Biografie

Berthold Huber

Der gelernte Werkzeugmacher und studierte Geisteswissenschaftler stellt seit 2007 den Ersten Vorsitzenden der IG Metall. Er ist seit 1971 in der Industriegewerkschaft Metall tätig, für die er in den 1990er Jahren leitende Positionen übernahm. Nachdem Berthold Huber seit 1998 in Baden-Württemberg den bedeutendsten Landesverband der IGM als Bezirksleiter geführt hatte, wurde er im Juli 2003, zusammen mit Jürgen Peters, als Zweiter Vorsitzender der IG Metall Deutschland an die Spitze einer der größten und mächtigsten Gewerkschaften der Welt berufen...
Berthold Huber wurde am 15. Februar 1950 als Sohn eines Ingenieurs geboren in Ulm.

Huber legte 1969 das Abitur in seiner Heimatstadt ab, um dort nach dem Zivildienst 1971 eine Ausbildung zum Werkzeugmacher zu beginnen, die er 1974 abschloss. Mit Ausbildungsbeginn trat er der Industriegewerkschaft Metall (IGM) bei. 1974 trat Huber in das Ulmer Unternehmen Kässbohrer ein, für das er bis 1978 tätig war. Zugleich vollzog er eine erste Karriere in der IGM, als deren Betriebsratsvorsitzender er von 1978 bis 1984 bei Kässbohrer fungierte. 1985 nahm Huber ein Studium der Geschichte, Philosophie und Politologie an der Universität Frankfurt auf, das er 1989 ohne Abschluss abbrach.

Denn 1990 eröffnete sich Huber im Zuge der Deutschen Einheit die Möglichkeit einer hauptberuflichen Karriere in der IGM: Er kam nun beim Aufbau der Gewerkschaften in Ostberlin und Leipzig zum Einsatz. Ein Jahr später wurde Huber Mitglied der SPD. Ebenfalls 1991 berief man ihn zum Chef der "Abteilung Erster Vorsitzender" nach Frankfurt/Main, die direkt dem IGM-Vorsitzenden Franz Steinkühler unterstellt war. Im den Jahren 1993 bis 1998 war Huber als Abteilungsleiter für Tarifpolitik dem Zweiten Vorsitzenden der IGM, Walter Riester, unterstellt. Gegen Jahresende 1998 erhob man Huber zum Bezirksleiter der Gewerkschaft in Baden-Württemberg, womit er an der Spitze des stärksten Landesverbandes der IGM stand.

In dieser Funktion erfocht er sogleich zu Jahresbeginn 1999 einen günstigen Tarifabschluss, der für die übrigen Tarifregionen Pilotcharakter hatte. Huber wirkte 1999 auch im Rahmen des von der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder geschaffenen "Bündnisses für Arbeit" an politischen Gesprächen über die Reform des Arbeitsmarktes mit. Nach der größten Streikniederlage in der Geschichte der IGM und dem vorzeitigen Rücktritt des Vorsitzenden Klaus Zwickel, wurde Huber am 23. Juli 2003, zusammen mit dem bisherigen Vizechef Jürgen Peters, zum Zweiten Vorsitzenden der IG Metall Deutschland berufen.

Ferner wurde er Mitglied des Aufsichtsrats des Siemens-Konzerns. Auf dem Gewerkschaftstag am 6. November 2007 wurde er als Nachfolger von Jürgen Peters zum Ersten Vorsitzenden der Industriegewerkschaft Metall gewählt.

Huber ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.


Bedeutende deutsche Wirtschafts- und Gewerkschaftsfunktionäre

NameBerthold Huber

Geboren am15.02.1950

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortUlm (D).