Biografie

Franz Josef Jung

Der studierte Rechtswissenschaftler stellte vom 28. Oktober 2009 bis zum 30. November 2009 den Bundesminister für Arbeit und Soziales im Kabinett von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Davor war er von 2005 bis 2009 Bundesminister für Verteidigung. Das Amt des Bundesarbeitsministers legte er wegen der vorangegangenen Kunduzaffäre während seiner Amtszeit als Bundesverteidigungsminister, nach nur 33 Tagen im Amt nieder. Seinen politischen Einstand fand der CDU-Politiker bereits als Mitglied der Jungen Union, deren Bundesvorstand er von 1973 bis 1983 angehörte. 1999 wurde er als hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie als Chef der hessischen Staatskanzlei in die von Roland Koch geführte Landesregierung berufen...

Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland
Franz Josef Jung wurde am 5. März 1949 in Eltville geboren.

Nach Abschluss der Schule mit Abitur im Jahr 1968 leistete Jung seinen Wehrdienst bei der Pioniertruppe. Darauf wurde er an der Heeresflugabwehrschule zum Reserveoffizier ausgebildet. 1970 begann er das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Mainz. Nachdem sich Jung zunächst in der Jungen Union engagiert hatte, gehörte er von 1973 bis 1983 deren Bundesvorstand an. 1974 legte er das Erste und 1976 das Zweite Staatsexamen ab. 1978 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. an der Universität in Mainz mit einer Arbeit über "Die Regionalplanung in Hessen, dargestellt am Beispiel der regionalen Planungsgemeinschaft Rhein-Main-Taunus". Im Anschluss wurde er als Rechtsanwalt und Notar in Eltville tätig.

Von 1981 bis 1983 war Jung stellvertretender JU-Bundesvorsitzender. Ab 1983 gehörte Jung als Mitglied dem Hessischen Landtag an. Hier war Franz Josef Jung von 1987 bis 1999 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion. 1987 erfolgte seine Berufung zum Generalsekretär der hessischen CDU. 1998 wurde er stellvertretender CDU Ladensvorsitzender in Hessen und gehörte als enger Vertrauter des Ministerpräsidenten Roland Koch dem sogenannten "Andenpakt" an. Am 7. April 1999 wurde er als hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie als Chef der hessischen Staatskanzlei in die von Roland Koch geführte Landesregierung berufen. In Folge der Spendenaffäre der CDU musste er als Generalsekretär am 7. September 2000 zurücktreten.

Am 5. April 2003 erfolgte seine Berufung zum Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion. 2005 wurde Jung Mitglied des Deutschen Bundestages. Nach vorgezogenen Neuwahlen der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2005 und der Gründung der Großen Koalition mit SPD, CDU und CSU wurde Franz Josef Jung als Bundesminister für Verteidigung ins Kabinett der Bundeskanzlerin Angela Merkel berufen und am 23. November 2005 vereidigt. Zur Wahl des 17. Deutschen Bundestags am 27. September 2009 erreichten Unionsparteien und die FDP zusammen die notwendige Mehrheit für die von beiden Seiten angestrebte Bildung einer schwarz-gelben Koalition.

Dabei erzielten CDU und CSU ihr jeweils schlechtestes Ergebnis seit 1949. Nachdem sich die Koalitionsparteien auf einen Koalitionsvertrag geeinigt und diesen unterzeichnet hatten, wurde Franz Josef Jung am 28. Oktober 2009 als Bundesminister für Arbeit und Soziales im Kabinett von Angela Merkel vereidigt. Das Amt des Bundesarbeitsministers legte Jung wegen der vorangegangenen Kunduzaffäre während seiner Amtszeit als Bundesverteidigungsminister, nach nur 33 Tagen im Amt nieder (es war damit die kürzeste Amtszeit eines Ministers in der Bundesrepublik Deutschland).

Franz Josef Jung ist verheiratet und Vater von drei Kindern.


Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland

NameFranz Josef Jung

Geboren am05.03.1949

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortEltville (D).