Biografie

Bruno Jonas

Der Schauspieler und Kabarettist gehört seit drei Jahrzehnten der bundesrepublikanischen Kabarett-Kultur an. Bereits 1975 gründete er zusammen mit Sigi Zimmerschied die Kabarettgruppe "Die Verhohnepeopler". Nach der Mitwirkung an Kabarett-Theatern wie der "Münchener Lach- und Schießgesellschaft" trat Bruno Jonas seit 1984 mit eigenen Programmteilen auch in der ARD auf, wo er u.a. regelmäßig im "Scheibenwischer" zu sehen war. Für sein künstlerisches Schaffen wurde Jonas 1988 mit der "Luwig-Thoma-Medaille" und 1996 mit dem "Fred-Jay-Preis" ausgezeichnet. Im Herbst 2005 legte Jonas unter dem Titel "Kaum zu glauben und doch nicht wahr" sein neues Buch vor...

Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
Bruno Jonas wurde am 3. Dezember 1952 im bayerischen Passau geboren.

Sein Vater war Fleischer. Nach Abitur und Zivildienst realisierte Jonas 1975 zusammen mit Sigi Zimmerschied sein erstes eigenes Kabarett-Projekt, "Die Verhohnepeopler" in seiner Heimatstadt, das jedoch bald den vereinten Zensurbestrebungen von Katholizismus und bayerischer Staatsanwaltschaft zum Opfer fiel. Jonas wandte sich daher den Wissenschaften zu, um bis 1982 Philosophie, Politologie, Germanistik und Theaterwissenschaften an der Universität München zu studieren.

Seinen Berufseinstieg fand Jonas 1976 in der bayerischen Landeshauptstadt beim Kabarett "Rationaltheater", in dem er als Schauspieler und Autor mitwirkte. 1979 gründete Jonas das Kabarett "Gesellschaft mit beschränkter Haftung", für das er seine ersten Solo-Auftritte konzipierte. Jonas schloss sich 1981 der von Dieter Hildebrandt mitbegründeten "Lach- und Schießgesellschaft" in München an, der er bis 1984 als Autor und Schauspieler angehörte.

Im Anschluss daran gestaltete Jonas seinen eigenen Programmteil in der Sendereihe "Extra-Tour" in der ARD. Dort war er 1989 bis 1992 mit eigenständigen Auftritten auch in der Sendung "Jonas" zu sehen. Der Schauspieler wirkte auch an Fernsehserien und Kinofilmen mit. Seit 1985 tritt er auch regelmäßig im "Scheibenwischer" Hildebrandts mit auf. 1991 entstand unter dem Titel "Wir Enkelkinder" Jonas’ erster Kinofilm, für den er die Regie, das Drehbuch und die Hauptrolle übernahm.

Außerhalb des Fernsehens entwickelte Jonas Solo-Programme für Kabarett-Theater, wie etwa 1995 "Hin und Zurück" und "Ich alter Ego". 2000 wurde Jonas zum ständigen Partner Hildebrandts in dessen "Scheibenwischer"-Serie. Nach Hildebrandts Abschied vom "Scheibenwischer" bestreitet Jonas zusammen mit Mathias Richling und Georg Schramm die neue Folge der erfolgreichen Kabarett-Serie, die am 8. Januar 2004 erstmals ausgestrahlt wurde.

Am 11. März 2004 schlüpfte Bruno Jonas erstmals in die Rolle des "Bruder Barnabas" und hielt auf dem Münchner Nockherberg die von ihm selbst verfasste Fastenpredigt zum Starkbieranstich vor der versammelten CSU-Staatsregierung und anderen geladenen Gästen - nicht nur aus Bayern. Erstmals wurde damit diese Rolle an einen dem konservativen Spektrum fernen Autor vergeben. Im Herbst 2005 legte Jonas unter dem Titel "Kaum zu glauben und doch nicht wahr" sein neues Buch vor.

Für sein künstlerisches Schaffen wurde Jonas 1988 mit der "Luwig-Thoma-Medaille" und 1996 mit dem "Fred-Jay-Preis" ausgezeichnet. Am 19. Januar 2007 verkündete Bruno Jonas seinen Abschied von der Rolle des Bruder Barnabas.

Bruno Jonas ist Vater zweier Kinder.


Prominente Vertreter der deutschen Fernsehkultur
1988
Luwig-Thoma-Medaille

1990
Ernst-Hoferichter-Preis

1996
Fred-Jay-Preis

2002
Bayerischer Kabarettpreis

2003
Münchhausen-Preis

2005
Zeck-Kabarettpreis

NameBruno Jonas

Geboren am03.12.1952

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortPassau (D).