Biografie

Emil Rathenau

Der deutsche Industrielle zählt zu den Pionieren der Industrialisierung und zu den zentralen Förderern im Ausbau der Stromnutzung, welche ab Ende der 1880er Jahre zur elektronischen Revolution führte. Gemeinsam mit Oskar von Miller wurde er Gründer der Deutschen Edison Gesellschaft, die später unter der Führung von Emil Rathenau als "Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft AEG" zum internationalen Konzern zum Bau von Kraftwerken, Eisenbahnen sowie elektrischen Maschinen und Geräten avancierte...
Emil Rathenau wurde am 11. Dezember 1838 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Berlin geboren.

Nach Abschluss der Schule absolvierte Rathenau von 1855 bis 1859 eine praktische Ausbildung in der Maschinenfabrik seines Onkels in Niederschlesien. Im Anschluss studierte er am Polytechnikum in Hannover und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Seinen Einstand ins Berufsleben fand er ab 1862 in der "Lokomotivfabrik August Borsig". Daraufhin wurde er bei verschiedenen Firmen in England tätig. 1865 erwarb er zusammen mit einem Schulfreund eine Maschinenfabrik in Berlin zum Bau von transportablen Dampfmaschinen. 1866 heiratete er Mathilde Nachmann, Tochter eines wohlhabenden Frankfurter Bankiers. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.

Im Jahr 1873 wurde der Betrieb in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die Rathenau verließ. Mit neuem Kapital versuchte er nun in Berlin ein Fernsprechnetz einzurichten. Jedoch scheiterten die Pläne am Monopolanspruch der Reichspost. Auch scheitere der Versuch gemeinsam mit Werner von Siemens den Ausbau von elektrischen Straßenbeleuchtungen voranzutreiben. Im Rahmen der Internationalen Elektrizitäts-Ausstellung in Paris 1881 lernte er den US-amerikanischen Wissenschaftler Thomas Alva Edison kennen. 1882 erhielt Emil Rathenau Lizenzen von Edison zur wirtschaftlichen Nutzung seiner Patente in Deutschland.

Im Jahr 1983 wurde daraufhin die "Deutsche Edison Gesellschaft" unter der Leitung von Oskar von Miller und Rathenau gegründet. 1887 löste sich die amerikanische Edison Gesellschaft wieder vom Unternehmen, das fortan als "AEG Allgemeine Elektrizitäts Gesellschaft" firmierte. 1890 verließ Oskar von Miller das Unternehmen und Rathenau wurde Generaldirektor. Darauf beteiligten sich Siemens und die Deutsche Bank am Unternehmen, das in den folgenden Jahren zum international agierenden Konzern avancierte. In unterschiedlichen Bereichen produzierte AEG Kraftwerke, Eisenbahnen sowie elektrische Maschinen und Geräte. 1894 endete die große Kooperationsvereinbarung mit Siemens, die jedoch im Ausbau der 1903 gegründeten "Telefunken Gesellschaft für Telegraphie" weiter bestand.

Als die Krise der Elektroindustrie um die Jahrhundertwende aufkam, ging die AEG durch eine gezielte Fusions- und Beteiligungspolitik unbeschadet aus dieser hervor. 1903 wurde sein Sohn Walther Rathenau Mitglied des Direktoriums der AEG. Ab 1912 zog sich Emil Rathenau, bedingt durch Krankheiten, aus dem aktiven Geschäft zurück, wodurch durch ihm seinen Sohn in der Position des Generaldirektors folgte.

Emil Rathenau starb am 20. Juni 1915 in Berlin.

NameEmil Rathenau

Geboren am11.11.1838

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am20.05.1915

TodesortBerlin (D).