Biografie

Eddie Irvine

Der irische Rennfahrer zählte von 1993 bis 2002 zu den besonnenen und konsequent zuverlässigen Piloten der Formel1. Er erzielte in 146 Grand-Prix 191 WM-Punkte, 26 Podienplätze und 4 Siege. Von 1996 bis 1999 fuhr er für Ferrari neben Michael Schumacher. Bei Fans machte sich Eddie Irvine durch seine humorvolle Art auf Partys am Rande der Rennstrecke beliebt. Seit seiner Vize-Weltmeisterschaft wurde er als potentieller Formel1 Weltmeister gehandelt. Zum Ende der Saison 2002 zog sich Eddie Irvine dennoch aus dem aktiven Rennsport zurück...
Eddie Irvine wurde am 10. November 1965 in Newtownards, Nordirland geboren.

Nach Abschluss der High School plante er zunächst ein Studium für Business and Finanz. Zu dieser Zeit war er Kart-Fahrer und hatte bereits einige Rennen in der Irischen Formel Ford für sich entscheiden können. Bevor er sich endgültig für seinen Studiengang entschieden hatte, erhielt er 1983 ein Angebot als Pilot bei der Britischen Formel Ford 1600 zu starten.

Bereits den zweiten Saison, 1986, wurde er nach Punkten Britischer Formel Ford Meister. Nach dem er 1987 auch Meister der Formel Ford Festival Serie wurde, stieg er 1988 in die Formel3 auf und 1989 in die Formel 3000, wo er bei Pacific Racing verpflichtet wurde. Nach einer erfolgreichen Saison wurde Eddie Irvine 1990 ins Team Jordan aufgenommen. Seinen ersten Sieg feierte er in Hockenheim und zum Jahresende belegte er den dritten Platz der Gesamtwertung.

Sein Vertrag wurde jedoch nicht verlängert und so startete er 1991 wieder in der Formel 3000, sowie bei zahlreichen anderen Rennserien. Hier machte Irvine durch seine Anpassungsfähigkeit an die unterschiedlichsten Autos auf sich aufmerksam. Regelmäßig erreichte er Podiumsplätze. Jordan erinnerte sich an sein Talent und verpflichtete ihn als Fahrer in der Königs-Klasse der Formel1.

Beim Grand Prix von Japan 1993 feierte er sein Debüt, welches er als sechster beenden konnte. Schlagzeilen machte sein Auftakt auch im Zusammenhag mit der Auseinadersetzung mit Ayrton Senna, der sich durch den Neuling während des Rennens behindert fühlte. 1994 wurde Irvine für ein Rennen gesperrt, nachdem es beim Grand Prix von Brasilien in Interlargos zu einem Unfall kam. Beobachter hielten die Strafe für übertrieben und auch Irvine legte bei der FIA Protest ein. Abermals reagierte die FIA mit äußerster Härte und sperrte ihn für drei Rennen.

Wieder kam es zu heftigen Diskussionen, da auch Fachleute der Meinung waren, dass die FIA nur berechtig sei Regelverstoße und nicht Formfehler zu ahnden. Zum starken Konkurrenten wurde Irvine 1995. Regelmäßig landete er in den Punkten und beim Grand Prix von Kanada als Dritter auf dem Podium. Derart gestärkt wurde er 1996 bei Ferrari Teamkollege von Michael Schumacher. Der Ferrari in der Saison ´96 war jedoch alles Andere als siegfähig und so blieben WM-Punkte eine Seltenheit.

Im Jahr 1997 machte er sich einen Namen unter den vielversprechenden Talenten. Zum Saisonauftakt in Argentinien belegte er den zweiten Platz und vier weitere dritte Plätze folgten. Jacques Villeneuve wurde Weltmeister und Irvine stieg trotz des unterlegenen Materials des komplett neuen Autos auf Rang sieben auf. 1998 waren die Kinderkrankheiten ausgemerzt. Irvine wurde mit fünf dritten Plätzen und 3 zweiten Plätzen, Vierter in der Gesamtwertung 1998 und damit WM-Kandidat.

Das Auftaktrennen 1999 in Melbourne, Australien, beendete er als Sieger und gewann damit seinen ersten Grand Prix. Im englischen Silverstone verunglückte Michael Schumacher. In Folge seiner Verletzungen musste er pausieren und Irvine wurde erster Pilot im roten Team. Nach drei weiteren Grand Prix, die er als Sieger beendete, wurde er Vize-Weltmeister der Formel1 hinter Mika Hakkinen.

Sein Vertrag wurde trotzdem nicht verlängert. 2000 wechselte Eddie Irvine zum Team Jaguar Racing. Mit dem unterlegenen Auto konnte er jedoch nicht an alte Erfolge anknüpfen. Zum Ende der Saison 2002 zog er sich aus dem Motorsport zurück. Im Anschluss arbeitete er als Kommentator für englische Rennsportmagazine sowie als Kolumnist für entsprechende Fachmagazine.
1983 - Irische Formel Ford 1600.

1984 - Irische Formel Ford 1600.

1985 - Britische Formel Ford 1600.

1986 - Britische Formel Ford 1600 / Meister.

1987 - Britische Formel Ford 1600 / Meister FF Festival.

1988 - Britische Formel3 / 5. Platz.

1989 - F3000 - Pacific Racing / 9. Platz.

1990 - F3000 - Eddie Jorden / 3. Platz.

1991 - F3000 - Japan / 7. Platz.

1992 - F3000 - Japan / 8. Platz.

1993 - F3000 - Japan / 2. Platz. - F1 Debüt in Japan.

1994 - F1 - Jordan Hard / 6. Punkte - 16. Platz.

1995 - F1 - Jordan Peugeot / 10. Punkte - 12. Platz.

1996 - F1 - Scuderia Ferrari / 11. Punkte - 10- Platz.

1997 - F1 - Scuderia Ferrari / 24. Punkte - 7. Platz.

1998 - F1 - Scuderia Ferrari / 47. Punkte - 4. Platz.

1999 - F1 - Scuderia Ferrari / 74. Punkte - 2. Platz.

2000 - F1 - Jaguar Ford / 4. Punkte - 13. Platz.

2001 - F1 - Jaguar Cosworth / 6. Punkte 12. Platz.

2002 - F1 - Jaguar Cosworth / 8. Punkte 9. Platz.

NameEddie Irvine

Geboren am10.11.1965

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortNewtownards (Nordirland)