Biografie

Sonny Liston

Der amerikanische Boxer durchlebte eine harte Kindheit und kam im Gefängnis mit dem Boxsport in Berührung. Charles Liston stieg 1962 im Kampf gegen Floyd Patterson zum Boxweltmeister im Schwergewicht auf, um den Titel 1964 an Cassius Clay wieder zu verlieren. Liston erzielte in 54 Profikämpfen 50 Siege, 39 durch K.o. bei 4 Niederlagen. Die Legenden um den Boxer mit Kontakten zur Unterwelt dauern auch nach seinem mysteriösen Tod noch an...

Bedeutende Vertreter des Boxsports
Charles "Sonny" Liston wurde am 8. Mai 1932 in St. Francis County in Arkansas geboren.

Er durchlebte eine harte Kindheit, da er von seinem Vater häufig geschlagen wurde. Mit 13 Jahren riss Liston von seinem Vater aus, um zu seiner Mutter nach St. Louis zu gehen. Er geriet bald auf die schiefe Bahn und wegen eines Raubüberfalls ins Gefängnis. Dort kam er durch die Hilfe eines Priesters mit dem Boxsport in Berührung, der ihm zur vorzeitigen Entlassung aus der Haft verhalf. Liston begann 1952 seine Amateurkarriere und gewann auf Anhieb alle Kämpfe. Bereits im September 1953 debütierte er im Profi-Boxsport durch einen Kampf gegen Don Smith, den er durch K.o. besiegte.

Nach mehreren Siegen und wenigen Niederlagen kam Liston 1965 erneut mit dem Gesetz in Konflikt, als er einen Polizisten niederschlug, was ihm eine mehrmonatige Gefängnisstrafe einbrachte. Liston kehrte 1958 in den Boxring zurück, wo er in diesem Jahr acht Kämpfe gewann. Auch 1959 gewann er alle seine Kämpfe gegen Mike DeJohn, Cleveland Williams und Nino Valdez. Im September 1962 trat Liston für den Kampf um den Weltmeistertitel an: In Chicago besiegte er Floyd Patterson in der ersten Runde durch K.o. Der neue Weltmeister im Schwergewicht stand in der Folge häufig wegen seiner angeblichen Verbindungen zur Unterwelt und Mafia in den Schlagzeilen.

Im Juli 1963 gewann Liston auch den Rückkampf gegen Patterson. Im Februar 1964 verlor er jedoch in einem Aufsehen erregenden Kampf in Miami seinen Titel an Muhammad Ali. Auch im Rückkampf gegen Ali verlor Liston durch K.o. in der ersten Runde, durch den so genannten "Phantom Punch", da der Schlag seines Gegners sogar im Film kaum sichtbar war. In der Folge hielten sich Gerüchte, Liston habe die Niederlagen nur vorgetäuscht, um den Manipulationen krimineller Wettbüros zu entsprechen. Liston kehrte 1966 in den Ring zurück, um in diesem und im folgenden Jahr nochmals mehrere Siege davonzutragen.

Im Jahr 1969 konnte er drei Siege und eine Niederlage, diese gegen Leotis Martin, verbuchen. Liston besiegte 1970 Chuck Wepner durch K.o. in der zehnten Runde, weshalb ihm ein Comeback offen zu stehen schien. Am Abend des 30. Dezember 1970 fand Listons Frau den Boxer jedoch tot in ihrer Wohnung in Las Vegas (Nevada) auf. Die genaue Todesursache konnte nie geklärt werden, offiziell wurde Drogenmissbrauch als Grund angegeben. Die Boxlegende Sonny Liston wurde durch den Schriftsteller Nick Tosches in einer Biografie verarbeitet, die 2000 unter dem Titel "Der Teufel und Sonny Liston. Aufstieg und Fall einer Boxlegende" erschien.

Im Sommer 2004 unternahm Kameramann Andrzej Sekula (Pulp Fiction) sein Regiedebüt mit "Night Train", einer filmischen Biografie über den Schwergewichtsmeister, in der Ving Rhames die Rolle Listons übernahm.


Bedeutende Vertreter des Boxsports

NameCharles Liston

AliasSonny Liston

Geboren am08.05.1932

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortSt. Francis County, Arkansas (USA).

Verstorben am30.12.1970

TodesortLas Vegas, Nevada (USA).