als Chefredakteur der "Leipziger Volkszeitung", einem Blatt in sozialdemokratischer Hand. Außerdem berief man Mehring nun auch an die SPD-Parteischule, an der er von 1906 bis 1911 als Lehrer tätig war.

Infolge der preußischen Wahlen von 1917 zog er für ein Jahr in das Preußische Abgeordnetenhaus zu Berlin ein. Neben seinem intensiven journalistischen und politischen Engagement tat sich Mehring auch als Historiker hervor. Hierbei vertrat er eine dezidiert ideologische Position, so dass er als einer der führenden Vertreter der marxistischen Geschichtsschreibung in Deutschland galt. 1892 veröffentlichte der Historiker Mehring seine Studie über "Die Lessing-Legende". 1897 und 1898 folgte seine "Geschichte der deutschen Sozialdemokratie". 1910 und 1911 legte er die "Deutsche Geschichte vom Ausgang des Mittelalters" vor.

Aufgrund der kriegstolerierenden Politik der SPD ging Mehring im Laufe des Ersten Weltkriegs auf zunehmende Distanz zu seiner Partei. 1916 gehörte er mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg zu den Gründungsmitgliedern des Spartakusbundes, aus dem dann die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) hervorging. Zum Ende des Ersten Weltkriegs publizierte der Historiker noch sein Buch "Karl Marx" (1918). Eine weitere journalistische oder historiographische Kommentierung der deutschen Novemberrevolution und der aus ihr hervorgehenden ersten deutschen Demokratie blieb ihm jedoch versagt.

Denn Franz Mehring starb am 29. Januar 1919 in Berlin.


Bedeutende Geschichtsschreiber der Menschheitsgeschichte

NameFranz Mehring

Geboren am27.02.1846

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortSchlawe (Pommern)

Verstorben am29.01.1919

TodesortBerlin

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