Biografie

Grigori Jefimowitsch Rasputin

Der russische Mönch und Wanderprediger machte sich als legendärer Wunderheiler und ausgiebiger Liebhaber einen Namen. Grigori Rasputin fand zu Beginn des 20. Jahrhunderts Eingang in die höhere Gesellschaft St. Petersburgs und ging als Leibarzt des Thronfolgers im Zarenpalast ein und aus. Durch unerklärliche Wunderheilungen, die auf Elementen des sibirischen Schamanismus und christlicher Kulte basierten, rettete er dem bluterkranken Prinzen mehrfach das Leben. Eine Verschwörung im Adelskreis betrieb indes Rasputins grausame Ermordung...
Grigori Jefimowitsch Rasputin wurde um das Jahr 1865 (nach anderen Angaben auch um 1871/72) in Pokrowskoje im Landkreis Tjumen im russischen Zarenreich geboren.

Rasputin wuchs unter dem Einfluss der Russisch-Orthodoxen Kirche auf und wurde Mönch. Er zog als Wanderprediger durch die Lande und machte sich bald durch seine Fähigkeiten zur hypnotischen Heilung einen Namen. Zugleich wurde er durch sein sexuell ausschweifendes Leben bekannt. 1903 kam Rasputin nach St. Petersburg, wo er sofort in die höhere Gesellschaft eintrat und auch Kontakt zum Zarenhof bekam. Als im Oktober 1907 der Zarensohn und Thronfolger Alexej Nikolajewitsch, der Bluter war, ernsthaft erkrankte, konnte ihn Rasputin durch Wunderheilung vor dem sicheren Tod retten. Daraufhin wurde er als enger Vertrauter und Leibarzt des Thronfolgers angenommen.

Die Wunderheilungen Rasputins beruhten auf einer Kombination des sibirischen Schamanismus mit christlichen Elementen wie vor allem dem Marienkult. Rasputin ging im Zarenpalast ein und aus, was in der Öffentlichkeit, der die Bluterkrankheit des Thronfolgers verheimlicht wurde, viele Gerüchte auslöste, da der Wunderheiler wegen seiner Sexskandale als zwielichtige Gestalt galt. Rasputin musste auf Geheiß des Zaren den Hof verlassen und hielt sich vorübergehend in seiner Heimatstadt auf. Bei einer erneuten tödlichen Erkrankung des Prinzen, die sich im Oktober 1912 auf einer Reise durch Polen ereignete, rettete Rasputin abermals den Thronfolger durch eine Wunderheilung, die er nun aber sogar aus der Distanz von Pokrowskoje aus vollzog.

Inzwischen regte sich am Zarenhof jedoch Widerstand gegen den neuen Vertrauten des Kaisers, dessen Ermordung durch eine Verschwörergruppe vorbereitet wurde.

Grigori Rasputin wurde am 16. Dezember 1916 in St. Petersburg ermordet. In seinem Nachlass fand man einen Brief an den Zaren, in dem der Wunderheiler die Oktoberrevolution des folgenden Jahres voraussagte.

Bis heute bietet das Leben und Wirken Rasputins den Stoff für Legenden, die Eingang in Literatur und Film fanden.

NameGrigori Jefimowitsch Rasputin

Geboren am00.00.1865

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortPokrowskoje (Kreis Tjumen, Russland).

Verstorben am16.12.1916

TodesortSt. Petersburg (Russland).

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